Wie kann die Welt nachhaltig ernährt werden?

Hunger ist nach wie vor weit verbreitet. Nach Jahrzehnten erfolgreicher Hungerbekämpfung, stagniert der Anteil der unterernährten Menschen derzeit und droht als Folge des Klimawandels und anderer Krisen zukünftig wieder anzusteigen. Das Ziel einer Welt ohne Hunger bis 2030 wird leider nicht erreicht werden. Dennoch bleibt das Ziel mittelfristig realistisch, wenn die internationalen Anstrengungen erhöht werden. Im Vortrag werden globale und regionale Trends dargelegt und Handlungserfordernisse für Ernährungssicherung innerhalb der planetaren Grenzen diskutiert. Dabei werden Wechselwirkungen zwischen Landwirtschaft, Umwelt, Klimawandel und Ernährung aufgezeigt und die Rolle neuer Technologien und nachhaltiger Konsumstile erörtert. Auch Fragen von Regionalität und internationalem Agrarhandel werden kritisch beleuchtet. Nachhaltige Ernährungssystem sind möglich, erfordern aber deutliche politische und gesellschaftliche Veränderungen.

Matin Qaim ist Professor für Agrarökonomie und Direktor des Zentrums für Entwicklungsforschung (ZEF) der Universität Bonn. Zuvor hatte er Professuren in Göttingen und Stuttgart-Hohenheim und war Research Fellow an der Universität von Kalifornien in Berkeley (USA). Matin Qaim forscht und lehrt zur Nachhaltigkeit von Agrar- und Ernährungssystemen mit Erfahrung in über 25 Ländern. Er ist Mitglied der Nationalen Akademie der Wissenschaften Leopoldina und Präsident der Weltagrarökonomen-Gesellschaft.

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