Falschinformationen

Falsche Informationen durchziehen öffentliche Debatten und soziale Medien. Wie kommt es, dass sie so wirksam sind? Und warum wirken manche Falschinformationen selbst dann noch nach, wenn sie bereits widerlegt wurden? Zu diesen Fragen forscht Prof. Dr. Florian Zimmermann im Exzellenzcluster ECONtribute: Märkte & Public Policy der Universitäten Bonn und Köln. ECONtribute ist der einzige Exzellenzcluster mit Schwerpunkt in den Wirtschaftswissenschaften in Deutschland. 


In seinem Vortrag wird Professor Zimmerman den Exzellenzcluster ECONtribute sowie seine Forschung zu Falschinformationen vorstellen. In diesem Projekt untersucht er, inwiefern Falschmeldungen nachwirken, selbst wenn sie widerlegt wurden. Gemeinsam mit anderen Forschern hat er herausgefunden: Eine einzelne falsche Information beeinflusst Urteile kaum, sobald klar ist, dass sie unwahr ist. Eine falsche Geschichte hinterlässt dagegen deutliche Spuren. Das liegt daran, dass Geschichten die Vorstellungskraft anregen. Das Gehirn vollzieht das (falsch) Beschriebene oft so nach, als sei es real erlebt. Auf diese Weise werden manche Menschen beeinflusst, ohne es zu merken. In seinem Vortrag wird Professor Zimmermann zudem auf Strategien eingehen, die dabei helfen, Fake News ihre Wirkmächtigkeit zu nehmen.

 

Florian Zimmermann ist Professor beim Exzellenzcluster ECONtribute an der Universität Bonn. Er ist Research Fellow am CESifo und Research Affiliate beim IZA, sowie Senior Research Fellow am Max Planck Institut für Verhaltensökonomik. Nach dem Studium der Volkswirtschaftslehre in Mannheim und Los Angeles promovierte er 2013 an der Universität Bonn. Bevor er 2017 zum briq und der Universität Bonn wechselte, war er Postdoc an der Universität Zürich. Im Jahr 2020 erhielt er vom Europäischen Forschungsrat (ERC) für seine Arbeiten zum Einfluss des Gedächtnisses auf die Bildung wirtschaftlich relevanter Meinungen und Erwartungen einen European Starting Grant.

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