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Veranstaltungsarchiv

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Januar | Februar | März | April | Mai | Juni | Juli | August | September | Oktober | November | Dezember

Januar

Sonntag
15.01.2017
11.00 Uhr

Neujahrsempfang


Dienstag
24.01.2017
19.30 Uhr

 

Wolfgang-Paul-Saal

In Kooperation mit der Philosophischen Fakultät der
Universität Bonn

O still! Lass mich der Stimme lauschen …
Ein Gesprächskonzert zum Kunstgesang in der Oper

Gesang: Alexandra von der Weth
Klavier: Roland Techet
Moderation: Dr. Stefan Plasa

Gemeinsam mit der Düsseldorfer Sopranistin Alexandra von der Weth und dem Kölner Dirigenten und Pianisten Roland Techet erkundet Stefan Plasa die „Geheimnisse“ des Operngesangs. Wie entfaltet sich der Eros der menschlichen Stimme? Was ist stimmliche Klangästhetik? Was sind die technischen und künstlerischen Anforderungen des Kunstgesangs in der Oper? Was sind typische Gefahren und Fehler des Operngesangs? Wie funktioniert die Erarbeitung von Partien und Werken? Wie müssen Sängerinnen und Sänger mit dem Dirigenten kommunizieren? Wie entstehen Stimmkrisen und wie können sie überwunden werden? Wie sehen die heutigen Mängel und Potentiale des deutschen und internationalen Opernbetriebs aus (mit besonderem Blick auf die Sängerkarrieren)? Diesen und weiteren Fragen versuchen die Mitwirkenden nachzugehen. Alexandra von der Weth wird Beispiele ihres breiten Repertoires präsentieren (u.a. Norma, Elsa, Marschallin, Jenufa).

Die Sopranistin Alexandra von der Weth ist gleichermaßen im Opern- wie im Konzertfach zu Hause. Sie arbeitet zudem seit Jahren als Stimmbildnerin und Sprechtrainerin.

Roland Techet begann seine musikalische Karriere bereits als Jungstudent an der Musikhochschule Würzburg. Ein wichtiger Schwerpunkt seiner künstlerischen Arbeit liegt im Bereich der Neuen Musik.

Dienstag
31. 01.2017
19.30 Uhr

 

Wolfgang-Paul-Saal

Prof. Dr. Georg Nickenig
(Innere Medizin)

Innovationen in der Herzmedizin

Nirgendwo sonst sind die Fortschritte in der Medizin so sichtbar wie in der Herzmedizin. Dies tut Not, da die Herz-Kreislauf-Erkrankungen die häufigste Todesursache weltweit sind. Die Behandlung schwerwiegender Erkrankungen wie Herzinfarkt, Herzklappenfehler, Herzschwäche hat sich in den letzten Jahren revolutioniert und damit auch die Lebenserwartung und Lebensqualität der Patienten verbessert. Neben medikamentösen Innovationen spielen hier minimal invasive Eingriffe per Kathetertechnik eine herausragende Rolle. Die Geschwindigkeit dieser Entwicklung hat sich nicht verlangsamt. Gegenwärtig und in naher Zukunft stehen weitere revolutionäre Neuentwicklungen ins Haus.

Prof. Dr. Georg Nickenig

Promotion (1990 Bonn), DFG-Stipendium Atlanta, Emory (1993-4), Habilitation im Fach Innere Medizin (2000 Köln), Apl. Prof. (2004 Universität des Saarlandes). Seit 2005 Lehrstuhl für Innere Medizin, Kardiologie, Direktor der Medizinischen Klinik und Poliklinik II, Universitätsklinik Bonn.

Forschungsschwerpunkte: Ursache des Herzinfarktes und der Atherosklerose. Interventionelle Behandlung von Herzklappenfehlern und Herzgefäßverengungen. Mehr als 400 wissenschaftliche Publikationen in internationalen Journalen.

Dienstag
07. 02.2017
19.30 Uhr

 

Schumpeter-Raum

Dr. Wilhelm Frank

Klimawandel und Recht

Welche Rolle können das Recht und die Gerichte bei der Lösung mit dem Klimawandel verbundener Fragen spielen? Im letzten Jahr (2015) hat ein niederländisches Gericht in der sog. „Urgenda-Entscheidung“ den niederländischen Staat zu größeren Anstrengungen bei der Reduktion der Emission klimaschädlicher Treibhausgase verurteilt. Auch in anderen Staaten schweigen die Gerichte nicht mehr, wenn es um Fragen der Verantwortung im Zusammenhang mit dem anthropogen verursachten Klimawandel geht. In Deutschland klagt ein peruanischer Bauer gegen einen Energiekonzern auf Beteiligung an den Kosten zum Schutz gegen die durch den Klimawandel verursachte Beeinträchtigung seines Eigentums. Welche Bedeutung hat der Pariser Klimavertrag für möglicherweise völkerrechtlich begründete Ansprüche von durch die Folgen des Klimawandels betroffenen Staaten? Das Referat will einen Überblick über neuere Entwicklungen und mögliche Antworten zu mit dem Klimawandel verbundenen Rechtsfragen geben.

Dr. Wilhelm Frank war Wissenschaftlicher Assistent bei Professor Beizke am Institut für Internationales Privatrecht und Rechtsvergleichung der Universität Bonn. Er hat internationales und US- amerikanisches Recht an der New York University (NYU) studiert. Beruflich war er Mitarbeiter (u. a. als Stellvertretender Leiter der Abteilung Presse- und Öffentlichkeitsarbeit) des Presse- und Informationsamtes der Bundesregierung. Seit seinem Ruhestand berät er die Nichtregierungsorganisation (NGO) Germanwatch in Fragen des Klimarechts.

Montag
20.02.2017
18.00 Uhr

 

Wolfgang-Paul-Saal

Leibniz-Vorlesung
Prof. Dr. Marion Merklein

Blechmassivumformung: Eine der ältesten Fertigungstechnologien und deren Potential für die Zukunft

In Kooperation mit der Deutschen Forschungsgemeinschaft
Die diesjährige Leibniz-Vorlesung hält Frau Prof. Dr. Marion Merklein, Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg. Sie ist Ingenieurwissenschaftlerin und vertritt damit das vierte große Wissenschaftsfeld, nachdem die weiteren Vorträge in den ersten Wochen des neuen Jahres die anderen großen Bereiche der Natur-, Lebens- und Geistes- bzw. Sozialwissenschaften zu Wort kommen ließen. Dass es auch in den Ingenieurwissenschaften weibliche Träger des Leibniz-Preises der DFG gibt, wird vielleicht auch das eine oder andere Mitglied des Clubs überraschen. Wir freuen uns daher auch deshalb über Frau Merklein als Rednerin, um so vielleicht an festgefügten Rollenvorstellungen zu rütteln –
ohne unsere Rednerin selbst freilich auf die Rolle des Gegenbeispiels zu reduzieren.

Frau Merklein beschäftigt sich in ihren Forschungen vor allem mit der Blech- und Massivumformung und weiß dies überaus anschaulich zu präsentieren, so etwa mit Parallelen aus der Welt des Leistungssports.

Sie ist seit 2008 W3-Professorin und Ordinaria des Lehrstuhls für Fertigungstechnologie an der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg. Sie war bzw. ist Sprecherin der DFG-Forschergruppe FOR552 „Grundlagen der Warmblechumformung höchstfester Vergütungsstähle“ sowie des SFB/TR73 „Umformtechnische Herstellung von komplexen Funktionsbauteilen mit Nebenformelementen aus Feinblechen – Blechmassivumformung“. Sie hat mehrere Rufe an ausländische Universitäten sowie mehrere Ehrungen und Preise erhalten, namentlich 2013 den Gottfried-Wilhelm-Leibniz-Preis der DFG. 2011-2015 war sie Dekanin der Technischen Fakultät der FAU Erlangen-Nürnberg.

Grußwort:
Dorothee Dzwonnek
(Generalsekretärin der DFG)

Samstag
13.05.2017

 

Abfahrt:
13.30 Uhr am Brassertufer unterhalb des Uniclubs

 

Rückkehr:
19.00 Uhr

Exkursion zur Ausstellung

CRANACH – Meister Marke Moderne

im Museum Kunstpalast in Düsseldorf

Lucas Cranach der Ältere (1472–1553) zählt zu den wichtigsten Vertretern der deutschen Renaissance. Sein Werk beeinflusste Künstler über Jahrhunderte hinweg. Als einer der Höhepunkte im Jubiläumsjahr der Reformation nimmt die Ausstellung den berühmten Wittenberger Maler, der ein enger Freund Martin Luthers war, in seiner Ganzheit und Modernität in den Blick.

Infos unter www.cranach2017.de

MIttwoch
17.05.2017
19.30 Uhr

 

Wolfgang-Paul-Saal

Prof. Dr. Werner Besch
(Prof. em. für deutsche Sprache und ältere deutsche Literatur)

Die Reformation – ein unerhörtes Sprachereignis

Die drei „heiligen Sprachen” Hebräisch, Griechisch und Lateinisch galten viele Jahrhunderte als allein gültige Bibelsprachen. Die Kirche hatte großes Misstrauen gegenüber Übersetzungen jeglicher Art. Luther lieferte 1522 das Neue Testament in deutscher Sprache, ein unerhörtes Sprachereignis, Horizonte öffnend für die deutschen Christenmenschen, für persönliches Bibellesen und Bibelverstehen. Die Alleinherrschaft des Latein (Vulgata) und der kirchlichen Deutungsmacht wurde außer Kraft gesetzt. Die christliche Volkskirche hatte ihre Freiheit und ihre eigene Muttersprache (ohne Latein) im Gespräch mit Gott erlangt.
Als weiteres epochales Sprachereignis, nunmehr mit Langzeitwirkung, darf nach der Konfessionsspaltung die gesamtdeutsche Spracheinigung auf der Lutherspur gelten. Beides hat Luther nicht angestrebt – es hat sich ergeben. Unsere heutige Schriftsprache ist zwar nicht von Luther gemacht, aber in den Grundlagen und in der Entwicklungsrichtung eindeutig von ihm mitbestimmt worden. Nicht weltliche Macht und Autorität hat die Spracheinigung unseres dialektreichen Landes bewirkt, sondern letztlich die Bibelautorität.

Zur Person: geboren 1928, Studium (der Germanistik) von 1949 bis 1955. 1955 Staatsexamen, 1956 Promotion, 1965 Habilitation, 1965 bis 1970 Lehrstuhl Universität Bochum für deutsche Sprache und ältere deutsche Literatur, seit 1970: Lehrstuhl an der Universität Bonn, 1981 bis 1983: Rektor der Universität Bonn, Mitglied der Heidelberger Akademie der Wissenschaften und der Nordrhein-Westfälischen Akademie der Wissenschaften. Emeritierung 1993. Gründungs­vor­sitzender und Ehrenmitglied des Bonner Universitätsclub.

Einführung:
Prof. Dr. Günther Schulz
(Vorsitzender des Universitätsclubs)

Mittwoch
24.05.2017
19.30 Uhr

 

Wolfgang-Paul-Saal

Prof. Dr. med. Stefan Aretz
(Humangenetik)

Erbliche Tumorsyndrome – klinische und wissenschaftliche Bedeutung

Prof. Dr. med. Stefan Aretz ist Facharzt für Humangenetik und als Oberarzt und Leiter der Arbeitsgruppe „Erblicher Darmkrebs” am Institut für Humangenetik des Universitätsklinikums Bonn beschäftigt. Nach dem Studium der Humanmedizin in Marburg und Graz erfolgten Weiterbildungen in der Pädiatrie (Uni Köln) und Pathologie (Uni Bochum) sowie die Facharztausbildung in der Humangenetik (Bonn). 2001 Promotion (Dr. med.) in Köln; 2009 Habilitation in Bonn; 2012 Ruf auf die W2-Professur für Humangenetik der Medizinischen Fakultät Würzburg; 2013 Antritt der W2-Professur „Genetik familiärer Tumorerkrankungen” an der Rheinischen Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn. Sein Spezialgebiet sind erbliche Tumorerkrankungen. Prof. Dr. Aretz ist Sprecher des „Spezialzentrums für erbliche Tumorerkrankungen des Magendarmtrakts” am „Zentrum für seltene Erkrankungen Bonn” (ZSEB) und u.a. in der „Deutschen Gesellschaft für Humangenetik” (GfH), der „International Society for Hereditary Gastrointestinal Tumours” (InSiGHT) und der Selbsthilfegruppe „Familienhilfe Polyposis Coli e.V.” engagiert.

Einführung:
Prof. Dr. med. Markus M. Nöthen
(Direktor, Institut für Humangenetik am Universitätsklinikum Bonn)

Mittwoch
31.05.2017
18.00 Uhr

 

Wolfgang-Paul-Saal

Gedenkveranstaltung
für Herrn Professor Dr. Max G. Huber

in Kooperation mit der Rheinischen Friedrich Wilhelms- Universität Bonn und dem Deutschen Akademischen Austauschdienst


Im Gedenken an unseren langjährigen Vorsitzenden veranstalten wir, in Kooperation mit dem Rektorat und dem DAAD, eine gemeinsame Feierstunde. Herr Huber hat in allen drei Institutionen mit großem Engagement und mit großer prägender Kraft gewirkt, und das möchten wir in der gemeinsamen Veranstaltung zum Ausdruck bringen und würdigen.

 

Begrüßung

  • Prof. Dr. Günther Schulz,
    Universitätsclub Bonn

  • Prof. Dr. Michael Hoch,
    Rektor Universität Bonn

Musikalische Eröffnung

  • Johann Sebastian Bach (1685 - 1750)
    Gambensonate in D-Dur BWV 1028
    1. Satz Adagio - 2. Satz Allegro

    Elisabeth Soergel, Violoncello
    Wolfram Schött, Klavier

Ansprachen

  • Für die Universität Bonn:
    Prof. Dr. Dr. h.c. Ludger Honnefelder

  • Für den DAAD:
    Prof. Dr. Margret Wintermantel

  • Für den Universitätsclub Bonn:
    Prof. Dr. Lothar Hönnighausen

Zum Ausklang

  • Franz Schubert (1797 - 1828)
    Klaviertrio No. 1 in B-Dur Op. 99
    2. Satz Andante un poco mosso

    Jochen Huber, Violine
    Elisabeth Soergel, Violoncello
    Wolfram Schött, Klavier

Empfang

Juni

Donnerstag
08.06.2017
19.30 Uhr

 

Wolfgang-Paul-Saal

Prof. Dr. Rudolf Schieffer

Dreierlei Völkerwanderungen

Der Begriff Völkerwanderung, der neuerdings häufiger in der politisch-publizistischen Alltagssprache begegnet, kennzeichnet in der Geschichtswissenschaft traditionell einen breiten Zeitraum zwischen Altertum und Mittelalter, der 1. das Eindringen von „Völkern“ germanischer Sprache in den Westen des zerbrechenden Römerreichs (4.-6. Jh.), 2. die Ausbreitung islamischer Araber im Orient und in Nordafrika bis nach Spanien (7./8. Jh.) und 3. die Expansion der skandinavischen Wikinger/Waräger über die Nordsee und die Ostsee hinweg ins übrige Europa (9.-11. Jh.) mit sich brachte.
In allen drei Fällen laden dieselben Fragen zum Vergleich ein: Wer setzte sich aus welchen Gründen in Bewegung? Welche Aufnahme fanden die Gewanderten? Wie verhielten sie sich in den Zielgebieten? Was waren die langfristigen politischen und kulturellen Auswirkungen dieser Umbruchszeit?

Prof. Dr. Rudolf Schieffer, 1975 in Bonn promoviert und 1979 in Regensburg habilitiert, hatte von 1980 bis 1994 einen Lehrstuhl für Mittelalterliche und Neuere Geschichte in Bonn und war danach bis 2012 Präsident der Monumenta Germaniae Historica (Deutsches Institut für Erforschung des Mittelalters) in Verbindung mit einem Lehrstuhl in München. Er ist Mitglied der Nordrhein-Westfälischen Akademie der Wissenschaften und der Künste und lebt seit 2013 wieder in Bonn.

Einführung:
Prof. Dr. Günther Schulz
(Vorsitzender des Universitätsclubs)

Mittwoch
14.06.2017
19.30 Uhr

Wolfgang-Paul-Saal

 

Prof. Dr. Mariacarla Gadebusch Bondio
(Theorie und Ethik der Medizin)

Von der Kunst, gesund zu sein, wenn man krank ist

Wie lässt sich ein Leben gestalten, im Bewusstsein, chronisch krank zu sein und eine kleine Zukunft zu haben? Die Frage stellt sich Karl Jaspers als er mit 18 Jahren die Diagnose Bronchiektasen und sekundäre Herzinsuffizienz erfährt. Der Arzt und Philosoph findet seinen ganz individuellen Weg, um mit und trotz der Krankheit zu sein. Anhand dreier Textgattungen wird dieser Weg nachgezeichnet: der wissenschaftlichen Abhandlung, der autobiographischen Schrift und der persönlichen Korrespondenz mit Hannah Arendt (1926–1969).

Prof Dr. Mariacarla Gadebusch Bondio lehrt Geschichte, Theorie und Ethik der Medizin an der Medizinischen Fakultät der Universität Bonn. Sie ist Philosophin und Medizinhistorikerin. Ihre wissenschaftliche Arbeit gilt der historischen Perspektivierung kulturell und gesellschaftlich relevanter Fragestellungen in der Medizin. Dazu zählen medizinische Fehlbarkeit und Evidenzpraktiken im 21. Jh. sowie der Umgang mit Norm und Abweichung im wissenschaftlichen Diskurs. Zu ihren neuesten Veröffentlichungen zählen: Medical Ethics, Prediction and Prognosis (2017), Literatur und Medizin – interdisziplinäre Beiträge zu den Medical Humanities  (2016), Medical Ethics – Premodern Negotiations between Medicine and Philosophy (2014) Errors and Mistakes. A cultural History of fallibility (2012) und Konzepte des Humanen. Ethische und kulturelle Herausforderungen (2012).

Einführung:
Prof. Dr. med. Markus M. Nöthen
(Direktor, Institut für Humangenetik am Universitätsklinikum Bonn)

Dienstag
27.06.2017
19.30 Uhr

 

Wolfgang-Paul-Saal

15. Joseph-Höffner-Vorlesung

Gemeinsam mit der Joseph-Höffner-Gesellschaft

Prof. Dr. Lars P. Feld
(Leiter des Walter Eucken Instituts, Freiburg i. Br. und Mitglied des Sachverständigenrats zur Begutachtung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung)

Womit müssen wir rechnen? Die Soziale Marktwirtschaft angesichts großer Herausforderungen

Der Erfolg der deutschen Wirtschaft wird allgemein mit der Ordnungstheorie der „Sozialen Marktwirtschaft” verbunden. Ihr wohl wichtigster geistiger „Vater“ ist der Freiburger Wirtschaftswissenschaftler Walter Eucken (+1950). Man spricht deshalb auch von der „Freiburger Schule“ der Nationalökonomie. Unter der Leitung von Walter Eucken wurde Joseph Höffner 1941 zum Doktor der Volkswirtschaftslehre promoviert. Im Vergleich mit anderen europäischen Ländern lässt sich in Deutschland bisher eine weitgehende Stabilität hinsichtlich der Wirtschaftskraft und des Systems der sozialen Sicherung feststellen. Wird das aber angesichts neuer Herausforderungen wie des demographischen Wandels, der Schuldenprobleme, der Flüchtlingskrise und absehbarer Defizite im Bildungssystem so bleiben? Womit müssen wir in Zukunft rechnen? Worin bestehen die großen Herausforderungen der Sozialen Marktwirtschaft heute und morgen? Mit diesen und weiteren Fragen befasst sich Prof. Dr. Lars P. Feld in der 15. Joseph-Höffner-Vorlesung.

Lars P. Feld, geb. 1966 in Saarbrücken, leitet seit 2009 das Walter Eucken Institut für Wirtschaftspolitik an der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg und ist seit 2011 Mitglied des Sachverständigenrats zur Begutachtung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung. Die Stationen seines wissenschaftlichen Wirkens sind die Universitäten St. Gallen, Marburg und Heidelberg. Von 2002 bis 2005 war er Gastprofessor an der Faculté des Sciences Économiques der Université de Rennes 1 (Frankreich).

Mittowch
28.06.2017
17 Uhr

 

Wolfgang-Paul-Saal

Mitgliederversammlung

 

Mittowch
28.06.2017
19.30 Uhr

 

Wolfgang-Paul-Saal

Liederabend

„An den Rhein, an den Rhein”

Lieder und Texte zur Rheinromatik

Die Veranstaltung ist der Kulturlandschaft Rhein gewidmet: Diese hat mit ihren Burgruinen, Klöstern und beeindruckenden Naturschönheiten immer wieder eine romantische Rheinbegeisterung ausgelöst. Zum Programm „An den Rhein, an den Rhein“ gehören bekannte und weniger bekannte Lieder romantischer Tonkünstler. Der poetische Geist kommt aber auch nicht zu kurz. Die Teilnehmer werden Gedichte hören, die Karl Simrock 1836 in der Sammlung „Rheinsagen“ veröffentlichte. Zuletzt wird die Rolle des Flusses als Sehnsuchtsort und Identifikationsmoment der bürgerlichen Nationalstaatsbewegung des 19. Jahrhunderts zum Thema.

Katja Heydegger, Sopranistin, ist seit mehr als einem Jahrzehnt als Gesangssolistin im Bonn-Kölner Raum tätig. Ihr besonderes Interesse gilt der Musik des Barocks und der Romantik.

Der Pianist Frank Hoppe studierte an der Staatlichen Hochschule für Musik in Köln. Er arbeitet als Klavierpädagoge und Begleiter für alle Musikrichtungen, zudem komponiert er Klavier- und Kammermusik.

Andreas Schütte, Musikwissenschaftler und Sänger, ist an der Oper Bonn tätig. Er ist Rezitator und Moderator und hält musikwissenschaftliche Vorträge.

Juli

Montag
03. 07.2017

19.30 Uhr

 

Schumpeter-Raum

Gerne weisen wir auf die folgende Veranstaltung der Deutsch-Britischen-Gesellschaft im Universitätsclub Bonn hin.

Prof. Dr. Roger Paulin
(Schröder Professor Em. für Germanistik an der Universität Cambridge)

Writing Schlegel’s Biography

Writing a biography involves both general questions (readership, the state of research, the reputation of the subject) as well as the ability to convert a mass of material into a readable account. A biography, especially the literary biography, moves along the border between scholarship and creative writing. Attitudes to this differ between the Anglo-Saxon world and Germany, but the problems are the same.

I decided to write a biography of Schlegel because I thought his life was interesting enough in its own right. He lived in times that were also full of movement and change (the era of Napoleon). He was fortunate in spending seventeen years as the companion of Madame de Staël. The biographical approach enables a link between life and times and a critical study of the works, which in Schlegel’s case range from poetry and translation (Shakespeare) to lectures and scholarly editions (and he spent the latter part of his life in Bonn).

Roger Paulin was born in New Zealand in 1937. He studied there and in Heidelberg, where he gained his doctorate in 1965. Since then he has taught at several British universities, Birmingham, Bristol, Manchester and Cambridge. From 1989 to 2005 he was Schröder Professor of German in Cambridge, now Emeritus. He has the Bundesverdienstkreuz and the Humboldt-Preis. He has published on 18th and 19th-century German literature, with special emphasis on Romanticism (Ludwig Tieck, 1985, trans. 1988; August Wilhelm Schlegel, 2016, trans. Forthcoming), and on the reception of Shakespeare in Germany (2003).

Montag
03. 07.2017

19.30 Uhr

 

Wolfgang-Paul-Saal

Sommerliches Konzert

Zu den besonderen Attraktionen des Veranstaltungs­programms im Uniclub, gehört das gemeinsam mit dem Verein der Opernfreunde veranstaltete Sommerliche Konzert.
Auch dieses Jahr bieten Solisten der Oper Bonn Kostproben aus dem aktuellen Spielplan und aus ihrem Repertoire.

Mittwoch
19.07.2017
17.45 Uhr

Sommerabendführung
durch den Botanischen Garten

Führung:
Professor Dr. Maximilian Weigend
(Direktor des Botanischen Gartens)
und
Dr. Cornelia Löhne
(Kustodin des Botanischen Gartens)

September

Dienstag
05.09.2017
16.15 Uhr

Sommerabendführung
durch den Botanischen Garten

Führung:
Prof. Dr. Maximilian Weigend

(Direktor des Botanischen Gartens)
und
Dr. Cornelia Löhne
(Kustodin des Botanischen Gartens)

 

Montag
11.09.2017
17.00 Uhr

 

Wolfgang-Paul-Saal

Vernissage Sammlung Wüllenweber

Einführung:
Prof. Dr. Lothar Hönnighausen

Musikalische Begleitung:
Tabea Niklas


Prof. Dr. Dr. med. Rolf Wüllenweber (1924 – 2000) war Direktor der Neurochirurgischen Universitätsklinik Bonn und sowohl wegen seiner Arbeiten über Hirndurchblutung und -stoffwechsel als auch wegen seines Beitrags zur medizinischen Ethik hochgeschätzt. Der begeisterte Kunstsammler hat dem Uniclub eine Sammlung von 46 Graphiken vermacht. Nachdem diese neu gerahmt und katalogisiert wurden, verschönern sie nun den Uniclub.

Auch unser „neuer“ Konzertflügel bereichert das Clubhaus. Bei einer kunsthistorisch-musikalischen Feierstunde möchten wir Ihnen beides näher bringen.

Dienstag
19.09.2017
19.00 Uhr

 

Schumpeter-Sitzungsraum

In Kooperation mit den Opernfreunden Bonn

Dirigenten im Film – Filme über Dirigenten

Referentin:
Jana Weißenfeld
(Musikwissenschaft)

Moderation:
Andreas Loesch

(Kulturarbeit)

Im September 2017 findet der Wettbewerb zum „Deutschen Dirigentenpreis“ des „Deutschen Musikrats“ zum ersten Mal in Köln statt. In Bonn wird dazu flankierend ein Rahmen­programm angeboten, das sich mit dem Thema „Dirigenten im Film – Filme über Dirigenten“ befasst. Den Auftakt dieser dreiteiligen Reihe bietet eine Veranstaltung im Universitäts­­club Bonn, die mit einem Überblick über das o. g. Generalthema beginnt und sich dann der Person und dem Werk Wilhelm Furtwänglers widmet. Dieser gilt als herausragender deutscher Dirigent des 20. Jahrhunderts, seine Konzerte und die Film- und Tondokumente sind legendär und noch immer Vorbild für viele, auch junge Dirigenten. Gleichzeitig ist Furtwängler bis heute eine umstrittene Person – seine Rolle während der Zeit des Nationalsozialismus scheidet die Geister …

Die Reihe „Dirigenten im Film – Filme über Dirigenten“ ist eine gemeinsame Veranstaltung der Richard-Wagner-Verbände Bonn/Siegburg, Region Rhein Sieg, Köln und Koblenz, der Johannes-Wasmuth-Gesellschaft sowie des Colloquium Humanum und findet in Zusammenarbeit mit dem Deutschen Musikrat und den Opernfreunden Bonn.

Weitere Veranstaltungen sind für den 23.09.17 (Thema: Arturo Toscanini, Moderation: Dr. Irmgard Rüsenberg) und 25.09.17 (Thema: Leonard Bernstein, Moderation: Dr. Stefan Plasa), jeweils 19.00 Uhr, im Joseph-Woelfl-Haus, Meßdorferstr.177, 53123 Bonn, geplant. Die Einführungen hält Prof. Dr. Hermann Dechant.

Donnerstag
28.09.2017
08.00 Uhr

 

Abfahrt am Brassertufer

Exkursion zum Braunkohletagebau Hambach


Prof. em. Dr. Wighart von Koenigswald
(Paläontologie)

Die Exkursion bietet die Gelegenheit, in den Tagebau Hambach unter der Leitung von Dr. B. Wutzler und Prof. Dr. Wighart von Koenigswald als Gäste von RWE einzufahren.
Themen sind die Technik, mit der die Braunkohle und die darüber lagernden Schichten bis zu einer Tiefe von 300 m unter NN abgebaut werden, der damit verbundene Umbau der Landschaft sowie die geologischen Bedingungen, unter denen sich die Braunkohle in Küstensümpfen vor rund 15 bis 20 Millionen Jahren gebildet hat.

Achtung: Die ungewöhnlich frühe Abfahrt ist notwendig, um den Besuch der Gruppe in den Betriebsablauf einzufügen. Da die Fahrt in den Tagebau bis etwa 14 Uhr dauert, ist es ratsam, etwas „Rucksackverpflegung“ mitzunehmen. Auf jeden Fall ist festes Schuhwerk erforderlich.

Wighart von Koenigswald arbeitete nach dem Studium von Geologie und Paläontologie in Bonn und München in Tübingen und Darmstadt, bis er 1987 nach Bonn berufen wurde. Sein hauptsächliches Forschungsgebiet sind verschiedene Aspekte zur Evolution von Säugetieren. Zu seinen Publikationen gehören mehrere von ihm herausgegebene Bücher zur Erdgeschichte des rheinischen Raumes.

Oktober

Donnerstag
05.10.2017
19.30 Uhr

 

Schumpeter-Sitzungsraum

Prof. Dr. Johannes Oldenburg
(Experimentelle Hämatologie und Transfusionsmedizin)

Bluterkrankheit – neue Entwicklungen in der Therapie

Einführung:
Prof. Dr. Markus Nöthen
(Humangenetik)

Prof. Dr. med. Johannes Oldenburg ist Leiter der Abteilung Immunhämatologie und Molekulare Hämostaseologie an der Medizinischen Fakultät der Universität Bonn. Er studierte Biologie und Humanmedizin an der Universität Bonn, wohin er nach beruflichen Stationen in Würzburg (dort Habilitation 1998) und Frankfurt am Main zurückkehrte.

Dienstag
17.10.2017
19.30 Uhr

 

Schumpeter-Sitzungsraum

Prof. Dr. Mathias Schmoeckel
(Rechtswissenschaft)

Das Recht der Guten Werke:
Ging Luthers Kritik am Ablasswesen fehl?

In Zusammenarbeit mit dem Bonner Juristischen Forum

Mit den 97 Thesen prangerte Martin Luther das Ablass­wesen an, wie Johann Tetzel es 1517 in Sachsen praktizierte: „Sobald der Gülden im Becken klingt, im huy die Seel im Himmel springt!“ Doch ein einzelner Missbrauch der Anrechnung von guten Taten rechtfertigt es kaum, deren Notwendigkeit insgesamt in Frage zu ziehen. Das kanonische Recht sah eigentlich nur mit der gebotenen Vorsicht vor, dass Reue zu Gnadenentscheidungen führen könne. Ab 1520 lernte man jedoch auch in Wittenberg, dass man auf die Bereitschaft der Bürger zu guten Taten nicht verzichten konnte. Recht und Gesetz zur Anleitung der Bürger blieben juristisch und theologisch erforderlich. Trotz der Rechtfertigung allein durch Gnade musste die Notwendigkeit guter Werke begründet werden. Ging die Reformation damit im Ansatz fehl?

Mathias Schmoeckel ist Direktor des Instituts für Deutsche und Rheinische Rechtsgeschichte sowie Geschäftsführender Vorstand des Rheinischen Instituts für Notarrecht; er lehrt auch in Paris sowie Catania und ist Mitglied des „Institutes of Law and Religion“ der Emory University (Atlanta Ga.), des Board of Directors des „Stephan Kuttner - Institute of Medieval Canon Law“, ferner berufenes stellv. Mitglied der Synode der Evangelischen Kirche im Rheinland. Er ist Mitherausgeber der „Zeitschrift für Rechtsgeschichte – Kan. Abt.“ und der „Revue historique de droit français et étranger“.

Montag
23.10.2017
16.00 Uhr

 

Wolfgang-Paul-Saal

 

Bitte beachten Sie die Uhrzeit!

Prof. Dr. Michael Hoch
(Molekulare Entwicklungsbiologie, Rektor der Universität Bonn)

Position und Perspektiven der Universität Bonn

Einführung:
Prof. Dr. Günther Schulz

Als eine der forschungsstärksten Universitäten in Deutsch­land stellt sich die Universität Bonn dem internationalen Wettbewerb um ausgezeichnete WissenschaftlerInnen sowie herausragende Studierende. Im aktuellen Prozess der Exzellenzstrategie präsentiert sich die Universität Bonn mit einem attraktiven Forschungsprofil und zielt auf die Einwerbung von Exzellenzclustern sowie die Teilnahme an der Ausschreibung für Exzellenzuniversitäten. Aufbauen kann sie dabei nicht nur auf ihrer Forschungsstärke, sondern auch auf ihrer langjährigen Tradition: Im Jahr 2018 feiert die Universität Bonn mit vier Themenschwerpunkten ihr 200-jähriges Bestehen.

Prof. Dr. Michael Hoch ist seit Mai 2015 Rektor der Universität Bonn. Er studierte als Stipendiat der Studienstiftung Biologie in Heidelberg und wurde 1992 in München promoviert. Als Leiter einer Nachwuchsgruppe am Göttinger Max-Planck-Institut für Biophysikalische Chemie erhielt er 1996 den Gerhard Hess-Nachwuchspreis der DFG und habilitierte sich im selben Jahr an der TU Braunschweig in den Fachgebieten Entwicklungsgenetik und Zellbiologie. 1999 wurde er als C4-Professor für Molekulare Entwicklungsbiologie nach Bonn berufen. Hier war er Gründungsdirektor des LIMES-Instituts und Initiator mehrerer Studiengänge und Drittmittelinitiativen; darunter des SFB 645 zu Lipidstoffwechsel und Membranbiologie, dessen Sprecher er von 2005 bis 2016 war.

Donnerstag
26.10.2017
09.00 Uhr

 

Abfahrt am Brassertufer

Exkursion in das VON DER HEYDT-MUSEUM WUPPERTAL

Edouard Manet

Zeit seines Lebens war Edouard Manet (1832-1882) ein Einzelgänger. Vielleicht macht gerade diese Unabhängigkeit seine Sicht auf die Kunst und die Phänomene der Welt so neu und interessant, dass uns seine – oft rätselhaften – Werke bis heute faszinieren. Das Von der Heydt-Museum Wuppertal präsentiert nun das ganze Oeuvre, beginnend mit den ersten tastenden Versuchen als Schüler von Thomas Couture und endend mit den letzten so strahlenden Gartenbildern aus Rueil von 1882.

Manets Verhältnis zur Gesellschaft im Frankreich des 19. Jahrhunderts steht im Zentrum der Ausstellung. Die bewundernden und an Manet orientierten Werke seiner Künstler­freunde und die wütenden Texte seiner Kritiker spiegeln in der Ausstellung die Faszination, die von diesen Heroen der Malerei ausging. Der Überblick über sein Werk umfasst u.a. Bilder seiner spanischen Phase, die bekannten Seestücke sowie seine späten Porträts und Figurenszenen mit ihrer psychologischen Spannung zwischen den Protagonisten; sie scheinen bereits Fragen der modernen Psychoanalyse in Bildform vorwegzunehmen. Manets frappierende Bildkompositionen waren wegweisend und machten ihn zu einem Künstler, der Bahnbrechendes für die Malerei geleistet hat und nachfolgende Künstlergenerationen bis heute inspiriert.

November

Mittwoch
08.11.2017
19.30 Uhr

 

Wolfgang-Paul-Saal

Knut Hanßen, Klavier

Was heißt hier heroisch?
Beethovens „neuer Weg“ – hörbar und sichtbar in Klavierwerken und in Beethovens Notenbild

In Zusammenarbeit mit dem Netzwerk Ludwig van B. e.V.

Beethovens halbstündiges Klavierwerk „Eroica-Variationen“ Es-Dur op. 35 steht im Mittelpunkt von Knut Hanßens Programm, das Beethovens radikal-persönlichen kreativen Kompositionsprozess anhand eines immer wieder verwendeten Themas illustriert.

Anhand von Beethovens Autographen zeichnet er die überraschende „Wanderung“ des berühmten Motivs durch mehrere Stücke bei Beethoven nach – vom Gesellschaftstanz über Ballettmusik und Klaviervariationen zum Herzstück im Finale der „Eroica“-Sinfonie.

Hanßen absolvierte in diesem Sommer neben seinem Dirigierstudium auch das Konzertexamen für Klavier mit Auszeichnung und erforscht rund um seine Interpretationen stets die Rekonstruktion musikalischer Entstehungs- und Entwicklungsprozesse. Neben zahlreichen hochkarätigen Meisterkursen, Stipendien und Auszeichnungen erhielt er zuletzt den Steinway Förderpreis sowie in Bonn den hoch dotierten „Brüser Berger Musikpreis“.

Der Universitätsclub eröffnet mit diesem Konzert eine Veranstaltungsreihe in Kooperation mit dem Netzwerk Ludwig van B.: Musikstudierende werden zu Konzerten eingeladen, bei denen sie durch ihren persönlichen und fachlichen Zugang zum „Sinn und Unsinn“ von Musik auch als Musikerpersönlichkeiten erkennbar werden.

Montag
13.11.2017
18.30 Uhr

 

Wolfgang-Paul-Saal

Friedrich-Hirzebruch-Vorlesung
(in englischer Sprache)

Prof. Dr. Werner Ballmann
(Mathematik)

Descartes, Euler, Gauss: From Surfaces to Integers

Einführung:
Prof. Dr. Catharina Stroppel
(Mathematik)

Geometric quantities of a surface, like distance, angle, or area, change when the surface is deformed. Euler discovered a quantity, the Euler characteristic, which remains unchanged. The formula of Gauss-Bonnet, a landmark result of mathematics, relates Euler characteristic with geometry. In the talk, Professor Ballmann will present ideas of Descartes, Euler, and Gauss related to this formula.

Prof. Dr. Werner Ballmann ist seit 2007 Direktor am Max-Planck-
Institut für Mathematik. Von 1989 bis zu seiner Emeritierung 2016 war er Professor für Mathematik an der Universität Bonn. Sein Arbeitsgebiet umfasst verschiedene Bereiche der Differential­geometrie wie die Strukturtheorie von Mannig­faltig­keiten und singulären Räumen nicht-positiver Krümmung, geschlossene Geodätische auf Riemannschen Mannig­faltig­keiten und Spektralgeometrie. Er war Haupt­sprecher auf dem Internationalen Mathematikerkongress 1986 in Berkeley. Seit 2007 ist er Mitglied der Deutschen Akademie der Naturforscher Leopoldina.“

Mittwoch
15.11.2017
18.30 Uhr

 

Wolfgang-Paul-Saal

Prof. Dr. Tilman Mayer
(Politikwissenschaft)

Revolution lernen?

In Kooperation mit dem Forum Wissenschaft der Jakob Kaiser Stiftung und dem Reservistenverband

Revolution ist eigentlich nicht das Medium, mit dem man gesellschaftliche Fortschritte erzielen möchte. Jedenfalls gibt es Revolutionen, die voranbringen – wir Deutschen denken an 1989 –, aber es gibt auch sozusagen reaktionäre Revolutionen, die die gesellschaftliche Entwicklung zumindest erheblich belasten. Dazu dürfte die Oktoberrevolution von 1917 gehören. Im sogenannten arabischen Frühling, der zu einem bleibenden arabischen Erwachen führte, kam es – bisher – nur zur Arabellion, und wir fragen uns, warum dort die Jasmin-Revolution nicht zum erwünschten gesellschaftlichen Durchbruch für die arabische Welt geführt hat. Und wenn wir schon anlässlich der Oktoberrevolution über Revolutionen nachdenken, dürfen wir – „Revolutionen lernen“? – die Frage aufwerfen, ob nicht Venezuela und Kuba bald jeweils eine Revolution erwarten können.

Es diskutieren:

Gerd Koenen ist in Deutschland einer d e r Experten bezüglich der russischen Revolutionsgeschichte und zu den „Ursprüngen und der Geschichte des Kommunismus“; Stephan Roll, Berliner Stiftung Wissenschaft und Politik, ist Experte für Ägypten, das eine maßgebliche Rolle in dieser Zeit der Jasmin-Revolution spielte. Der Südamerika-Experte Nikolaus Werz aus Rostock ist ein besonders berufener Analytiker der Ist-Situation, der aktuellen Lage – und freundlicherweise bereit, den Blick in eine etwaige revolutionär sich entwickelnde Zukunft zu werfen.

Prof. Dr. Tilman Mayer ist seit 2001 Professor für Politische Theorie, Ideen- und Zeitgeschichte am Institut für Politische Wissenschaft und Soziologie der Universität Bonn. Von 2010-2016 war er Präsident der Deutschen Gesellschaft für Demographie, seit 2007 ist er Vorsitzender der Gesellschaft für Deutschlandforschung.

Montag
20.11.2017
19.30 Uhr

 

Wolfgang-Paul-Saal

Prof. em. Dr. Wighart von Koenigswald
(Paläontologie)

Sichtbare Zeugnisse der Erdgeschichte im Bonner Raum

Der Bonner Raum zwischen Eifel, Siebengebirge und Kölner Bucht ist reich an erdgeschichtlichen Zeugnissen, die auch für den Laien erkennbar sind. Sie lassen die ungeheuren Kräfte erkennen, die Gesteinsschichten verfaltet und Landschaften wie die Eifel um bis zu 250 m angehoben haben. Vulkane formten zwar das Siebengebirge, aber die spitzen Kegel, die wir sehen, sind nicht die ursprünglichen Vulkankegel. Die verschiedenartigen Gesteine dieser Berge finden sich vielerorts als Baumaterial. Fossilien aus einem See geben Auskunft über das Klima zur Zeit des Vulkanismus. Die Küste der Nordsee erreichte zeitweise das Bonner Stadtgebiet, und in den Küstensümpfen bildete sich die Braunkohle. Aus den Zeugnissen der Erdgeschichte erklärt sich, warum Rhein, Ahr und Mosel einen so mäandrierenden Lauf haben, der zum besonderen Reiz der Region beiträgt. Das Verständnis solcher Zeugnisse erhellt die Struktur und Geschichte einer Landschaft und steigert damit auch die Freude an ihrer Erkundung.