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Veranstaltungsarchiv

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Januar | Februar | März | April | Mai | Juni | Juli | August | September | Oktober | November | Dezember

Januar

Montag
08.01.2018
18.00 Uhr

 

Wolfgang-Paul-Saal

5. Bonner Leibniz-Lecture der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) und des Uniclubs Bonn

Prof. Dr. Stefan Grimme
(Theoretische Chemie)

Moderne Chemie mit dem Computer

Grußwort:
Dorothee Dzwonnek
(Generalsekretärin der DFG)

Die Quantenmechanik bestimmt mit ihren Prinzipien wesentlich die Grundlagen der Chemie. Die quantenmechanische Berechnung von Molekülen, Materialeigenschaften und chemischen Reaktionen hat in den letzten 10 bis 20 Jahren zunehmend Eingang in weite Bereiche der Forschung gefunden. Dies ist, neben der immer noch rasanten Entwicklung auf dem Gebiet der Computerhardware, wesentlich auf die Entwicklung von effizienten Algorithmen zur näherungsweisen Lösung der zugrunde liegenden mathematischen (Differential)Gleichungen zurückzuführen. Im Vortrag werden die Grundprinzipien der Simulation von chemischen Phänomenen erklärt und gezeigt, wie Theoretische Chemiker und Experimentatoren gemeinsam Probleme z.B. auf dem Gebiet der Spektroskopie, der Katalyse und neuerdings sogar der pharmazeutischen Wirkstoff-Forschung angehen.

Prof. Dr. Stefan Grimme lehrt Theoretische Chemie an der Universität Bonn und wurde 2015 von der DFG für seine wegweisenden Arbeiten mit dem Gottfried Wilhelm-Leibniz-Preis ausgezeichnet. 1963 geboren, studierte er in seiner Heimatstadt Braunschweig, wo er 1991 auch promoviert wurde. Nach mehrjähriger Tätigkeit als Wissenschaftlicher Assistent habilitierte er sich 1997 in Bonn bei der Theoretischen Chemikerin Sigrid Peyerimhoff, die 1989 selbst den Leibniz-Preis der DFG erhalten hatte. 2000 übernahm Grimme den Lehrstuhl für Theoretische Organische Chemie an der Universität Münster. 2011 nahm er den Ruf auf die Leitung des Mulliken Centers für Theoretische Chemie an und kehrte so nach Bonn zurück.

Montag
08.01.2018
18.00 Uhr

 

Wolfgang-Paul-Saal

5. Bonner Leibniz-Lecture der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) und des Uniclubs Bonn

Prof. Dr. Stefan Grimme
(Theoretische Chemie)

Moderne Chemie mit dem Computer

Grußwort:
Dorothee Dzwonnek
(Generalsekretärin der DFG)

Die Quantenmechanik bestimmt mit ihren Prinzipien wesentlich die Grundlagen der Chemie. Die quantenmechanische Berechnung von Molekülen, Materialeigenschaften und chemischen Reaktionen hat in den letzten 10 bis 20 Jahren zunehmend Eingang in weite Bereiche der Forschung gefunden. Dies ist, neben der immer noch rasanten Entwicklung auf dem Gebiet der Computerhardware, wesentlich auf die Entwicklung von effizienten Algorithmen zur näherungsweisen Lösung der zugrunde liegenden mathematischen (Differential)Gleichungen zurückzuführen. Im Vortrag werden die Grundprinzipien der Simulation von chemischen Phänomenen erklärt und gezeigt, wie Theoretische Chemiker und Experimentatoren gemeinsam Probleme z.B. auf dem Gebiet der Spektroskopie, der Katalyse und neuerdings sogar der pharmazeutischen Wirkstoff-Forschung angehen.

Prof. Dr. Stefan Grimme lehrt Theoretische Chemie an der Universität Bonn und wurde 2015 von der DFG für seine wegweisenden Arbeiten mit dem Gottfried Wilhelm-Leibniz-Preis ausgezeichnet. 1963 geboren, studierte er in seiner Heimatstadt Braunschweig, wo er 1991 auch promoviert wurde. Nach mehrjähriger Tätigkeit als Wissenschaftlicher Assistent habilitierte er sich 1997 in Bonn bei der Theoretischen Chemikerin Sigrid Peyerimhoff, die 1989 selbst den Leibniz-Preis der DFG erhalten hatte. 2000 übernahm Grimme den Lehrstuhl für Theoretische Organische Chemie an der Universität Münster. 2011 nahm er den Ruf auf die Leitung des Mulliken Centers für Theoretische Chemie an und kehrte so nach Bonn zurück.

Donnerstag
11.01.2018
19.30 Uhr

 

Wolfgang-Paul-Saal


Prof. Dr. Dominik Geppert
(Neuere und Neueste Geschichte)

EUropa ohne Großbritannien?
Ursachen, Verlauf und Folgen des Brexit

Die Volksbefragung vom Juni 2016, die mit einer knappen Mehrheit für den Austritt Großbritanniens aus der EU endete, erscheint manchem als logischer Ausgang einer unglücklichen Ehe, die von Beginn an zum Scheitern verurteilt war. Eine solche Sichtweise ignoriert die zentrale Rolle, die britische Politiker und Beamte bei der Ausgestaltung des Europäischen Binnenmarktes wie auch in den Diskussionen um eine Erweiterung der EU nach Osten und Norden spielten. Sie verkennt, dass die politische Agenda der EU-Kommission heute durchaus britischen Vorstellungen entspricht: mehr Wettbewerbsfähigkeit, Effizienz und Transparenz; die Verwandlung der Subsidiarität vom Schlagwort in eine Handlungs­maxime; ein Gespür für Prioritäten, was europäisch zu regeln ist und was nicht; weniger Bürokratie und mehr Zurückhaltung bei der Produktion neuer Gesetze; stärkere Einbeziehung der nationalen Parlamente – nichts davon widerspricht britischen Vorstellungen. Vor diesem Hintergrund fragt der Vortrag nach den entscheidenden Ursachen, dem wahrscheinlichen Verlauf und möglichen Folgen des Brexit.

Prof. Dr. Dominik Geppert ist Professor für Neuere und Neueste Geschichte an der Rheinischen Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn. Er war von 2000 bis 2005 am Deutschen Historischen Institut in London und 2016/17 Gerda Henkel-Gastprofessor an der London School of Economics. Zu seinen Forschungsschwerpunkten gehören die internationalen Beziehungen vom 19. bis ins 21. Jahrhundert sowie die deutsch-deutsche und britische Nachkriegsgeschichte. Zuletzt erschien von ihm „Ein Europa, das es nicht gibt. Die fatale Sprengkraft des Euro“ (2. Aufl., Berlin 2013).

Sonntag
14.01.2018
11.00 Uhr

 

Wolfgang-Paul-Saal

Neujahrsempfang

Eröffnung mit musikalischer Darbietung

Montag
15.01.2018
18.30 Uhr

 

Wolfgang-Paul-Saal

Generalmusikdirektor Dirk Kaftan

Vorstellung von Herrn Dirk Kaftan als neuem Generalmusikdirektor des Beethoven Orchesters und der Oper Bonn
(Gemeinsame Veranstaltung des Vereins der Opernfreunde Bonn und des Universitätsclubs Bonn)

Dirk Kaftan wurde 1971 in Marburg geboren und wuchs in Wittlich/Eifel und Kanada auf. Bevor er zu Beginn der Spielzeit 2017/18 den Posten als Generalmusikdirektor des Beethoven Orchesters Bonn und der Oper Bonn antrat, war er seit 2013 Chefdirigent der Grazer Oper und des Grazer Philharmonischen Orchesters. Vor seiner Tätigkeit in Graz war er an den Theatern in Trier, Bielefeld und Münster sowie als erster Kapellmeister in Dortmund und Generalmusikdirektor in Augsburg tätig. Zudem gastierte er europaweit, unter anderem an der Wiener Volksoper und der Königlichen Oper Kopenhagen sowie an der Oper Frankfurt, der Semperoper in Dresden, den Bregenzer Festspielen, der Deutschen und der Komischen Oper in Berlin. Mit der Aufführung der Oper „Penthesilea“ von Otmar Schoeck gelang Dirk Kaftan ein erfolgreicher Auftakt der neuen Spielzeit.

Montag
22.01.2018
19.30 Uhr

 

Wolfgang-Paul-Saal

Prof. Dr. Heinz Beck

(Epileptologie)

Denken verstehen: Können wir das Gehirn entschlüsseln?

Das Gehirn ist das weitaus komplizierteste Organ unseres Körpers, mit annähernd 100 Milliarden Nervenzellen, die auf komplexe Weise miteinander verschaltet sind. Selbst in einfachen Organismen ist das Gehirn in der Lage, komplexe Sinneseingänge aus der Umgebung aufzunehmen, zu interpretieren und in gezieltes Verhalten umzusetzen. Wie geschieht dies, und mit welchen wissenschaftlichen Methoden lassen sich Funktionsprinzipien des Gehirns ableiten? Eine ungewöhnlich hohe Anzahl von neuen Methoden erlaubt uns seit einigen Jahren fundamentale Einblicke in das arbeitende Gehirn. Der Vortrag wird die Faszination dieser neuen Perspektiven, aber auch die derzeitigen Grenzen unseres Verständnisses beleuchten.

Prof. Dr. Heinz Beck, Promotion Summa Cum Laude 1992 in Köln, Heisenberg Stipendium der DFG (2001-2004). Professor für Experimentelle Epileptologie und Kognitionswissenschaften, Leiter NeuroCognition Plattform Life&Brain. Sprecher des Sonderforschungsbereichs SFB 1089 der DFG, Präsident der Deutschen Gesellschaft für Epileptologie (2012-14). Auszeichnungen: Bennigsen-Foerder Preis, Alfred-Hauptmann Preis, Int. Michael Preis für Epilepsieforschung, Research Recognition Award der American Epilepsy Society.

Dienstag

30.01.2018

19.30 Uhr

 

Wolfgang-Paul-Saal

Prof. Dr. Matthias Becher

(Mittelalterliche Geschichte)

Vormoderne Macht und Herrschaft.
Zugänge, Phänomene, Perspektiven

Unter dem Eindruck der zunehmenden Globalisierung konzentriert sich die Geschichtswissenschaft darauf, diese weltweite Verflechtung und ihre Voraussetzungen als Entwicklung seit dem „langen 19. Jahrhundert“ (Jürgen Osterhammel) zu beschreiben. Dabei zeigt sich, dass diese ohne eine Analyse der überkommenen politisch-gesellschaftlichen Organisationsformen nicht adäquat verstanden werden können. Den politischen Strukturen mit ihren Grundelementen ‚Macht‘ und ‚Herrschaft‘ kommt hierbei elementare Bedeutung zu. Nur eine vergleichende Untersuchung kann die unterschiedlichen Konstellationen der verschiedenen Formen von Macht und Herrschaft verstehbar machen und so einen Beitrag zum Verständnis aktueller Entwicklungen und Probleme leisten.

Prof. Dr. Matthias Becher, Promotion Konstanz 1990, Habilitation Paderborn 1995. Seit 1998 Lehrstuhl für Mittel­alterliche Geschichte in Bonn, seit 2013 Mitglied der Nordrhein-Westfälischen Akademie der Wissenschaften und der Zentraldirektion der Monumenta Germaniae Historica (München); seit 2016 Sprecher des Sonderforschungsbereichs 1167 „Macht und Herrschaft - Vormoderne Konfigurationen in transkultureller Perspektive“. Buchpublikationen: „Karl der Große“ (Wissen in der Beck‘schen Reihe 2120) München 1999, 6. Auflage 2014; „Merowinger und Karolinger“ (Geschichte kompakt) Darmstadt 2009; „Chlodwig I. Der Aufstieg der Merowinger und das Ende der antiken Welt“, München 2011; „Otto der Große. Kaiser und Reich. Eine Biographie“, München 2012.

Februar

Montag

05.02.2018

19.30 Uhr

 

Wolfgang-Paul-Saal

Prof. Dr. Christian Borgemeister

(Entomologie)

Die Kuh im Antilopenmantel –
neue Wege der Tsetse-Fliegenbekämpfung in Afrika

Trypanosomen gehören zu den wichtigsten Krankheits­erregern in Afrika. Sie führen bei Menschen die gefürchtete Schlafkrankheit und bei Tieren eine vergleichbare Erkrankung namens Nagana herbei. Trypanosomen werden von Tsetse-Fliegen übertragen und verursachen im Falle von Nagana jährliche Verluste in der Tierhaltung in der Größenordnung von 4,6 Mrd. US-Dollar. In den Savannen Ostafrikas gibt es Tierarten, die von Tsetse-Fliegen ob ihres Geruches gemieden werden. Dazu gehören neben Zebras auch die Wasserböcke, eine Antilopen-Gattung. In langjährigen Untersuchungen gelang es einer Gruppe von afrikanischen Forschern, die bei den Wasserböcken für diese Repellenz verantwortlichen Duftstoffe zu isolieren und zu synthetisieren. Diese wurden dann in Dispensern in ein Rinderhalsband integriert. Somit verwandelt sich das Rind für Tsetse-Fliegen geruchlich in einen Wasserbock. In einem umfangreichen, zweijährigen Feldversuch in Kenia, unter Mitwirkung von 150 Massai-Hirten und deren 1.200 Rindern, konnte die neuartige Tsetse-Fliegenbekämpfung erfolgreich getestet werden.

Prof. Dr. Christian Borgemeister ist Geschäftsführender Direktor des Zentrums für Entwicklungsforschung (ZEF) an der Universität Bonn und Professor für Ökologie und Management natürlicher Ressourcen. Von 2005 bis 2013 war er Generaldirektor des International Centre of Insect Physiology and Ecology (icipe), einem panafrikanischen Forschungsinstitut mit Hauptsitz in Nairobi, Kenia. Als gelernter Entomologe verbrachte Borgemeister mehr als 20 Jahre in den Tropen, sowohl in West- und Ostafrika als auch in Südostasien.

Montag

19.02.2018

19.30 Uhr

 

Schumpeter-Raum

 

Prof. Dr. Giovanni Beltrame

(Elektroingenieurwesen und Informatik)

How do you program 1000 robots?

We are currently on the verge of a new technology revolution – autonomous robots are becoming more and more present in everyday lives. From drones to self-driving cars, these systems are becoming pervasive and are acting as an enabling technology for many kinds of safety-critical applications, e.g. search-and-rescue operations, industrial and agricultural inspection, autonomous car driving, aerial mapping, monument digitization, and surgery. Major achievements in the area of swarm robotics still consist of algorithms that tackle specific problem instances. The performance of these algorithms strongly depends upon the context in which they are developed. We present a novel paradigm for the development of complex swarm behaviors. The talk will present the overall swarm-oriented approach, as well as practical examples in the area of disaster response. The new swarm-oriented programming offers the promise of letting a designer program thousands of robots in a manageable way.

Giovanni Beltrame obtained his Ph.D. in Computer Engineering from Politecnico di Milano in 2006. He worked as microelectronics engineer at the European Space Agency on a number of projects, spanning from radiation-tolerant systems to computer-aided design. Since 2010 he is Associate Professor at Polytechnique Montreal with the Computer and Software Engineering Department, where he directs the MIST Lab. His research interests include modelling and design of embedded systems, artificial intelligence, and robotics. He was awarded more than $3M in funding by government agencies and industry, and has published more than 75 papers in international journals and conferences. He is currently on sabbatical and a visiting professor at the University of Tübingen.