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Veranstaltungsarchiv

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Januar | Februar | März | April | Mai | Juni | Juli | August | September | Oktober | November | Dezember

Januar

Sonntag
17.01.2016
11.00 Uhr

 

Wolfgang-Paul-Saal

Neujahrsempfang

Begrüßung:

Prof. Dr. Lothar Hönnighausen
(Vorsitzender des Uniclubs Bonn)

Einführung der Musik und Grußwort:
Dr. Manfred Osten
(Vorsitzender der Gesellschaft der Freunde des Beethoven Orchesters Bonn)

  • Ludwig van Beethoven, Quintett für Klavier, Oboe, Klarinette, Horn und Fagott Es -Dur op.16. (Musiker des Beethoven Orchesters)
 

Dientstag
19.01.2016

entfällt!

Der für 19.01.2016 geplante Vortrag von Prof. Dr. Horst Albach
"Städte im Standortwettbewerb auf globalen Märkten" findet zu späterem Zeitpunkt statt

Donnerstag
21.1.2016
19.30 Uhr

 

Schumpeter-Sitzungsraum

Prof. Dr. Gabriele König

Woher die neuen Wirkstoffe kommen - Ein Vortrag aus der Pharmazeutischen Biologie über Antibiotikatherapie

Durch das Aufkommen von Resistenzen wird die Wirksamkeit von Antibiotika in alarmierender Weise eingeschränkt. Als Konsequenz werden dringend neue Wirkstoffe benötigt. Die heute therapeutisch genutzten Antibiotika sind zu etwa 80 % Naturstoffe, welche von Bakterien und Pilzen produziert, und nach Aufreinigung und Formulierung als Arzneimittel eingesetzt werden können. Auch die, wenngleich spärlich, in letzter Zeit neu zugelassenen Antibiotika (z.B. Daptomycin, Fidoxamycin) sind meist Naturstoffe. Im Vortrag wird die Bedeutung der Naturstoffchemie und -biosynthese im Zusammenhang mit der Suche nach neuen Antibiotika erläutert. Beispielhaft wird dies am myxobakteriellen Metaboliten Corallopyronin A dargestellt, einem derzeit in Bonn im Rahmen des Deutschen Zentrums für Infektionsforschung (DZIF) bearbeiteten Naturstoffs.

Professor Gabriele Maria König, erhielt 1981 die Approbation als Apothekerin und wurde 1985 an der Universität Freiburg promoviert. Nach einem Postdoc-Aufenthalt an der James Cook University in Townsville, Australien (1985-1989), ging sie an die ETH Zürich, Departement Pharmazie und wurde dort 1993 habilitiert. Von 1994 bis 1999 schloss sich eine Tätigkeit als C3-Professorin am Institut für Pharmazeutische Biologie der Universität Braunschweig an, und 1999 erfolgte die Berufung auf den Lehrstuhl am Institut für Pharmazeutische Biologie der Universität Bonn. Die Forschungsschwerpunkte umfassen die Identifizierung von pharmakologisch aktiven Naturstoffen als Leitstrukturen für die Wirkstoffentwicklung. Molekularbiologische Arbeiten zur Biosynthese von Naturstoffen konzentrieren sich auf Polyketidsynthasen und nicht-ribosomale Peptidsynthetasen.

Dienstag
26.01.2016
17.00 Uhr

 

Wolfgang-Paul-Saal

Prof. Dr. Ing. Jan Wörner

ESA - die europäische NASA

Die NASA ist insbesondere wegen der ersten Landung eines Menschen auf dem Mond weltbekannt. Das Profil der NASA besteht aus zwei fachlichen Richtungen: Luft- und Raumfahrt. Die ESA fokussiert sich auf die Raumfahrt. Sie wird von ihren 22 europäischen Mitgliedsstaaten getragen und ist eine zwischenstaatliche Einrichtung. Als Raumfahrtagentur befasst sie sich mit allen Themen der Raumfahrt und deckt die gesamte Innovationskette von den Grundlagen übe Anwendungsforschung, Entwicklung bis hin zum Produkt ab. Die verschiedenen Arbeitsbereiche sind die Erdbeobachtung, die Navigation, die Telekommunikation, Weltraumwissenschaften und Exploration, Trägerraketen, Technologieentwicklung und Satellitenoperation.
Beispiele sind die Kometenmission Rosetta, Erdbeoachtungssatelliten aber eben auch die astronautische Raumfahrt. Als Bindeglied zwischen Ost und West ist die ESA nicht nur in Europa über nationale Grenzen hinweg aktiv, sondern ermöglicht insbesondere auch Zusammenarbeit auf der internationalen Ebene. Herausragendes Besipiel für die internationale Zusammenarbeit ist die Internationale Raumstation, in der Astronautinnen und Astronauten aus USA, Russland, Japan, Kanada und Europa auch dann friedlich zusammenarbeiten, wenn auf der Erde Krisen auftreten. Raumfahrt hat somit eine Brückenfunktion und die ESA ist ein zentraler "Brückenbauer". Trotz des etwa um den Faktor 3 kleineren Gesamtbudgets gegenüber der NASA, ist die ESA weltweit als kompetenter Partner gefragt.

Prof. Wörner, Jahrgang 1954, ist Generaldirektor der Europäischen Weltraumorganisation ESA. Nach seinem Studium des Bauingenieurwesens an der TU Berlin promovierte er an der TU Darmstadt und wurde schließlich 1995 zum Präsidenten der Universität gewählt. Bevor Wörner im Juli 2015 das Amt des Generaldirektors antrat, war er von März 2007 bis Juni 2015 Vorstandsvorsitzender des Deutschen Zentrums für Luft und Raumfahrt (DLR). Außerdem war er von 2007 bis 2015 Leiter der deutschen Delegation in der ESA und von 2012 bis 2014 Vorsitzender des ESA-Rats.   Darüber hinaus war er Mitglied in nationalen und internationalen Aufsichtsratsgremien, Beiräten und Kuratorien sowie der „Projektgruppe Energiepolitisches Programm“ (PEPP) der Bundesregierung. Wörner wurde mit einer Reihe von Preisen und Auszeichnungen geehrt. Er erhielt die Ehrendoktorwürden von Universitäten in den USA, Frankreich, der Mongolei und Russland, um nur einige zu nennen.

Donnerstag
28.01.2016
19.30 Uhr

 

Curtius-Raum

Prof. Dr. med. et Dr. phil. Heinz Schott
(Geschichte der Medizin)

Magie der Natur – Historische Variationen über ein Motiv der Heilkunst

In diesem Vortrag wird der Autor sein neues Buch vorstellen, das als opus magnum-Projekt durch die VolkswagenStiftung gefördert wurde. Es handelt sich um eine ideengeschichtliche Studie, die sich mit dem Begriff der Natur in Medizin und Naturforschung seit der Renaissance im jeweiligen kulturellen Kontext auseinandersetzt. Es ist ein traditioneller Topos der neuzeitlichen Wissenschaftsgeschichte, dass die Forschung die Aufgabe habe, der (weiblich imaginierten) Natur (lat. natura), die quasi als Magierin Wunderwerke hervorbringe, ihre Geheimnisse zu entlocken, ihre „Hieroglyphensprache“ zu entziffern. Dabei geraten auch Aspekte der heutigen Medizin in den Blick, etwa der Placebo-Effekt als rätselhafter Heilfaktor oder die Sexualmedizin mit ihren Erklärungsversuchen der „natürlichen“ Sexualfunktion. Nach diesem allgemeinen Abriss wird der Autor einige wenige Abschnitte lesen und die dazugehörigen Abbildungen projizieren, um dem Auditorium einen unmittelbaren Eindruck zu verschaffen.

Heinz Schott, Dr. med. Dr. phil., geb. 1946; 1978 wiss. Assistent am Institut für Geschichte der Medizin der Univ. Freiburg i. Br.; 1982 Habilitation; 1987 Ruf auf die C4-Professur für Geschichte der Medizin der Univ. Bonn und Direktor des betreffenden Medizinhistorischen Instituts; 2014 Pensionierung, derzeit noch Kommissarischer Direktor in Selbstvertretung. Wiss. Schwerpunkte: Geschichte der Psychiatrie, Psychotherapie und Psychoanalyse; Medizin der frühen Neuzeit; Medizin der Goethezeit; medizinische Anthropologie in historischer Perspektive

Februar

Dienstag
02. 02. 2016
19.30 Uhr

 

Wolfgang-Paul-Saal

Prof. Dr. Rudolf Schieffer

Mittelalterliche Könige und Kaiser in Bonn

Das mittelalterliche Reich hatte keine feste Hauptstadt. Die Herrscher zogen durchs Land, um an wechselnden Orten in Erscheinung zu treten und ihre Entscheidungen zu treffen. Auch Bonn hat vom 8. bis zum 16. Jahrhundert immer wieder Könige und Kaiser zu kürzerem oder längerem Aufenthalt empfangen. Darunter sind zwei Königskrönungen im Bonner Münster (1314, 1346) und ein Besuch des englischen Königs Eduard III., der 1338 seine Erfahrungen mit den Bonnern machte.

Prof. Dr. Rudolf Schieffer, geboren 1947, hatte nach dem Studium in Bonn und Marburg sowie der Habilitation in Regensburg von 1980 bis 1994 einen Lehrstuhl für Mittelalterliche und Neuere Geschichte in Bonn und war danach bis 2012 Präsident der Monumenta Germaniae Historica, verbunden mit einem Lehrstuhl in München. Er lebt seit 2013 wieder in Bonn und ist Mitglied der Nordrhein-Westfälischen Akademie der Wissenschaften und Künste in Düsseldorf.

Donnerstag
11.02.2016
19.30 Uhr

 

Wolfgang-Paul-Saal

 Vortrag musste leider ausfallen. 

Prof. Dr. Elke Brüggen
(Institut für Germanistik, Vergleichende Literatur- und Kulturwissenschaft)

„ein maere wil ich iu niuwen, daz seit von grôzen triuwen“
Eine neue zweisprachige Ausgabe von Wolframs von Eschenbach „Parzival“

Der „Parzival“ Wolframs von Eschenbach, zu Beginn des 13. Jahrhunderts entstanden und in über 80 Handschriften überliefert, gilt als ein Werk von weltliterarischem Rang. Doch dass „jeder, der es ernsthaft wissen möchte, das Werk Wolframs mit Selbstverständlichkeit kennen könnte, ist nicht der Fall“ (Karl Bertau). Selbst diejenigen, die mit den älteren Sprachstufen des Deutschen einigermaßen vertraut sind, tun sich schwer mit dem „Parzival“. Der Grund dafür ist Wolframs Sprachstil: farbig und beziehungsreich, mit weitgehenden Freiheiten im Bereich des Satzbaus, mit ausgefallen Neubildungen von Wörtern, einer Vorliebe für das Französische und einer elaborierten Bildlichkeit. Die Geschichte von Parzival, dem Gralsucher, fast 25.000 Verse lang, stellt daher für jeden Übersetzer, jede Übersetzerin eine Herausforderung dar, was in einem Werkstattbericht über eine neue zweisprachige ‚Parzival’-Ausgabe (mit einer Neuübersetzung und mit Erläuterungen) gezeigt werden soll.

Studium der Fächer Deutsch, Englisch, Theater-, Film- und Fernsehwissenschaft, Kunstgeschichte an der Universität zu Köln. Erste Staatsprüfung für das Lehramt für die Fächer Deutsch und Englisch (Sekundarstufe I und II).Wissenschaftliche Assistentin (C 1) am Institut für deutsche Sprache und Literatur der Universität zu Köln. Promotion in Germanistik mit einer Arbeit zu dem Thema „Kleidung und Mode in der höfischen Epik des 12. und 13. Jahrhunderts“. 1995 Habilitation im Fach Deutsche Philologie mit einer Arbeit zu dem Thema „Laienunterweisung. Untersuchungen zur deutschsprachigen weltlichen Lehrdichtung des 12. und 13. Jahrhunderts“. (C4-Professorin für Ältere Germanistik (mit besonderer Berücksichtigung der deutschen Literatur des Mittelalters) an der Universität Bonn. Auszeichnung mit dem Lehrpreis der Rheinischen Friedrich Wilhelms-Universität Bonn für das akademische Jahr 2013/2014. Gastprofessur an der Rikkyo-Universität Tokyo/Japan

Montag
15.02.2016
19.30 Uhr

 

Wolfgang-Paul-Saal

Kooperation mit den Opernfreunden

Generalintendant Dr. Hellmich

Bonner Theater – heute und in Zukunft

 

 

Dienstag
16.02.2016
18.00 Uhr

 

Wolfgang-Paul-Saal

Leibniz-Vorlesung in Kooperation mit der Deutschen Forschungsgemeinschaft

Leibniz-Preisträger Prof. Dr. Steffen Martus
(Humboldt-Universität Berlin)

Die Entdeckung der Unmündigkeit:
Philosophischer Geschmack in der Aufklärung

Grußwort: Prof. Dr. Lothar Hönnighausen
(Vorsitzender des Uniclubs Bonn)


Einführung: Dorothee Dzwonnek
Generalsekretärin der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG).

Sonntag
21.02.2016
11.00 Uhr

 

Wolfgang-Paul-Saal

 Veranstaltung verschoben 

Finissage Ausstellung Barbara Schwinges

Wir bieten ein Frühstück an (pro Person 12,00 €). Wenn Sie daran teilnehmen möchten, bitten wir um Anmeldung bei Frau Müller (mueller@uniclub-bonn.de)

Mittwoch
24.02.2016
19.30 Uhr

 

Schumpeter-Saal

Prof. Dr. Peter Stehle
IEL-Ernährungsphysiologie, Universität Bonn

Gesundheitsfördernde Ernährung – Hintergründe und praktische Umsetzung

Eine ausgewogene, vielseitige Ernährung ist ein wichtiger Mosaikstein, aktiv Gesundheitsförderung zu betreiben – diese Aussage hat nach wie vor uneingeschränkte Gültigkeit. Doch wie sieht eine gesundheitsfördernde Ernährung aus? Und wie kann ich wissenschaftliche Vorgaben in die tägliche Praxis umsetzen?

Aus Sicht der Wissenschaft muss eine ausgewogene Ernährung zunächst alle lebensnotwendigen Nährstoffe (z.B. Eiweiß, Vitamine, Mineralstoffe) in den notwendigen Mengen beinhalten. Nur dann kann verhindert werden, dass Mangelerscheinungen (z.B. Osteoporose) schon in jungem Alter auftreten. Der Bedarf an Nährstoffen kann individuell unterschiedlich (abhängig vom Alter, Geschlecht etc.) sein. Die Wissenschaft hat in den letzten Jahren entsprechende Referenzwerte aus eine großen Vielzahl an Studien abgeleitet und veröffentlicht.

Ein zweites wichtiges Kriterium ist die Qualität der Lebensmittel, die wir tagtäglich auswählen. Manche Lebensmittel enthalten außer Energie (Kalorien) keine oder nur wenige Nährstoffe und sind daher weniger sinnvoll; andere enthalten viele wertvolle Nährstoffe und sollten/können daher regelmäßig verzehrt werden. Für bestimmte Lebensmittelgruppen (z.B. Obst und Gemüse) sind schützende (präventive) Effekte in Bezug auf die mögliche Entwicklung von chronischen Krankheiten nachgewiesen.
Zur Umsetzung dieser wissenschaftlichen Erkenntnisse hat die Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE) Verhaltensregeln für die Gestaltung des täglichen Speiseplans entwickelt. Folgen wir diesen Vorgaben, schaffen wir gute Voraussetzungen für den Erhalt unserer Gesundheit.

Im Vortrag werden alle diese Aspekte vorgestellt und die Umsetzung in die Praxis erläutert. 


Kurzbiografie Prof. Dr. Peter Stehle

Nach dem Studium der Ernährungswissenschaft (Universität Hohenheim), der nachfolgenden Promotion (Dr. rer. nat.) und der Habilitation (venia legendi: Biochemie der Ernährung) ist Prof. Stehle seit 1994 C4-Professsor für Ernährungsphysiologie im Institut für Ernährungs- und Lebensmittelwissenschaften (IEL) der Universität Bonn und seit 2013 Dekan der landwirtschaftlichen Fakultät. Prof. Stehle begleitet zahlreiche Ehrenämter (Mitglied des Präsidiums der Deutschen Gesellschaft für Ernährung; Beiratsmitglied außeruniversitärer Forschungseinrichtungen; Editorial Board nationaler und internationaler Fachzeitschriften). Forschungsschwerpunkte sind: Stoffwechsel von Aminosäuren, Phytochemicals, Calcium; Biotechnologische/Chemische Synthese von Peptiden; Entwicklung analytischer Methoden; Entwicklung von Ernährungskonzepten (Klinische Ernährung, Ernährung im Alter, Ernährung von Heranwachsenden). Herr Prof. Stehle hat seine Forschungsergebnisse in mehr als 270 Originalbeiträgen und ca. 40 Buchkapiteln veröffentlicht.

April

Montag
05.04.2016
19.30 Uhr

 

Curtius- Konferenzraum

Prof. Dr. theol. Wolfram Kinzig
(Alte Kirchengeschichte)

Das Christentum im Zeitalter der Globalisierung. Bedingungen, Herausforderungen, Perspektiven

Wer heute an einem normalen Sonntagmorgen eine beliebige Kirche in Deutschland betritt, steht meist vor leeren Bänken. Das Christentum hierzulande scheint im Schwinden begriffen zu sein, die Mitgliederzahlen der großen Kirchen sinken jedenfalls kontinuierlich. Im Unterschied zur europäischen Wahrnehmung ist das Christentum jedoch – weltweit gesehen – in den letzten Jahrzehnten gewachsen und ist heute in jeder Hinsicht eine globalisierte Religion. Der Vortrag fragt nach den historischen Voraussetzungen der gegenwärtigen Situation hierzulande und anderswo und diskutiert, welche Chancen und Probleme für Kirche und Theologie sich aus dieser Situation ergeben.

Wolfram Kinzig (Jahrgang 1960) studierte Evangelische Theologie und Latein in Heidelberg, Lausanne, Oxford und Cambridge. Promotion zum Dr. theol. in Heidelberg (1988) und Habilitation im Fach Kirchengeschichte 1991 ebenda. 1988-1992 Fellow of Peterhouse (Cambridge); 1992-1995 Fellow of King’s College (ebenda); 1992-1996 Heisenberg-Stipendiat der DFG; seit 1996 Ordinarius für Kirchengeschichte an der Evangelisch-Theologischen Fakultät der Universität Bonn; seit 2005 Sprecher des „Zentrums für Religion und Gesellschaft“ (ebenda); 2014-2016 Stipendiat der Volkswagenstiftung (Opus-Magnum-Programm).

Dienstag
12.04.2016
16.00 Uhr

 

Exkursion

Versuchsgut Frankenforst

Prof. Dr. med. vet. Karl Schellander

Tierzucht und Tierhaltung

Erstmals im Jahre 1475 erwähnt, übergab der Preußische Staat das Versuchsgut Frankenforst im Jahr 1930 an die damalige Landwirtschaftliche Hochschule Bonn-Poppelsdorf, welche den Hof noch im gleichen Jahr dem damaligen Institut für Tierzucht und Molkereiwesen (heute: Institut für Tierwissenschaft) als Lehr- und Forschungs­station zugewiesen hat. Heute ist das Versuchsgut Frankenforst eingebettet in die Außenlabore Agrar, Geodäsie, Ernährung (AGE) der Landwirtschaftlichen Fakultät. Diese bilden einen Zusammenschluss der Außen­labore der landwirtschaftlichen Fakultät und stellen eine fakultätsunmittelbare Organisationseinheit der Landwirtschaftlichen Fakultät dar. Das Versuchsgut Frankenforst dient mit seinen Tierbeständen und Versuchs­ein­richtungen der Forschung und Lehre des Instituts für Tierwissenschaften und steht den Instituten der Land­wirtschaftlichen Fakultät und der gesamten Universität gleichfalls für Versuchsanstellungen zur Verfügung. Zurzeit werden zu diesem Zwecke auf dem Versuchsgut ca. 190 Rinder, 600 Schweine und ca. 500 Hühner gehalten. Dabei ist neben den Tierbeständen auch die Betriebsfläche (ca. 135 ha Gesamtfläche, 34 ha Ackerland, 70 ha Grünland und 21 ha Wald) mit vielfältigen geologischen Formationen von Interesse. Von besonderer Bedeutung für die Forschung im Versuchsbereich Rinderhaltung ist der in Deutschland einzigartige Rinderstall. Dieser Hochleistungspräzisionskuhstall stellt das zentrale Strukturelement des Centers of Integrated Dairy Research (CIDRe) dar, welches die interdisziplinäre Zusammenarbeit von mehr als 20 Professuren unter besonderer Berücksichtigung der Verknüpfung von Tiergesundheit bzw. Wohlbefinden von Milchkühen, Umweltaspekten in der Milchviehhaltung bzw. Milchproduktion und ökonomischen Fragestellungen fördert.

Prof. Schellander wurde 1996 auf die Professur „Tierzucht und Tierhaltung“ in der Landwirtschaftlichen Fakultät der Universität berufen. Sein Arbeitsgebiet ist die Aufklärung der genetischen Grundlagen von funktionalen Merkmalen bei Nutztieren (vor allem Rind und Schwein) wie Fleischqualität, Fruchtbarkeit und angeborene Krankheitsabwehr. Er war Sprecher in der DFG Forschergruppe FOR 753 zu molekularen Fragen der Fleischqualität beim Schwein, Dekan der Landwirtschaftlichen Fakultät (2008 – 2012), ist Mitglied des DFG Fachkollegiums 207 und ist zurzeit Vorsitzender der Gesellschaft für Tierzuchtwissenschaften und Vizepräsident
der Deutschen Gesellschaft für Züchtungskunde.

Dienstag
19.04.2016
19.30 Uhr

 

Schumpeter-Raum

Prof. Dr., Dr.h.c. Helmut Keipert

Die Berlaimont-Colloquia – Auf dem Weg zu einer
gesamteuropäischen Gesprächskultur

Das um 1525 in Antwerpen entstandene und mit Brief- und Formularmustern sowie einem Vokabular versehene flämisch-
französische Gesprächsbuch des Noël de Berlaimont hat mit seinen schnell folgenden Weiterübersetzungen in zahlreiche andere europäische Sprachen seit der Mitte des 16. Jh. in West-, Mittel- und Nordeuropa eine breite Wirkung entfalten können, die sich in mehr als 150 bis zu acht verschiedene Sprachspalten umfassenden Drucken manifestiert. Der Vortrag wird einen Überblick über diese zweieinhalb Jahrhunderte umfassende polyglott-vielgestaltige Erfolgsgeschichte dieses Lehrbuchs geben, das sich ausdrücklich angehenden Kaufleuten, für eine Karriere bei Hofe oder im Militär oder überhaupt statt eines Dolmetschers bei Reisen über Land empfohlen hat; etwas genauer soll dabei auf die bisher wenig beachteten fünf Bearbeitungen für slavische Sprachen eingegangen werden.

Helmut Keipert studierte 1961-1967 Slavistik, Lateinische Philologie, Allgemeine und Vergleichende Sprachwissenschaft in Bonn und Marburg: Promotion (1967), Staatsexamen (1968) und Habilitation (1974) in Bonn. 1977-2007 Professor für Slavistik (Sprachwissenschaft) an der Universität Bonn; 1990-1992 Dekan der Philosophischen Fakultät. Seit 1997 korr. Mitglied der Göttinger, seit 2001 auch der Bayerischen Akademie der Wissenschaften; Dr. h. c. des Instituts für russische Sprache der Rußländischen Akademie der Wissenschaften (2011).
Hauptarbeitsgebiete: Geschichte slavischer Standardsprachen, insbesondere des Russischen, Polnischen, Tschechischen, Kroatischen, Serbischen und Bulgarischen sowie des Kirchenslavischen; slavische Wortbildung, Lexikologie und Lexikographie; slavisches Übersetzungsschrifttum in linguistischer Sicht; deutsch-slavische Sprach- und Kulturbeziehungen; Geschichte der Slavistik.

Montag
25.04.2016 bis

Freitag 29.04.2016

 

Exkursion

Exkursion Backsteingotik:
Rostock, Greifswald, Stralsund, Wismar

Bei der Backsteingotik haben wir den seltenen Fall, dass eine Stilrichtung über den Baustoff – die aus Lehm geformten und gebrannten Ziegel oder Backsteine – benannt wird. Für uns im Rheinland sind Sandstein und Basalt die kunstgeschichtlich vertrauten Baustoffe (Bonner Münster, Kölner Dom, Maria Laach). Infolge dieser Grund­erfahrung wirkt auf uns die Backsteinarchitektur in Gegenden ohne Naturstein als fremde, typisch norddeutsche oder nordeuropäische Erscheinung. Aber das ist insofern nicht richtig, als auch Italien – wie auch Bayern und Südfrankreich – eine ausgeprägte Backstein-Tradition aufweist (Sant’Ambrogio, Mailand, Rathaus Siena).
In Nordwestdeutschland denken wir bei Backsteingotik vor allem an Lübeck, aber auch an Kalkar oder Brügge. Weniger bekannt ist die Backsteingotik weiter östlich in Mecklenburg-Vorpommern, die wir deshalb bei unserer Exkursion vom 25. bis 29. April näher kennenlernen wollen. Dabei sollen Rostock, Greifswald, Stralsund und Wismar im Mittelpunkt stehen.

Die Backsteingotik gibt es im Nord- und Ostseeraum seit dem 12. Jahrhundert. Charakteristisch ist die Vielfalt in der Verwendung von Ziegeln – und zum Kontrast – gekalkten Flächen – da eine Bauplastik, wie wir sie vom Kölner Dom her kennen, bei der Ziegelbauweise nicht möglich ist. Unser Augenmerk wird sich also auf das ornamentale Element (Stufenförmige Pfeilergiebel, Ziegelmaßwerk und Friese) zu konzentrieren haben. Die Vielfalt seiner Formen entschädigt für die fehlende Bauplastik. Da sich die Region der Backsteingotik weitgehend mit dem Gebiet deckt, in dem die Hanse besonders aktiv war, assoziiert man den Baustil mit der wirtschaftsgeschichtlichen Erscheinung der Hanse in Skandinavien und Osteuropa.

Mai

Montag
02.05.2016
18.30 Uhr

Vernissage Ausstellung

Theo Stammer

Kunststücke

Kunststück von Theo Stammer

Mittwoch
04.05.2016
19.30 Uhr

 

Wolfgang-Paul-Saal

 Vortrag musste leider ausfallen. 

Prof. Dr. Dirk Messner
(Deutsches Institut für Entwicklungspolitik)


Die Evolution und die Zukunft menschlicher Kooperation – Kann Global Governance im 21. Jahrhundert gelingen?


Wolfgang Ischinger, Präsident der Münchener Sicher­heits­konferenz, fürchtet, dass wir „in einer Ära des Welt­ordnungs­zerfalls“ leben. Transnationaler Terror, der Zerfall der MENA - Region, internationale Flüchtlingsbewegungen, Spannungen zwischen den alten Mächten des Westens und aufsteigenden Nationen wie China scheinen die internationale Politik zu überfordern. Zugleich wurden im September 2015 die neuen Globalen Nachhaltigkeitsziele (die SDGs / 2030 Agenda) von den Vereinten Nationen verabschiedet und im November 2015 gelang es, einen anspruchsvollen Welt­klima­vertrag abzuschließen. Wie passen diese Erosionen der internationalen Ordnung und gelingender Multilateralismus zusammen? Dirk Messner betrachtet diese Dynamiken aus der Perspektive sozialwissenschaftlicher Global Governance Theorien, aber auch durch die Brille der evolutionären Biologie, der Verhaltenswissenschaften und der evolutionären Anthropologie. Er beschreibt, wie menschliche Kooperation seit den Anfängen des homo sapiens in immer komplexeren Kontexten entstanden ist und an welchem Punkt wir am Anfang des 21. Jahrhunderts stehen. Kann globale Kooperation im Zeitalter globaler Interdependenzen gelingen? Der Vortrag basiert auf einer aktuellen Publikation: Dirk Messner/ Silke Weinlich (Hg.) (2016): Global Cooperation and the Human Factor in International Relations, New York.

Prof. Dr. Dirk Messner ist Direktor des Deutschen Instituts für Entwicklungspolitik (DIE) und Vorsitzender des Wissenschaftlichen Beirats der Bundesregierung für globale Umweltveränderungen. Er ist durch vielfältige Forschungs- Beratungs- und Lehrtätigkeit in Europa, Lateinamerika und Asien hervorgetreten. Er lehrt Politikwissenschaft an der Universität Duisburg-Essen.

Montag
09.05.2016
19.30 Uhr

 

Wolfgang-Paul-Saal

14. Joseph-Höffner-Vorlesung

Prof. Dr. Dr. Udo Di Fabio
Richter des Bundesverfassungsgerichts a.D.

Kulturelle Identität und Einwanderung

Einführung:
Prof. em. Dr. Dr. h.c. Lothar Roos

Diskussionsleitung:
Prof. Dr. Christian Hillgruber

Donnerstag
12.05.2016
19.30 Uhr

 

Wolfgang-Paul-Saal

Jubiläumskonzert zum 400. Todesjahr von William Shakespeare (1564 – 1616)

Ulrich Schütte (Bass-Bariton) und Trung Sam (Piano)

Shakespeare-Vertonungen von Franz Schubert, Roger Quilter und Gerald Finzi

Neben den bekannten Vertonungen von Shakespeare Sonetten und Liedern durch Haydn, Brahms, R. Strauss, Berlioz und Sibelius hat der unvergessene Musikschriftsteller Jonathan Carr auch die Beschäftigung mit weniger bekannten Komponisten empfohlen und dabei die entsprechenden Konzerte von Ulrich Schütte ausdrücklich gewürdigt. Er hätte sicher das Konzert von Ulrich Schütte und Trung Sam am 12.Mai 2016 besucht.

Ulrich Schütte studierte an der Musikhochschule Köln Gesang und wurde dort dann Dozent. Arbeit für Rundfunk und Fernsehen, Konzerttourneen, Lied und Oratorien, in USA, Brasilien, Zürich, Wien, Stockholm, Warschau, Krakau, Ulan Bator schlossen sich an. Die Winterreise mit Michael Gees.und mit Trung Sam haben viele Musikfreunde noch in sehr positiver Erinnerung.

Trung Sam, Dozent für Liedbegleitung und Vokalkorrepetition an den Musikschulen in Trossingen und Würzburg, gab europaweit Liederabende. Auszeichnungen: Liedbegleiter des Jahres 2007. Liedpreise mehrerer Bundesländer. Studio – und Life-Mitschnitte zahlreicher Radiosender.

Mittwoch
25.05.2016
19.30 Uhr

 

Schumpeter-Raum

Prof. Dr. Julia A. B. Hegewald
Professorin für Orientalische Kunstgeschichte, Leiterin Abteilung für Asiatische und Islamische Kunstgeschichte, Universität Bonn

Die Tempelarchitektur der Jaina Religionsgemeinschaft in Indien

Die Jainas bilden neben Hindus und Buddhisten eine der ältesten Religionsgemeinschaften in Indien. Diese zahlenmäßig relativ kleine Bevölkerungsgruppe entwickelte eine eigene Kultur (Religion, Baukunst, Philosophie etc.) und blickt heute auf über 2500 Jahre wechselvoller Geschichte zurück. Der Vortrag wird sich vorrangig mit der Tempelarchitektur der Jainas in Indien beschäftigen. Die Jainas entwickelten einen ausgeprägten Tempelritus, der ihre Bauten deutlich geprägt hat. Eigenheiten zeigen sich besonders in der Ausbildung von komplexen Raumfolgen und verschiedenen Nutzungsebenen, wodurch sich die Tempelbauten der Jainas klar von denen anderer indischer Religionsgruppen absetzten. Bisher wurden nur sowohl zeitlich, also auch regional stark begrenzte Untersuchungen durchgeführt, die ein vereinfachtes und bruchstückhaftes Bild der Ausbreitung und Wichtigkeit der jinistischen Bauten vermitteln. Der Vortrag wird sich auf Tempelbauten aus dem ganzen indischen Bereich beziehen und die Hintergründe der räumlichen und architektonischen Besonderheiten erläutern.

Prof. Dr. Julia A. B. Hegewald, geboren in Aachen; 1991-1994 Studium der asiatischen Kunstgeschichte und Sprachen an der School of Oriental and African Studies (SOAS), University of London; Auszeichnung bester BA-Abschluß an SOAS 1994; MA am Oriental Institute, Oxford; 1998 Promotion über Wasserarchitektur in Südasien an SOAS, University of London; 1998-2005 Research Fellow in Indian Architecture, University College, Oxford; 2005-2014 Leiterin einer Emmy Noether-Nachwuchsgruppe (DFG) zum Thema Jainismus in Karnataka; 2005-2007 wissenschaftliche Mitarbeiterin, Südasien Institut, Universität Heidelberg; 2007-2010 Reader in the Art and Architecture of South Asia, the Himalayas and Tibet, AHVS, The University of Manchester; 2008 Habilitation über Jaina Tempelarchitektur an der RWTH Aachen; 2009 ausgezeichnet mit der Distinguished Achievement Medal – Researcher of the Year 2009, The University of Manchester; 2010 ausgezeichnet mit dem Prix en études indiennes 2010 (Fondation Colette Caillat) des Institut de France, Paris; seit 2010 Professorin für Orientalische Kunstgeschichte und Leitung der Abteilung für Asiatische Kunstgeschichte am Institut für Orient- und Asienwissenschaften, Universität Bonn; Forschungsschwerpunkte: Kunst- und Baugeschichte Südasiens und des Himalayaraumes, Wasserarchitektur in Südasien, Jaina Kunst und Architektur, jinistische Kultur in Karnataka, Re-use Theorie, Städteplanung in Asien.

Dienstag
31.05.2016
19.30 Uhr

 

Schumpeter-Raum

Prof. Dr. Dr.h.c. Matthias Herdegen

Herausforderungen für das internationale Wirtschaftsrecht

Das internationale Handels- und Investitionsrecht dient nicht nur den zwischenstaatlichen Wirtschaftsbeziehungen. Es leistet auch einen wesentlichen Beitrag zur Rechts­staat­lich­keit und Transparenz staatlichen Handelns. Zugleich muss das internationale Wirtschaftsrecht die Förderung des internationalen Handelsrechts und von ausländischen Investitionen mit Gestaltungsspielräumen souveräner Staaten zum Ausgleich bringen. Dabei geht es insbesondere um Umwelt- und Gesundheitsschutz sowie soziale Standards. Diese Spannung steht hinter den Auseinandersetzungen um „mega-regionale“ Abkommen und die internationale Schiedsgerichtsbarkeit. Vor dem Hintergrund aktueller Auseinandersetzungen (TTIP) und einzelner Fälle (Vattenfall, Jukos) werden diese aktuellen Herausforderungen diskutiert.

Direktor des Instituts für Öffentliches Recht und Direktor des Instituts für Völkerrecht der Universität Bonn (1995), Mitglied des Zentrums für Europäisches Wirtschaftsrecht, Direktor am Lateinamerika-Zentrum der Universität Bonn, Direktor Center for International Security and Governance der Universität Bonn. Honorarprofessor an der Päpstlichen Universität Javeriana, Ehrenprofessor an der Universität Colegio Mayor de Nuestra Senora del Rosario, Bogotá. Mitglied im Human Rights Committee of the International Law Association , Mitglied im Beirat für Biodiversität und genetische Ressourcen des Bundes­landwirtschaftsministeriums. 200 Veröffentlichungen (Staatsrecht, Europarecht, Recht der Biotechnologie, darunter Principles of International Law, Oxford UP.

Juni

Mittwoch
08.06.2016
19.30 Uhr

 

Wolfgang-Paul-Saal

Prof. John Witte
(Emory University School of Law,
Center for the Study of Law and Religion, Atlanta)

Is Polygamy Next? Exploring the Frontiers of
Family Law in Europe and America

Now that same sex marriage is legal in much of the West, many think that the legalization of polygamy will be next. The first cases challenging the constitutionality of anti-polygamy laws have been filed in the United States, Canada, and Europe . The first rounds of public debate about the legality of polygamy have appeared in elite newspapers, journals, and blogs, with many writers favoring polygamy. The first wave of popular media portrayals of good polygamous families has now broken with shows like Big Love and Sister Wives stoking the cultural imagination and sympathy.

But the legalization of polygamy is neither inevitable nor advisable, I argue, despite the legalization of same sex marriage in many nations. Traditional Western prohibitions on same-sex relationships and many other sexual crimes were largely biblical in origin, and they have fallen aside as biblical faith and has waned and constitutional liberties have waxed. But the Western legal tradition’s prohibitions on polygamy were both pre-Christian in origin and post-Christian in operation, and now serve to enhance rather than erode constitutional liberties, especially those of women and children.

Because these legal arguments are so different, I submit, Western nations can responsibly hold the line against polygamy, even if they choose to accept same-sex marriage and its accompanying norms of sexual liberty, domestic autonomy, and nondiscrimination. I reject ideological arguments, pro and con, that anti polygamy laws are a form of traditional Christian morality. I reject slippery slope arguments, from the right and the left, that acceptance of same sex marriage must inevitably lead to acceptance of polygamous marriage. And I reject arguments from domestic and international sources that religious freedom norms command the accommodation, if not validation, of religious polygamists. The West may, and in my view should, politely say “No” to polygamy.

Einführung:
Prof. Dr. Mathias Schmoeckel
(Bürgerliches Recht und Deutsche Rechtsgeschichte, Bonn)

Samstag
11.06.2016
16.00 Uhr

 

Exkursion

 

Akademisches Kunstmuseum der Universität

Prof. Dr. Gisbert Knopp

Vom Anatomischen Theater zum Archäologischen Museum

Vortrag über die Geschichte und Baugeschichte des als Anatomisches Theater der Universität 1824 errichteten Gebäudes, das auf spektakuläre Weise 1879 Heimstatt der bedeutenden antiken Abguss-Sammlung der Universität und seiner antiken Münz­sammlung wird. Durch Erweiterungen 1884 und schließlich 1908 wird es zum Archäologischen Institut mit einer der größten Sammlungen antiker Originale und Abgüsse.

Prof. Dr. Gisbert Knopp: Geboren 1941 in Düsseldorf; Studium der Geschichte, Kunst­geschichte, Kath. Theologie, Philosophie in Bonn; 1968 Philo­lo­gi­sche Staatsprüfung; 1969 Magister Artium; 1972 Promotion zum Dr. phil.; 1970-1974 Wiss. Assistent und Lehrbeauftragter, Universität Bonn; seit 1974 beim Rheinischen Amt für Denkmalpflege, zunächst wiss. Referent in der Kunstdenkmälerinventarisation, seit 1986 Leiter der Abteilung Dokumentation und Bau­forschung, zuletzt Vize- Landeskonservator; seit 1987 Lehr­beauftragter für Christliche Kunstgeschichte und Denkmalpflege (Universität Bonn); 1992 Ernennung zum Honorarprofessor. Publikationsschwerpunkte: christliche Kunst, rheinische Geschichte und Kunstgeschichte, insbesondere Kur­kölns, Architektur des 19. und 20 Jahrhunderts, Denkmalpflege. Seit 2006 Beauftragter für Denkmalpflege und Kunstgut der Universität Bonn. 2007 Ernennung zum Ehrenbürger der Universität Bonn.

Führung:
Dr. Nele Schröder

Dr. Nele Schröder ist akademische Rätin und Kustodin des Aka­de­mischen. Kunstmuseums und hat sich u. a. mit Aufbau und Aufstellung von Abguss-Sammlung besonders beschäftigt – was uns bei der Besichtigung der Sammlung zugutekommen wird.

Dienstag
14.06.2016
18.00 Uhr

 

Wolfgang-Paul-Saal

Mitgliederversammlung

Im Anschluss an die Mitgliederversammlung veranstalten einige unserer Mitglieder ein Konzert mit Werken von Robert Schumann und Camille Saint-Saens. Diese Initiative engagierter Mitglieder und ihr interessantes Programm verdient unseren besonderen Dank.

Dienstag
14.06.2016
19.30 Uhr

 

Wolfgang-Paul-Saal

Konzert

  • Robert Schumann
    Drei Romanzen für Oboe und Klavier op. 94

  • Johann Sebastian Bach
    Sonate G-dur für Flöte und Klavier
    (nach BWV 1027und BWV 1039)

  • Camille Saint-Saens
    Sonate D-dur für Oboe und Klavier op. 166

Mitwirkende:
Monika Rietmüller – Flöte
Siegfried Borggrefe – Oboe
Wolfram Schött
– Klavier

Donnerstag
16.06.2016
Abfahrt 8.30 Uhr Brassertufer

Exkursion zur Nero-Ausstellung in Trier

Dienstag
21.06.2016
19.30 Uhr

 

Wolfgang-Paul-Saal

Prof. Dr. Dorothee Bartels
(Biochemie und Physiologie der Pflanzen)

Wasserknappheit und Welternährung: Kann die Pflanzenbiotechnologie zur Problemlösung beitragen?

Wasserknappheit ist einer der wichtigsten Faktoren, der zu Ernteeinbußen in der Landwirtschaft führt. Es ist vorausgesagt, dass Dürreperioden zunehmen. Ein sehr drängendes Problem in der Landwirtschaft ist die Bereitstellung von genügenden Ackerflächen bei zunehmender Weltbevölkerung. Dem stehen entgegen, dass große Flächen, häufig durch falsche Bewässerungstechniken, versalzen und dass aufgrund des Klimawandels Wassermangel der dominierende Faktor ist, der den Anbau von Nahrungsmittel liefernden Pflanzen einschränkt.. Daher ist es von hoher Priorität, Mechanismen aufzuklären, die zu Trockentoleranz in Pflanzen führen.

Die meisten höheren Pflanzen können keinen zellulären Wasserverlust unter ca. 80% – 70% überleben. Nur spezialisierte Organe wie Samen und Pollen sind austrocknungstolerant. Eine Ausnahme stellen die Wiederauferstehungs- oder Resurrection-Pflanzen dar, die bei uns untersucht werden. Grundlagenforschung an Wiederauferstehungspflanzen kann dazu beitragen, Anpassungsstrategien von Pflanzen an Wassermangel zu verstehen und Potentiale aufzuzeigen, wie Pflanzen mit verbesserter Wassernutzungseffizienz erzeugt werden können.

Nach der Promotion an der TU Hannover und einem längeren Aufenthalt an einem Forschungsinstitut in Cambridge, UK, arbeitete sie am Max Planck Institut in Köln und wurde 1993 an der Universität Hannover habilitiert für das Fach Botanik. 1997 wurde sie auf eine Professur an der Universität Bonn berufen. Von 2001 bis 2003 hatte sie einen Lehrstuhl an der Freien Universität Amsterdam, bis sie 2003 einen Lehrstuhl für Physiologie und Biochemie der Pflanzen an der Universität Bonn übernahm. Die Arbeitsschwerpunkte sind die molekulare Stressphysiologie bei Pflanzen insbesondere trockentoleranten Pflanzen, Genexpression und Signaltransduktion bei Wasserstress. Sie ist Herausgeberin einer internationalen Fachzeitschrift, seit 2001 EMBO Mitglied und seit 2010 Mitglied der Akademie zu Mainz.

Montag
27.06.2016
19.30 Uhr

 

Wolfgang-Paul-Saal

Prof. Dr. Christian Weinheimer
(Universität Münster, Institut für Kernphysik)

Wandelbare Geisterteilchen:
Entdeckung der Neutrinooszillationen und die Suche
nach Neutrinomassen

Mit dem Nobelpreis Physik 2015 an Takaaki Kajita und Arthur B. McDonald wurde die Entdeckung sehr interessanter Neutrinoeigenschaften mit den Experimenten Super-Kamiokande und SNO geehrt.

Neutrinos einer Sorte, z. B. Elektronneutrinos, die durch Kernfusion in der Sonne entstehen, wandeln sich auf ihrem Weg zur Erde in eine andere Sorte, z. B. Myon- oder Tauneutrinos, um. Das hat wichtige Konsequenzen: Neutrinos besitzen entgegen früherer Annahmen doch eine wenn auch sehr kleine Masse, was nicht nur für die Teilchenphysik sehr wichtig ist, sondern auch für die Astrophysik und Kosmologie. Wie groß die Neutrinomassen sind, ist nachwievor ungeklärt. Das kurz vor dem Messbeginn stehende KATRIN-Experiment soll diese Frage klären. In dem Vortrag wird die Entdeckung der Neutrinooszillation mit atmosphärischen und solaren Neutrinos präsentiert und ein Ausblick auf das KATRIN-Experiment gegeben.

1995 und 1996 Tätigkeit am CERN. 2000 Habilitation Universität Mainz. 2001 Helmholtz-Preis & C3 Bonn. 2004 C4 Münster. Seit 2001 einer der beiden Sprecher des KATRIN-Experiments. Seit 2009 beteiligt an Xenon100/1T zur Suche nach dunkler Materie im italienischen Untergrundlabor LNGS.

Mittwoch
29.06.2016
19.30 Uhr

 

Wolfgang-Paul-Saal

Sommerliches Konzert

Das sommerliche Konzert, das wir schon seit einer Reihe von Jahren in Kooperation mit dem Verein der Opernfreunde veranstalten und zu dem wir traditionell auch die Mitglieder des Kulturausschuss einladen, erfreut sich allgemeiner Beliebtheit. Deshalb ist frühzeitige Anmeldung bei unserer Geschäftsführerin ratsam.

Nach der Einführung durch den Vorsitzenden des Uniclubs führt Herr Ferdinand Kösters, der Vorsitzende des Vereins der Opernfreunde, durch das Programm. Folgende Solisten der Oper Bonn bieten Ausschnitte aus dem aktuellen Programm:

Sumi Hwang – Sopran
Susanne Blattert – Mezzosopran
Johannes Mertes – Tenor
Aris Argiris –Bariton
Martin Tzonev –Bass
Begleiter am Klavier ist Christopher Arpin.

Juli

Mittwoch
06.07.2016
19.30 Uhr

 

Schumpeter-Raum

Privatdozent Dr. Ernst-Heinrich Helfgen
(Oberarzt, Zahnklinik)

Alfred Kantorowicz – Ein Leben für die Zahlheilkunde

Professor Alfred Kantorowicz war von 1918 bis 1933 zunächst Dozent, später Direktor des Zahnärztlichen Instituts der Universität Bonn. Er erreichte im Jahre 1926 die Umwandlung der Klinik vom privaten Institut zur staatlichen Einrichtung. Sein eifriges Wirken auf allen wissenschaftlichen Gebieten der Zahnmedizin verschaffte der Zahnklinik internationales Renommée. Er engagierte sich beispielsweise auf dem Gebiet der Kariesfrüherkennung durch Etablierung des sogen. „Bonner Schulzahnpflegesystems“ und war mitverantwortlich für die Umwandlung des Faches Kieferorthopädie in eine Versorgungsdisziplin für alle Bevölkerungsschichten. Seinem regen Schaffen wurde aufgrund seiner jüdischen Herkunft durch das nationalsozialistische Regime ein jähes Ende bereitet. Professor Kantorowicz musste Ende 1933 in die Türkei emigrieren, wo er an der Universität Istanbul dem zahnärztlichen Institut mitteleuropäischen Standard geben konnte. 1950 kehrte er nach Deutschland zurück und hinterließ mit seinem Tode im Jahre 1962 das umfassende Lebenswerk eines großen Wissenschaftlers und Hochschullehrers.

Priv.-Dozent Dr. med. dent. Ernst-Heinrich Helfgen. Seit 1995 klinischer Oberarzt der Poliklinik für Zahnärztliche Prothetik des Universitätsklinikums Bonn. 1998 Förderpreis der Arbeitsgemeinschaft für Funktionsdiagnostik in DGZMK. 1999 Habilitation. 2001 Festrede zur Einweihung des Kantorowicz-Hörsaals der Zahnklinik. Seit 2002 Leiter der Röntgenabteilung des Zentrums für Zahn-, Mund- und Kieferheilkunde Bonn. Seit 2007 Leiter der Gustav-Korkhaus-Sammlung des Zentrums..

Dienstag
12.07.2016
19.30 Uhr

 

Schumpeter-Raum

Dekan Prof. Dr. Andreas Bartels
(Wissenschafts- und Naturphilosophie)

Was ist Verursachung?
Philosophische Theorien der Kausalität

Kausale Begriffe sind im Alltagsdenken und in der Wissenschaft allgegenwärtig. Wir sprechen von den Ursachen eines Herzinfarkts, den Folgen einer politischen Entscheidung, dem Einfluss, den ein plötzlicher Gedanke auf unser Handeln hatte. Die Intuitionen, die uns dabei leiten, sind selten präzise. Um eine Präzisierung kausaler Intuitionen und die Beseitigung irreführender Assoziationen geht es in philosophischen Theorien der Kausalität. In der neueren Kausalitätsdebatte zeichnet sich ab, dass keine dieser Theorien allein in der Lage ist, alle plausiblen Verwendungen kausaler Begriffe verständlich zu machen. Während Prozess-Theorien in der Physik adäquat erscheinen, lassen sich Anwendungsfälle wie mentale Verursachung besser mit einer kontrafaktischen Theorie der Verursachung verstehen. Dies wirft die Frage nach der Einheit kausaler Begriffe auf. Müssen wir von der Vorstellung Abschied nehmen, dass die Natur eine fundamentale kausale Struktur besitzt?

Prof. Dr. Andreas Bartels ist seit 2000 Professor für Wissenschaftstheorie und Naturphilosophie am Institut für Philosophie der Universität Bonn. Nach dem Studium der Mathematik, Physik und Philosophie wurde er in Gießen mit einer Arbeit zur Kausalität in der Allgemeinen Relativitätstheorie promoviert (1984). 1992 Habilitation über Begriffsbildung in der Physik. Nach Fellowship am Center for Philosophy of Science in Pittsburgh und verschiedenen Vertretungsprofessuren 1997 Professur für Wissenschaftstheorie und Philosophie der Technik an der Universität Paderborn. Von 2005 bis 2011 Leitung eines Forschungsprojektes der VolkswagenStiftung zur Philosophie der Kognition („Wissen und Können“). Seit 2014 Dekan der Philosophischen Fakultät der Universität Bonn.

Freitag
15.07.2016
18.00 Uhr

Prof. Dr. Maximilian Weigend, Dr. Wolfram Lobin

Führung durch den Botanischen Garten

Dienstag
19.07.2016
19.30 Uhr

 

Wolfgang-Paul-Saal

Prof. Dr. rer. nat. Brigitte Schmitz

Entwicklungszusammenarbeit im Ruhestand:
Etablierung des Biochemiepraktikums für Studierende der Medizin an Universitäten im Kongo

Transnationale Partnerschaften mit Entwicklungsländern im Schul- und Hochschulbereich tragen zu einer nachhaltigen Verbesserung der ökonomischen, sozialen und politischen Situation in Entwicklungsländern bei. Diese Art der Zusammenarbeit wird nicht nur von internationalen Organisationen wie UN, World Bank und UNESCO oder durch offizielle staatliche Beziehungen gefördert, sondern entsteht auch auf bi- oder multilateraler Ebene zwischen Personen und Institutionen. Ein konkretes Beispiel stellt meine hier beschriebene Zusammenarbeit mit jungen Universitäten der Demokratischen Republik Kongo dar.

Brigitte Schmitz, Prof. Dr. rer. nat.; nach dem Chemiestudium Promotion und Habilitation (1988) am Institut für Physiologische Chemie der Universität Bonn. Wiss. Assistentin an der Universität Cambridge/U.K., der Universität Heidelberg und wiss. Adjunktin an der ETH Zürich. C3 Professorin für Biochemie an der Landwirtschaftlichen Fakultät der Universität Bonn.

Dienstag
26.07.2016
19.30 Uhr

 

Wolfgang-Paul-Saal

Prof. Dr. Elke Brüggen
(Institut für Germanistik, Vergleichende Literatur- und Kulturwissenschaft)

Wolframs von Eschenbach Parzival

ein maere wil ich iu niuwen, daz seit von grôzen triuwen ...

Eine neue zweisprachige Ausgabe des „Parzival“
Der „Parzival“ Wolframs von Eschenbach, zu Beginn des 13. Jahrhunderts entstanden und in über 80 Handschriften überliefert, gilt als ein Werk von weltliterarischem Rang. Seine Übersetzung stellt eine Herausforderung dar, was in einem Werkstattbericht über eine neue zweisprachige „Parzival”-Ausgabe (mit einer Neuübersetzung und mit Erläuterungen) gezeigt werden soll.

Elke Brüggen studierte Deutsch, Englisch, Theater-, Film- und Fernsehwissenschaft, Kunstgeschichte an der Universität zu Köln. Sie wurde in Germanistik mit einer Arbeit zu dem Thema „Kleidung und Mode in der höfischen Epik des 12. und 13. Jahrhunderts“ promoviert und habilitierte sich in Deutscher Philologie (Thema „Laienunterweisung. Untersuchungen zur deutschsprachigen weltlichen Lehrdichtung des 12. und 13. Jahrhunderts“. C4-Professorin für Ältere Germanistik (mit besonderer Berücksichtigung der deutschen Literatur des Mittelalters) an der Universität Bonn.

Donnerstag
28.07.2016

 

Abfahrt 10.00 Brassertufer

Exkursion Wasserschloss Ehreshoven im Aggertal

Ursprünglich Lehen der Abtei Siegburg, kam im 14. Jhdt. in den Besitz der Familie von Nesselrode und ist heute adeliges Damenstift. Die zweiteilige Barock-Anlage mit einem, dreiflügeligen Herrenhaus auf einer durch Graben getrennten. Insel ist der wohl prächtigste Adelsitz im Oberbergischen (nach Dehio) beherbergt das Adelsarchiv.

Oktober

Dienstag
11.10.2016
19.30 Uhr

 

Wolfgang-Paul- Saal

Prof. Dr. Philipp Theisohn
(Zürich)

Bürgerlichkeit im Wandel:
Theodor Storm und Thomas Mann

In Zusammenarbeit mit der Thomas Mann Gesellschaft

Lebenslang hat Thomas Mann das Werk von Theodor Storm geschätzt und mit der Anmerkung „Er ist ein Meister, er bleibt“ hohen Respekt bekundet; die stormschen Novellen beinhalten Reflexionen, die sich bei Thomas Mann wiederfinden: Das geschieht insbesondere in vergleichbaren Rückblicken und im Vorausdenken einer Bürgerlichkeit, die ein Künstlersein einerseits begründet, andererseits von ihm in Frage gestellt wird. Dargestellt wird, was diese Bourgeois-Poetik beider Autoren an Gemeinsamkeiten hat und welche Brüche jeweils bemerkenswert sind; schließlich wird deutlich, inwieweit (u. a. anhand des Mann`schen „Storm - Essay“ von 1930) Grundlagen eines „politischen Wandels“ bei Thomas Mann festgemacht werden können.

Prof. Dr. Philipp Theisohn lehrt Neuere deutsche Literaturwissenschaft am Deutschen Seminar der Universität Zürich und ist zugleich Präsident der Theodor Storm-Gesellschaft. Zu seinen bekanntesten Veröffentlichungen zählen „Die kommende Dichtung. Geschichte des literarischen Orakels 1450 - 2050“ (2012); „Literarisches Eigentum. Zur Ethik geistiger Arbeit im digitalen Zeitalter“ (2012); „Plagiat. Eine unoriginelle Literaturgeschichte“ (2009); „Die Urbarkeit der Zeichen. Zionismus und Literatur – eine andere Poetik der Moderne“ (2005). Daneben zahlreiche Veröffentlichungen zur deutschsprachigen und europäischen Literaturgeschichte vom 13. bis zum 21. Jahrhundert.

Donnerstag
13.10.2016
Exkursion


Abfahrt 9.15 Uhr
ab Uniclub
(nicht Brassertufer)

Exkursion Köln

Die Tagestour nach Köln beginnt mit dem Besuch von zwei der bedeutenden, aber weniger bekannten romanischen Kirchen, St. Kunibert und St. Ursula, Führung Frau Prof. Dr. Hiltrud Kier (u. a. bekannt durch ihr Buch „Die Romanischen Kirchen in Köln“. (J. P. Bachem, 2014) . Der Nachmittag ist Oswald Mathias Ungers (1926 - 2007), dem Erbauer des Uniclubs, gewidmet, der - wie die meisten von Ihnen wissen- ein international berühmter Architekt und Architektur-Professor war. Wir besuchen das Ungers-Archiv und das Haus von Oswald Mathias Ungers mit einer Führung durch seinen jetzigen Besitzer, Prof. Dr. Reiner Speck.

Dienstag
18.10.2016
16.15 Uhr


Aula der Universität

Eröffnung des akademischen Jahres in der Aula der Universität

Mittwoch
19.10.2016
18.00 Uhr

 

Wolfgang-Paul-Saal

Eröffnung der Ausstellung
Siegfried Firla

Grußwort:
Prof. Dr. Lothar Hönnighausen

Einführung:
Christina zu Mecklenburg

Montag
24.10.2016
19.30 Uhr

 

Wolfgang-Paul-Saal

Prof. Emma Smith
(Hertford College)

Unser Shakespeare: The First Folio in Germany

Einführung: Prof. Dr. Christa Jansohn

Die Veranstaltung findet In Zusammenarbeit mit der Deutsch-Britischen Gesellschaft statt.

This lecture revisits the significance of the first collected edition of Shakespeare’s plays, the 1623 Folio. Advertised at the Frankfurt book fair in 1622 and 1623, this monumental publication established Shakespeare’s lasting reputation – ensuring, in the words of Ben Jonson, that Shakespeare would be „not for an age, but for all time”. The circulation of copies of the First Folio, in England and across the world, shadows the development of Shakespeare studies: individual First Folios show the importance of this book to the theatre, to editing, and to criticism, as well as to Shakespeare’s cultural (and economic) value. New research in American libraries allows us to develop the history of the First Folio in Germany, establishing an important and influential copy in Germany in the mid-eighteenth century, a hundred years before a copy was given to the Royal Library in Berlin, and two hundred years before the universities of Köln and Stuttgart acquired their First Folios in the 1960s. Discussing these specific First Folios, we can trace their impact on almost three hundred years of Anglo-German cultural relations, and on the scholarly, performance, and literary tradition of Shakespeare in Germany.

Emma Smith is Professor of Shakespeare Studies at the University of Oxford and Fellow and Tutor in English at Hertford College. She has published widely on Shakespeare, including, on The Making of the First Folio (Bodleian Libraries Publishing, 2015) and Shakespeare’s First Folio: Four Centuries of an Iconic Book (Oxford University Press, 2016). She has lectured widely on specific copies of the First Folio, from New Zealand to Buffalo NY. Her lectures are available as free podcasts from iTunesU.

November

Mittwoch
02.11.2016
18.30 Uhr

 

Wolfgang-Paul-Saal

Hirzebruch-Vorlesung

Prof. Dr. Günter M. Ziegler
(Freie Universität Berlin)

Cannons at Sparrows

Die Veranstaltung findet in Zusammenarbeit mit den mathematischen Instituten statt.


Organisation:
Dr. Christian Blohmann

(Max-Planck-Institut für Mathematik)

The story told in this lecture starts with an innocuous little geometry problem, posed in a September 2006 blog entry by R. Nandakumar, an engineer from Calcutta, India: „Can you cut every polygon into a prescribed number of convex pieces that have equal area and equal perimeter?“ This little problem is a „sparrow“, tantalizing, not as easy as one could perhaps expect, and Recreational Mathematics: of no practical use.

I will sketch, however, how this little problem connects to very serious mathematics, including Computational Geometry: For the modelling of this problem we employ insights from a key area of Applied Mathematics, the Theory of Optimal Transportation, which leads to weighted Voronoi diagrams with prescribed areas. This will set up the stage for application of a major tool from Very Pure Mathematics, known as Equivariant Obstruction Theory. This is a „cannon“, and we‘ll have fun with shooting it at the sparrow.
On the way to a solution, I will try to illustrate the workings of Equivariant Obstruction Theory in a slide show. Combinatorial properties of the permutahedron turn out to be essential. These will, at the end of the story, lead us back to India, with some time travel 100 years into the past: For the last step in our (partial) solution of the sparrows problem we need a simple divisibility property for the numbers in Pascal’s triangle, which was first observed by Balak Ram, in Madras 1909.

But even if the existence problem is solved, the Computational Geometry problem is not: If the solution exists, how do you find one? This problem will be left to you. Instead, I will comment on the strained relationship between cannons and sparrows, and to this avail quote a poem by Hans Magnus Enzensberger.

Günter M. Ziegler is a professor of mathematics at Freie Universität Berlin. His current work connects combinatorics and discrete geometry (especially polytopes) with topology (in particular configuration spaces). His honours include a Leibniz Prize (2001), the MAA Chauvenet Prize (2004), and the 2008 Communicator Award, as well as an ERC Advanced Grant (2010–2015). He presented invited lectures at the ICMs in Beijing (2002), Hyderabad (2016) and Seoul (2014). From 2006 to 2008, he was President of the German Mathematical Society. He is a member of the Executive Board of the Berlin-Brandenburg Academy of Sciences and a member of the Senate of the German Science Foundation.

Dienstag
08.11.2016
19.30 Uhr

 

Schumpeter-Raum

Dr. Rüdiger v. Tiedemann
(Komparatistik)

Die letzte Fahrt des Odysseus – Wandel eines Motivs
(Dante, Tennyson, Pascoli und Primo Levi)

Die kurze Erzählung des Odysseus von seiner letzten Fahrt - eine Geschichte von Wagemut, Wissensdurst und Untergang - gehört zu den bekanntesten und meist diskutierten Episoden in Dantes Inferno. Der Vortrag beabsichtigt keine neue Interpretation, sondern möchte nach einer einführenden Erläuterung des Kontexts zunächst den rezeptionsgeschichtlichen Hintergrund der Rede in Canto 26 sowie ihre Affinität zum frühen Humanismus erörtern. Ebenso bemerkenswert ist die erst mit erheblichem zeitlichem Abstand einsetzende Adaption des von Dante in die Literatur eingeführten Motivs einer letzten Fahrt des homerischen Helden. Mit ihr beschäftigt sich der zweite Teil des Vortrags anhand von Tennysons Gedicht Ulysses (1842), Giovanni Pascolis Verserzählung L’ultimo viaggio (1904) und Primo Levis Auschwitz-Bericht Se questo è un uomo (1947). Trotz der Unterschiede in der situativen und formalen Gestaltung sowie in der thematischen Akzentuierung des Motivs fungiert es in allen Texten als Kristallisationspunkt einer Deutung menschlicher Existenz.

Dr. Rüdiger von Tiedemann, geb.1944, Studium der Vergleichenden Literaturwissenschaft, Germanistik und Anglistik an den Universitäten Mainz, East Anglia (Norwich) und Bonn. Nach der Promotion 1974 wiss. Assistent am Lehrstuhl für Vergleichende Literaturwissenschaft in Bonn. 1978-1991 Redaktion von arcadia. Zs. Für Vergl. Litwiss. Von 1984 bis zur Pensionierung 2009 Lehrtätigkeit als wiss. Mitarbeiter in den Fächern Komparatistik und Germanistik an der Universität Bonn.

Dienstag
15.11.2016
15.00 Uhr Exkursion

 

Kunstmuseum

Ausstellung Thomas Huber

Führung: Prof. Dr. Stephan Berg
(Intendant des Kunstmuseums Bonn)

Wie Sie vielleicht wissen, findet zur Zeit im Kunstmuseum Bonn die Ausstellung des bekannten Schweizer Künstlers Thomas Huber statt. Da es sich um ein bemerkenswertes Ereignis handelt laden wir Sie herzlich ein, mit uns diese Ausstellung zu besuchen. Was die Arbeiten von Thomas Huber so bemerkenswert macht, ist sowohl die thematische Konzeption, die Auseinandersetzung mit Grundfragen der künstlerischen Wahrnehmung und Gestaltung des Raumes, wie die meisterhafte malerische Umsetzung dieser Thematik.

Zu meiner großen Freude hat sich Prof. Stephan Berg, der die Ausstellung selbst kuratiert hat, bereit erklärt, den Uniclub durch die Ausstellung zu führen. Melden Sie sich möglichst bald bei Frau Müller an (Wir brauchen nur den üblichen Gruppeneintritt zu bezahlen, da Prof. Berg für den Uniclub die Führung kostenlos macht.)

Mittwoch
16.11.2016
19.30 Uhr

 

Schumpeter-Raum

Prof. Dr. Frank Decker
(Politische Wissenschaft)

Sinkende Wahlbeteiligung – Krise der Demokratie

Die Wahlbeteiligung in der Bundesrepublik ist seit nunmehr drei Jahrzehnten auf allen Ebenen des politischen Systems kontinuierlich rückläufig. Gleichzeitig hat sich die soziale Schere des Wählens immer weiter geöffnet, indem vor allem Angehörige aus den unteren Schichten den Wahlen fernbleiben. In dem Vortrag soll gezeigt werden, was diese Entwicklung für die Demokratie im Allgemeinen und deren repräsentative Qualität im Besonderen bedeutet. Muss sie als Krisen- oder Alarmzeichen interpretiert werden oder stellt sie nach der „Goldenen Ära“ der demokratischen Stabilität in den fünfziger und sechziger Jahren eher eine Normalisierung dar? Gefragt werden soll auch, ob und in welcher Form der rückläufigen Wahlbeteiligung durch institutionelle Maßnahmen begegnet werden kann (Wahlpflicht, Reformen des Wahlsystems, Absenkung des Wahlalters, neue Orte und Formen der Stimmabgabe, Zusammenlegung von Wahlen).

Frank Decker, geb. 1964 in Montabaur, Dr. rer. pol., Dipl.-Pol. Von 1983 bis 1988 Studium der Politikwissenschaft, Volkswirtschaftslehre, Publizistik und des Öffentlichen Rechts an den Universitäten Mainz und Hamburg. Von 1989 bis 2001 Wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für Politikwissenschaft der Helmut Schmidt-Universität Hamburg. 1993 Promotion, 1999 Habilitation. Seit 2001 Professor für Politische Wissenschaft an der Rheinischen Friedrich Wilhelms-Universität Bonn mit dem Schwerpunkt Regierungslehre. Seit 2011 Wissenschaftlicher Leiter der Bonner Akademie für Forschung und Lehre praktischer Politik (BAPP).

Forschungsschwerpunkte: Demokratiereform, Regierungs­systemvergleich, Parteien, Rechtspopulismus.

Neueste Buchveröffentlichungen: Der Irrweg der Volks­gesetz­gebung, Bonn 2016; Parteiendemokratie im Wandel, Baden-Baden 2016; Rechtspopulismus und Rechtsextremismus in Europa, Baden-Baden 2015 (hgg. zus. mit Bernd Henningsen und Kjetil Jakobsen).

Mittwoch
23.11.2016
19.30 Uhr

 

Schumpeter-Raum

Prof. Dr. Winfried Schenk
(Historische Geographie, Geographisches Institut der Universität Bonn)

Kulturlandschaften als Weltkulturerbe

Die UNESCO verleiht den Titel Welterbe (Weltkulturerbe und Weltnaturerbe) an Stätten, die aufgrund ihrer Einzigartigkeit, Authentizität und Integrität weltbedeutend sind und von den Staaten, in denen sie liegen, für den Titel vorgeschlagen werden. Der Titel beruht auf der von 190 Staaten und Gebieten ratifizierten Welterbekonvention von 1972. Zum Juli 2015 waren 1031 Stätten in die Liste der Welterbeliste eingetragen. Damit ist das die erfolgreichste Initiative der UNESCO, gleichzeitig wird aber Kritik an einer inflationären Vergabe dieses Prädikats laut.

Winfried Schenk, seit 2001 Professor für Historische Geographie am Geographischen Institut der Universität Bonn referiert allgemein über das Konzept des Welterbes und greift dabei auf seine Erfahrungen als Mitglied einer Kommission zurück, die die letzte Vorschlagsliste zum Weltkulturerbe für Deutschland im Auftrag der der Kultusministerkonferenz erarbeitete. Dabei wurden auch einige Kulturlandschaften vorgeschlagen, da sie auf der Welterbeliste unterrepräsentiert sind; mit dem Mittelrheintal liegt eine solche Welterbelandschaft gleichsam vor der Türe Bonns. (1988 Promotion zum Dr. rer. nat. über das Thema „Mainfränkische Kulturlandschaft unter klösterlicher Herrschaft. Die Zisterzienserabtei Ebrach als raumwirksame Institution vom 16. Jh. bis 1803“, 1993 Abschluss des Habilitationsverfahrens an der Fakultät für Geowissenschaften der Universität Würzburg mit der Arbeit „Waldnutzung, Waldzustand und regionale Entwicklung in vorindustrieller Zeit im mittleren Deutschland“ ,1996 - 2001 Professor für Anthropogeographie und Landeskunde Südwestdeutschlands an der Universität Tübingen.

Dienstag
29.11.2016
19.30 Uhr

 

Wolfgang-Paul-Saal

Prof. Dr. Lothar Hönnighausen
(Anglistik, Nordamerikastudien)

Die erste große amerikanische Dichterin:
Emily Dickinson (1830 – 1886)

Emily Dickinson, heute nach einhelliger Meinung der internationalen Literaturkritik wie der amerikanistischen Fachwelt eine der großen amerikanischen Dichterinnen, war zu ihrer Zeit völlig unbekannt. Selbst im Familien- und Freundeskreis in Amherst kannte man nur ihren schönen Garten, ihre Backkunst und ihre herzlichen Briefe, nicht ihre Gedichte.

I’m Nobody! Who are you?
Are you – Nobody – too?
Then there’s a pair of us!
Dont tell! They’d banish us – you know!

Bezeichnenderweise wurde ihre künstlerische Bedeutung erst in den fünfziger Jahren des 20. Jahrhunderts erkannt, die auch die klugen Gedichte der „Metaphysical Poets“ des 17. Jahrhunderts wiederentdeckten. Der Vortrag sucht Emily Dickinsons erstaunliche Reichweite anzudeuten - von der Plastizität ihrer Naturdarstellung bis zur meditativen Tiefe ihrer kurzen Gedichte.

Lothar Hönnighausen hatte bis 2001 einen Lehrstuhl für Anglistik/Amerikanistik an der Universität Bonn inne, er gründete das interdisziplinäre Nordamerikaprogramm und war Vorsitzender des Uniclubs.

Dezember

Montag
05.12.2016
18.00 Uhr

 

Wolfgang-Paul-Saal

Mitgliederversammlung

 

Donnerstag
08.12.2016
19.30 Uhr

 

Wolfgang-Paul-Saal

Prof. Dr. Harald Fritzsch

Naturkonstanten und ihre Variation in Zeit und Raum

In der Standard-Theorie der Teilchenphysik gibt es 28 Naturkonstanten. Einige dieser Konstanten sind dimensionslose Parameter, etwa die Feinstrukturkonstante. Die meisten Konstanten aber sind Massen, wie zum Beispiel die Masse des Elektrons. Bisher war es nicht möglich, die numerischen Werte dieser Konstanten aus der Theorie abzuleiten. Experimente in der Astrophysik deuten darauf hin, dass die Feinstrukturkonstante und die QCD - Skala von der Zeit abhängen. Die Massen der Atomkerne wären dann also nicht konstant. Experimente der Quantenoptik können diese Effekte messen.

Harald Fritzsch, geboren 1943 in Zwickau, Physikstudium in Leipzig, Promotion in München, 1972 bis 1976 Fakultätsmitglied des Caltech in Pasadena. 1977/78 Professor an der Universität Wuppertal, 1978 bis 1980 Ordinarius für theoretische Physik an der Universität Bern, seit 1980 Professor für theoretische Physik an der Universität München und Gastprofessor am Max-Planck-Institut für Physik und Astrophysik in München; Gastprofessor am CERN, Genf und am California Institute of Technology, Pasadena. Er wurde 1994 mit der Medalie für Naturwissenschaftliche Publizistik der Deutschen Physikalischen Gesellschaft ausgezeichnet. 2008 erhielt er die Dirac Medal der Universität von New South Wales. Die Universität Leipzig verlieh ihm 2013 die Ehrendoktorwürde. Von 2002 bis 2004 war er Präsident der Gesellschaft Deutscher Naturforscher und Ärzte. Er veröffentlichte zahlreiche erfolgreiche Sachbücher wie z. B. „Quarks“, „Vom Urknall zum Zerfall“, „Eine Formel verändert die Welt“, „Die verbogene Raum-Zeit“, „Das absolut Unveränderliche“, „Elementarteilchen“, „Materie in Raum und Zeit“, „Sie Irren, Einstein!“, „Mikrokosmos“, „Quantenfeldtheorie“, sowie seine Erinnerungen „Flucht aus Leipzig“.

Dienstag
13.12.2016
15.30 - 17.30 Uhr

 

Exkursion

Professor Dr. med. Dr. h.c. mult. Horst Stoeckel

Führung durch das Horst-Stoeckel-Museum für die Geschichte der Anästhesiologie

Das Museum, von dem emeritierten Prof. Dr. med. Dr. h. c. mult. Horst Stoeckel gegründet, wurde im Oktober 2000 eröffnet und dokumentiert über 150 Jahre Medizingeschichte in einer der umfangreichsten Sammlungen auf dem europäischen Kontinent und ist inzwischen eines von vier Museen seiner Art weltweit.

Durch zahlreiche Exponate aus den Bereichen Anästhesie, Notfallmedizin und Intensivmedizin sowie einen kompletten Operationsraum aus dem Jahre 1930 werden die
internationalem Hintergrund aufgezeigt.

Eine Fachbibliothek, deren Sammelperiode die Zeit von der Entdeckung der Äthernarkose im Jahre 1846 bis zur Gegenwart umfasst, rundet die Ausstellung zur Geschichte der Anästhesiologie ab.

Dienstag
13.12.2016
19.30 Uhr

 

Wolfgang-Paul-Saal

Prof. Dr med. Bernd Urban
(Experimentelle Anästhesiologie, PhD, Cambridge)

Narkose: Immer sicherer und doch Enigma?

Der Jahrtausende alte Menschheitstraum vom schmerzfreien Operieren wurde 1846 wahr und hat die Medizin revolutioniert. Obwohl seitdem Anästhesieverfahren immer sicherer geworden sind und für gesunde Menschen ein Anästhesierestrisiko kaum mehr nachweisbar ist, bleibt die Funktionsweise der Narkose bis heute Enigma. Warum das so ist, warum Narkose erst so spät erfunden wurde und was uns Erkenntnisse der Narkoseforschung über die Komplexität möglicher medizinischer Einsichten in die Funktionsweise menschlicher Organismen verrät, wird Thema des heutigen Vortrags sein.

Bernd W. Urban (Dipl.-Phys, PhD Cambridge) hat an den Universitäten Karlsruhe und Sussex University (GB) von 1969-1974 Physik studiert, 1978 am Physiological Laboratory der Universität Cambridge (GB) promoviert, war danach als wissenschaftlicher Assistent dort und ab 1980 an der University of Denver Health Sciences Center tätig. 1982 Doppelberufung an das Department of Anesthesiology und an das Department of Physiology and Biophysics des Cornell University Medical College in New York City zunächst als Assistenzprofessor und dann als Associate Professor, bzw. als Adjunct Associate Professor nach Rufannahme 1989 auf eine Professur für Experimentelle Anästhesie an die Medizinische Fakultät der Universität Bonn. Ende September 2015 als Beamter in den Ruhestand versetzt bei Weiterarbeit in Forschung und Mentoring.

Freitag
16.12.2016
16.00 Uhr

 

Schlosskirche

Vorweihnachtliches Orgel-Konzert in der Schlosskirche

Organist:
Miguel Prestia

Einführung:
Prof. Dr. Reinhard Schmidt-Rost

Im Anschluss an das Konzert in der Schlosskirche (ca. 17.30 Uhr) treffen wir uns in dem gegenüberliegenden FAZ-Café, das dann für uns reserviert ist, zu einer adventlichen Teestunde.