Therapie der Alzheimerkrankheit: Fortschritte und Herausforderungen

Die Alzheimererkrankung ist die häufigste Ursache einer Demenzerkrankung und betrifft weltweit Millionen Menschen. Jahrzehntelang standen vor allem symptomatische Therapien im Vordergrund – doch inzwischen zeichnet sich ein Paradigmenwechsel ab. Antikörper gegen Amyloid-β, die ersten zugelassenen krankheitsmodifizierenden Therapien, markieren einen wichtigen Schritt, werfen aber auch Fragen nach Wirksamkeit und Nutzen im Alltag auf. Parallel werden aber auch Strategien entwickelt, die direkt an den intrazellulären Mechanismen der Neurodegeneration ansetzen. Zunehmend in den Fokus rückt auch die Rolle von Neuroinflammation: neue Ansätze versuchen, fehlgeleitete Immunprozesse zu bremsen und so den Krankheitsverlauf zu modulieren. Der Vortrag gibt einen Überblick über diese Entwicklungen und diskutiert Chancen, Grenzen und Zukunftsperspektiven der Alzheimertherapie.

 

Prof. Dr. med. Anja Schneider ist Direktorin der Klinik für Alterspsychiatrie und Kognitive Erkrankungen am Universitätsklinikum Bonn und W3-Professorin für Klinische Demenzforschung an der Universität Bonn sowie Gruppenleiterin am DZNE - Deutsches Zentrum für Neurodegenerative Erkrankungen. Nach dem Medizinstudium in Heidelberg und Hamburg forschte sie neben ihrer klinischen Laufbahn in Tübingen und Göttingen an den molekularen Grundlagen neurodegenerativer Erkrankungen. Ihre wissenschaftliche Arbeit fokussiert sich auf die translationale Demenzforschung mit Schwerpunkten in Amyloid- und Tau-Pathologie, Neuroinflammation und innovativen Biomarkern.

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