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Januar

Dienstag

08.01.2019

14.00 Uhr

 

Museum Ludwig, Köln


Rita Kersting
(Vize-Direktorin des Museum Ludwig und Kuratorin der Ausstellung)

Ausstellung Gabriele Münter
Malen ohne Umschweife

Gabriele Münter (1877–1962) war eine zentrale Künstlerfigur des deutschen Expressionismus und der Künstlergruppe Der Blaue Reiter, deren Gründung in Münters Haus in Murnau stattfand.
Über ihre Rolle als engagierte Persönlichkeit, Vermittlerin und langjährige Lebensgefährtin Wassily Kandinskys hinaus zeigt diese Ausstellung, wie wichtig und eigenständig Gabriele Münter als Malerin war. Erstmalig werden der Öffentlichkeit über 120 Werke präsentiert, die einen neuen Blick auf diese starke Künstlerin erlauben.

Sonntag

13. 01.2019

11.00 Uhr

 

Wolfgang-Paul-Saal


Neujahrsempfang

Eröffnung mit musikalischer Darbietung

Brunch

Dienstag

15.01.2019

19.30 Uhr

 

Wolfgang-Paul-Saal


Prof. Dr. Axel Priebs
(Institut für Geographie und Regionalforschung der Universität Wien)

Metropolregion Rheinland –
Wie viel Region braucht der Mensch?
Erfahrungen und Einschätzungen von außen

In ganz Europa und darüber hinaus positionieren sich die großen
Städte gemeinsam mit ihren Nachbarkommunen als Stadt- oder Metropolregion. Das Spektrum der Organisationsformen ist dabei sehr breit und reicht von informellen Kooperationen über GmbH-Lösungen bis zu regionalen Verbänden und Gebietskörperschaften. Auch im Rheinland haben die Akteure die Zeichen der Zeit erkannt. So ist die Stadt Bonn Teil der Metropolregion Rheinland, pflegt aber darüber hinaus u. a. eine enge Kooperation mit ihren Nachbarkreisen.
Der Referent berichtet über Erfahrungen aus anderen Regionen und zeigt Handlungsoptionen auf. Darüber hinaus zieht er eine erste Bilanz nach 17 Jahren Regionsbildung in Hannover, die er in seiner früheren Tätigkeit aktiv mitgestaltet hat, und ermöglicht damit eine Reflektion des bisher im Rheinland Erreichten.

Axel Priebs, geb. 1956 in Hamburg, studierte Geographie an der Universität Kiel. Er war für die Stadt-Umland-Planung im Großraum Bremen zuständig, hat die gemeinsame Landesplanung Berlin-Brandenburg mitaufgebaut und 22 Jahre im Großraum Hannover gearbeitet, zuletzt in zwei Wahlperioden als Erster Regionsrat und Allgemeiner Vertreter des Regionspräsidenten. Seit April 2018 ist er Professor für Angewandte Geographie, Raumforschung und Raum­ordnung an der Universität Wien.

Prof. Dr. Axel PriebsProf. Dr. Axel Priebs

Mittwoch

23.01.2019

19.00 Uhr

 

Schumpeter-Raum


Prof. Dr. Cyrill Stachniss

Autonome mobile Roboter – wo wir stehen und wo die Reise hingehen könnte.

Autonome Roboter können und werden immer mehr Tätigkeiten übernehmen, die klassischerweise von Menschen durchgeführt wurden. Dies ist in spezialisierten Bereichen im industriellen Umfeld schon lange der Fall, jedoch erobern kognitive technische Systeme immer mehr unseren Alltag. Dies beginnt mit Staubsaugerrobotern und selbständigen Rasenmähern und reicht hin zu autonomen Taxis, Fahrzeugen und Landmaschinen. Dieser Vortrag illustriert die grundlegenden Fähigkeiten solch autonomer Systeme anschaulich, gibt einen Ausblick, wohin die Reise gehen könnte, und stellt die Beteiligung Bonner Forscher an relevanten Vorhaben dar.

Cyrill Stachiss, Professor an der Universität Bonn und Leiter des Laboratoriums für Photogrammetrie und Robotik. Dissertation „Exploration and Mapping with Mobile Robots“ (Freiburg); Habil 2009; Gastdozent an der Universität Saragossa (Spanien) und Forscher am schwedischen Institut für Technologie in der Forschungsgruppe von Roland Siegwart. Er ist Sprecher des DFG „Cluster of Excellence“ EXC 2070 „PhenoRob - Robotics and Phenotyping for Sustainable Crop Production“ und der DFG Forschungs­gruppe FOR 1505 „Mapping on Demand“. In der Forschung konzentriert er sich auf Prinzipien der Wahrscheinlich­keits­rechnung im Kontext der mobilen Robotik, Navigation und Wahrnehmung.

Prof. Dr. Cyrill StachnissProf. Dr. Cyrill Stachniss

Donnerstag

31.01.2019

19.00 Uhr

 

Wolfgang-Paul-Saal


Franziska Schwarzbach

Vom moddrigen Lehm zum Denkmal aus Bronze und Stein – Entstehungsgeschichten und Bilder zum Lise-Meitner-Denkmal

Einführung:
Prof. Dr. Anne-Marie Bonnet

2013 wurde ein internationaler Wettbewerbs zur Errichtung eines Lise-Meitner-Denkmals im Ehrenhof der Humboldt-Universität zu Berlin ausgelobt. Von 81 Bewerbungen wurden zur Einreichung eines konkreten Entwurfs sechs Künstler aufgefordert. Franziska Schwarzbach ging als Siegerin hervor. Präsentiert werden eine „Reise“ in ihr Atelier, die Kunstgießerei Marco Flierl in Berlin-Weissensee, die Kunstformerei Marcus Schulz in Berlin-Weissensee und in den Ehrenhof der Humboldt-Universität.

„Meine Kindheit verbrachte ich in Schwarzenberg im Erzgebirge. Ich lernte Latein und wie man Rinder aufzieht. Mein Studium der Architektur an der Kunsthochschule Berlin-Weißensee bei Selman Selmanagić war das Beste, was es gab. Ich lernte Gropius, Neutra, Wachsmann kennen und wollte Architektin werden. „Gott sei Dank“ trieb es mich zur Bildhauerei. Ich ritze, schnitze, hacke, knete den ganzen Tag und lebe davon.“
(Franziska Schwarzbach)

Franziska SchwarzbachFranziska Schwarzbach
Februar

Mittwoch

06.02.2019

19.00 Uhr

 

Wolfgang-Paul-Saal


Prof. Dr. Klaus Herbers

Der heilige Jakobus und der Jakobsweg.
Die Bedeutung des Apostels und der Pilgerfahrten für die Entwicklung Europas

Im völlig unbekannten Nordwesten Spaniens, in Santiago de Compostela, wurde zu Beginn des 9. Jahrhunderts ein Grab entdeckt. Man identifizierte es mit dem des hl. Jakobus. Wie kam es dazu? War der Apostel nicht in Jerusalem enthauptet worden? Wollte man eine Identifikationsfigur gegenüber dem inzwischen größeren Teil Spaniens aufbauen?
Der Vortrag wird zunächst diesen Fragen nachgehen, danach die Entwicklung der Pilgerfahrten seit dem 11. Jahrhundert konturieren und fragen, wie aus dem kleinen Ort „am Ende der Welt“ ein europäischer Pilgerort werden konnte. Dabei werden auch Kultspuren und Pilgerberichte aus dem Rheinland gewürdigt.

Prof. Dr. Klaus Herbers, Studium der Geschichte und Romanischen Philologie. 1980 Promotion („Der Jakobuskult und der Liber Sancti Jacobi“, TU Berlin), 1994 Habilitation („Papst Leo IV. und das Papsttum in der Mitte des 9. Jh.s“, Tübingen). Seit 1998 Inhaber des Lehrstuhls für Mittelalterliche Geschichte und Historische Hilfswissenschaften an der Universität Erlangen-Nürnberg. Zahlr. Publ., hier insbes. Jakobsweg. Geschichte und Kultur einer Pilgerfahrt (Beck‘sche Reihe 2394), 2006; Geschichte der Päpste in Mittelalter und Renaissance (Reclams Universal-Bibliothek 19275), 2014.

Mittwoch

13.02.2019

19.00 Uhr

 

Wolfgang-Paul-Saal


Prof. Dr. Martin Werding
(Ruhr-Universität Bochum)

Demographischer Wandel und Rentenfinanzen: Perspektiven und Handlungsmöglichkeiten

Die Alterung der „Baby-Boomer“ wird die demographische Alterslast in Deutschland zwischen 2020 und 2035 stark erhöhen. Auch danach wird sich die Situation aller Voraussicht nach nicht entspannen. Realistische Variationen der wichtigsten Determinanten der demographischen Entwicklung ändern daran kaum etwas. Das deutsche Alterssicherungssystem muss daher an die Gegebenheiten einer Gesellschaft mit hoher Alterslast angepasst werden. Im Vortrag wird aufgezeigt, wie der absehbare demographische Wandel die finanzielle Entwicklung der gesetzlichen Rentenversicherung unter dem derzeit geltenden Recht in den nächsten Jahrzehnten beeinflusst. Betrachtet werden auch die Effekte aktuell diskutierter Reformoptionen für das gesetzliche Rentensystem, etwa eine dauerhafte Fixierung des Rentenniveaus, ggf. auch in Kombination mit einer Fixierung der Beitragssätze. Ferner wird diskutiert, auf welche Weise eine Bewältigung des demographischen Wandels innerhalb der Rentenversicherung und des Gesamtsystems der Alterssicherung gelingen kann.

Martin Werding, Studien der Philosophie und der Volkswirtschaftslehre in München und Passau; Promotion und Habilitation in Volkswirtschaftslehre; von 2000 bis 2008 Leiter des Forschungsbereichs Sozialpolitik und Arbeitsmärkte im ifo Institut für Wirtschaftsforschung, München; seit 2008 Inhaber des Lehrstuhls für Sozialpolitik und öffentliche Finanzen an der Ruhr-Universität Bochum.

Prof. Dr. Martin WerdingProf. Dr. Martin Werding

Dienstag

19.02.2019

18.30 Uhr

 

Wolfgang-Paul-Saal


Wolfgang Benz, Johannes Czwalina, Dan Shambicco

Nie geht es nur um Vergangenheit – Schicksale und Begegnungen im Dreiland 1933-1945

Buchvorstellung

Heute gibt es nur noch wenige Zeitzeugen, die den Zweiten Weltkrieg mit- und überlebt haben. Schon bald werden wir nur noch Berichte aus zweiter Hand hören können.
Im vorgestellten Buch erzählen ehemalige Flüchtlinge, deren Heimat in der Zwischenzeit das Dreiländereck geworden ist oder deren Fluchtweg diese Gegend gekreuzt hat, von ihren schrecklichen Erlebnissen, von Feigheit und Denunziation, aber auch von Mut und Hilfsbereitschaft. Unter den Beiträgern befinden sich nicht nur letzte Überlebende des Holocaust und deren Kinder, sondern auch Nachkommen von Tätern, die selbst unter den Verbrechen ihrer Vorfahren leiden.

Einführung:
Prof. Dr. Wolfgang Benz

Lesung:
Johannes Czwalina und
Dan Shambicco, Hrsg.

Nie geht es nur um Vergangenheit – Schicksale und Begegnungen im Dreiland 1933-1945Buchcover

Freitag

22. Februar
18.00 Uhr

 

Schumpeter-Sitzungsraum

Axel Voss MdEP

Sicherung eines unabhängigen Journalismus

Das Leistungsschutzrecht scheint auf den ersten Blick mit der Begrenzung kostenloser Zitationen durch Suchmaschinen und Netzdienste nur einen kleinen Teil des Urheberrechtsgesetzes auszumachen. Sieht man allerdings, dass etwa Google und Facebook den für sie überlebenswichtigen Anzeigenmarkt weitgehend von den klassischen Printmedien übernommen haben, so versteht man, dass es um Demokratie geht. Während die Unternehmen mit nationalen Parlamenten gar nicht erst in das Gespräch kommen wollten, führten sie gegen einzelne Abgeordneter des europäischen Parlaments eine Schlammschlacht. Axel Voss ist zuständiger Abgeordneter des Europaparlaments, der diese Auseinandersetzung mit den Konzernen aushalten muss, und sich für eine Regelung dieses streitigen Bereichs einsetzt.

Axel Voss, geb. 1963, Rechtsanwalt, seit 2009 Mitglied des Europäischen Parlaments (Region Mittelrhein / NRW). Dort seit 2014 Mitglied des Rechtsausschusses (und seit 2017 dort Sprecher der EVP-Fraktion). Stv. Mitglied des Ausschusses für bürgerliche Freiheiten, Justiz und Inneres. Mitglied des Sonderausschusses gegen organisiertes Verbrechen, Korruption und Geldwäsche. Bezirksvorsitzender der CDU Mittelrhein. Stv. Vorsitzender des Mid-Atlantik-Clubs Bonn. U.a. Mitglied der European Logistics Platform sowie des Kuratoriums Stiftung Bürger für Beethoven.

Der Vortrag findet in Kooperation mit dem
Bonner Juristischen Forum e.V. statt.

März

Mittwoch
6. März 2019
17.00 Uhr

 

Schumpeter-Sitzungsaal

Einladung zum onkologischen Kolloquium & Lisec-Artz Preisverleihung

Der Dekan der Medizinischen Fakultät und die Bonner Universitätsstiftung laden Sie herzlich zur feierlichen Lisec-Artz Preisverleihung am 6. März 2019 um 17.00 Uhr in den Universitätsclub ein.

Mit dem Lisec-Artz-Preis werden bundesweit herausragende Nachwuchswissenschaftler*innen in der Krebsforschung durch die Bonner Universitätsstiftung ausgezeichnet. Unter mehreren ausgezeichneten Bewerbungen hat ein Kuratorium der Medizinischen Fakultät Herrn Dr. Christian Braun von der Ludwig-Maximilians-Universität München als Preisträger ausgewählt.

Im Rahmen der Preisverleihung werden Herr Dr. Christian Braun und Herr Prof. Michael Hölzel Ihre Forschung präsentieren. Der Vortragstittel des Preisträgers lautet: „Der koordinierte RNA-Molekül-Lebenszyklus als angreifbare Tumorvulnerabilität”.

Samstag
9. März 2019
10.15 Uhr

 

Exkursion

Exkursion nach Rhöndorf:
Kunst_am_Turm, Café Profittlich, Gedenkstätte Adenauerhaus

„KAT_A” ist ein Forum für zeitgenössische Kunst. Die Ausstellung am historischen Turm in Bad Honnef-Rhöndorf zeigt internationale Kunst der Gegenwart. Die Führung erfolgt durch die Kunstsammlerin und Initiatorin des KAT_A Frau Andra Lauffs-Wegner. – Das Café Profittlich ist ein uriges Original, bekannt u.a. durch einen Streit zwischen dem Bäcker Profittlich und Adenauer über eine Seilbahn von dort zum Drachenfels. Die gemütliche Einrichtung und das leckere Süßspeisen- und Mittagsangebot bieten eine gute Möglichkeit für eine Pause. – Die neugestaltete Dauerausstellung ‚Konrad Adenauer 1876-1967. Rheinländer, Deutscher, Europäer‘ zeigt den Politiker, Staats- und Privatmann Adenauer, etwa den Familienvater, Rosenliebhaber, Krimileser und Tüftler. Die Kustodenführung durch Frau Dr. Corinna Franz umfasst auch den Besuch des ehemaligen Adenauer-Wohnhauses.

Anreise:
eigene Anreise

Treffpunkt:
Drachenfelsstr. 4-7, Bad Honnef, 10.15 Uhr

Kosten: keine

Weitere Informationen unter:
www.kat-a.de/kunst-am-turm
www.adenauerhaus.de/index_3.html

Dienstag
19. März 2019
19.00 Uhr

 

Schumpeter-Sitzungsraum

Prof. Dr. Jens Léon

Biodiversität –
Ein wichtiger Motor für die moderne Pflanzenzüchtung

Für die Pflanzenzüchtung wird gezeigt, wie die Biodiversität uns bei der Bewältigung von Herausforderungen wie Klimawandel, Bevölkerungswachstum etc. helfen kann. Neben der Vielfalt der Ökosysteme und der Arten besteht eine bedeutende Komponente der Biodiversität in der Vielfalt innerhalb der Arten. An dieser genetischen Vielfalt ist die Pflanzenzüchtung interessiert, um die Verbraucher mit verschiedenen, aber innerhalb der Partie jeweils hochwertigen Produkten zu versorgen. Mit innovativen Methoden können die Züchter die Variabilität zwischen Pflanzen auf einzelne Gene zurückführen. Anhand von Beispielen wird gezeigt, wie groß die Variabilität innerhalb der Arten ist und wie die einzelnen Eigenschaften nutzbar gemacht werden.

Prof. Jens Léon, Studium der Agrarwissenschaften an der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel mit Schwerpunkt Pflanzenproduktion. 1982 bis 1996 Doktorand, Habilitand bzw. Privatdozent am Institut für Pflanzenbau und Pflanzenzüchtung der Agrar­wissenschaftlichen Fakultät der Universität zu Kiel: 1985 Promotion bei Prof. Dr. M. Hühn; 1992 Habilitation im Fach Pflanzen­züchtung. Ab 1996 Professor für Pflanzen­züchtung an der Universität Bonn. Seit 2007 Hg. der Wissen­schaftlichen Zeitschrift PLANT BREEDING. Ab 2010 Vorstandsvorsitzender der Günter und Anna Wricke-Stiftung zur Förderung des wissenschaftlichen Nachwuchses in der Pflanzenzüchtung.

Prof. Dr. Jens LéonProf. Dr. Jens Léon
April

Mittwoch
3. April 2019
8.00 Uhr

 

Exkursion

Prof. Dr. Ernst-Dieter Hehl, Prof. Dr. Susanne Kern

Exkursion nach Mainz:
Chagall-Fenster in St. Stephan und Dom

Im Jahr 1973 begann der jüdische Künstler Marc Chagall auf Bitte von Monsignore Klaus Mayer, die neuen Fenster für St. Stephan zu gestalten. Diese sind ein Kunstwerk von hohem Rang und ein Zeichen der Versöhnung zwischen Deutschland und dem jüdischen Volk. Frau Anke Sprenger wird uns das Werk und seine Bedeutung erläutern.

Nach einem gemeinsamen Mittagessen besuchen wir den Mainzer Dom und bei Interesse das Dom- und Diözesanmuseum. Vor Ort werden uns der Historiker Prof. Dr. Ernst-Dieter Hehl und Frau Dr. Susanne Kern, Wissenschaftliche Mitarbeiterin der Akademie der Wissenschaften und Literatur, Mainz, begleiten.

Anreise:
mit dem Bus

Treffpunkt:
Busstreifen Adenauerallee/Ecke am Hofgarten, Höhe akademisches Kunstmuseum

Abfahrt: 8.00 Uhr

Kosten: ca. 20 €/Person

Mittwoch
10. April 2019
19.00 Uhr

 

Schumpeter-Sitzungsraum

Prof. Dr. Andreas Bartels

Der Begriff der Möglichkeit in Philosophie und empirischer Wissenschaft

Metaphysische Möglichkeiten sind Arten und Weisen, wie die Welt beschaffen sein könnte bzw. hätte beschaffen sein können. Wie der Raum dieser Möglichkeiten eingegrenzt wird, hängt von den Einsichten und Intuitionen darüber ab, welche Tatsachen unserer Welt notwendig oder fundamental und welche nur kontingent sind. Auch in der empirischen Wissenschaft ist von Möglichkeiten die Rede, z.B. im Blick auf mögliche Modelle, die durch eine physikalische Theorie zugelassen werden. Der Vortrag versucht zu klären, in welchem Verhältnis metaphysische und physikalische Möglichkeiten zueinander stehen. Schließlich soll die Frage beantwortet werden, weshalb wir überhaupt Möglichkeiten erwägen, d.h. welcher Erkenntniswert mit der Analyse von Möglichkeiten in Philosophie und empirischer Wissenschaft verbunden ist.

Prof. Andreas Bartels, Prof. für Wissen­schafts- und Natur­philo­sophie an der Uni­versi­tät Bonn. Diss. 1984 „Kausalitäts­verletzungen in allgemein­relativistischen Raumzeiten (Gießen); Habil. 1992 „Bedeutung und Begriffsgeschichte”. Projektleiter in der DFG-Forschungs­gruppe FOR 2495 „Inductive Metaphysics” mit dem Projekt „Modality in Physics and Meta­physics”. Weitere Forschungsschwerpunkte: Schnittstellen zwischen Philosophie und Naturwissenschaft. Neuere Buchveröffentlichung: „Naturgesetze in einer kausalen Welt”, Mentis 2015.

Prof. Dr. Andreas BartelsProf. Dr. Andreas Bartels

Dienstag
16. April 2019
19.00 Uhr

 

Wolfgang-Paul-Saal

Prof. Dr. Mark Spoerer

Wirtschaftskrisen im 19. und 20. Jahrhundert und was man daraus lernen kann (oder auch nicht)

Seitdem Menschen wirtschaften, fürchten sie Krisen. In der vorindustriellen Zeit konnte eine Folge von zwei oder drei Missernten oder ein extremes Wetterereignis massenhaften Hunger und Tod bewirken. Seit der zunehmenden weltwirtschaftlichen Vernetzung im 19. Jahrhundert können sich Wirtschaftskrisen international und sogar global verbreiten. Im Vortrag werden Wirtschaftskrisen, ihre Ursachen und Folgen seit dem 19. Jahrhundert vorgestellt. Lässt sich etwas aus vergangenen Krisen lernen, und wenn ja, was?

Prof. Mark Spoerer, Studium der Geschichte und der Volkswirtschaftslehre in Bonn, Promotion 1995 zur Gewinnlage der Industrie in der Zwischenkriegszeit, Habilitation 2003 zu den öffentlichen Finanzen im Deutschland des 19. Jahrhunderts. Gastprofessuren 1998 in Barcelona, 2004 in Tokio und 2005 in Paris. Seit 2011 Inhaber des Lehrstuhls für Wirtschafts- und Sozialgeschichte an der Universität Regensburg. Aktuelle Forschungsschwerpunkte: Wirtschaftliche Konjunkturen und Lebensstandard seit dem Spätmittelalter, Wirtschafts- und Unternehmensgeschichte im 19. und 20. Jahrhundert.

Mittwoch
24. April 2019
19.00 Uhr

 

Wolfgang-Paul-Saal 

Prof. Dr. J. Wolfgang Wägele

Das Insektensterben und die Notwendigkeit von Biodiversitätsmonitoring

Der von Menschen verursachte Globale Wandel bedroht die Lebensqualität unserer Nachkommen. Der spürbare Klimawandel ist nur ein Aspekt. Die Veränderungen von Naturlandschaften, landwirtschaftlich genutzter Flächen und des Artenreichtums sind wenig beachtet und wenig erforscht. Erst im Herbst 2017 wurden Medien und Politik auf das rasante Insektensterben aufmerksam. Die Folgen sind kaum verstanden. Am Lehrstuhl Spezielle Zoologie der Universität und am Zoologischen Forschungs­museum Alexander Koenig entwickeln wir zusammen mit Partnern (u.a. Nees Institut, Informatik) Technologien, um Daten über die Trends in der biologischen Umwelt automatisiert zu erfassen. Angesichts der Interessenkonflikte sind wie in der Klimaforschung große Datenmengen und objektive Analysen erforderlich, um eine wissensbasierte Politikberatung zu entwickeln.

Prof. J. Wolfgang Wägele, 1953 in Neuwied geboren, ab 1955 in Kolumbien aufgewachsen, dort Besuch der Deutschen Schule bis zum Abitur (1972). Studium der Fächer Biologie und Chemie an der Universität Kiel, 1977 erstes Staatsexamen, 1980 Promotion über die Evolution von marinen Kleinkrebsen (Isopoda, Anthuridea). Ab 1981 Leitung der Abt. Elektronenmikroskopie der Univ. Oldenburg, nach Professuren in Bielefeld und Bochum seit 2004 Leitung des Museums Koenig in Bonn.

Segelfalter Iphiclides podalirius

Montag
29. April 2019
18.00 Uhr

 

Wolfgang-Paul-Saal 

Leibniz-Lecture 2019

Prof. Dr. Anne Storch

Die Erfindung der Sprache

Entgegen unseren alltäglichen Erfahrungen ist Sprache niemals etwas, das einfach da ist; sie muss immer wieder gestaltet, gemacht, belebt werden. Sprachliche Kreativität und ideologische Rationalisierungen kommunikativen Handelns sind dabei kulturelle Praktiken, die wesentliche wissenschaftliche Einblicke in die Flüchtigkeit wie auch die Kraft der Sprache ermöglichen. Sie berichten von der Macht des Wortes, aber auch der Erfahrung vom Verlust der Rede, von den Grenzen des Sagbaren und der Bedeutung der Stille. Dass diesen Einblicken große aktuelle Bedeutung zukommt, wird deutlich, wenn der Blick auf die Realitäten der Fremde, Flucht, Ausgrenzung und Hoffnungslosigkeit gelenkt wird; um die Erfindung der Sprache vor diesem Hintergrund geht es hier.

Prof. Anne Storch lehrt seit 2004 Afrikanistik an der Universität zu Köln. Studium in Frankfurt und Mainz; 1999 Promotion über „Das Hone und seine Stellung im Zentral-Jukunoid“, Afrikanische Sprachwissenschaften, Johann Wolfgang Goethe-Universität, Frankfurt/Main; 2006-2009 Präsidentin des Fachverbands Afrikanistik; 2014–2016 Co-Präsidentin der International Association for Colonial and Postcolonial Linguistics; 2017 Gottfried-Wilhelm-Leibniz-Preisträgerin.

Die Erfindung der Sprache
Mai

Dienstag

14. Mai 2019

19.30 Uhr

 

Wolfgang-Paul-Saal

Adrian Tinniswood

Behind the Throne: The Private Life of Queen Victoria

What was it like to live with Queen Victoria? The ruler of the largest empire that the world has ever seen was a loving wife to her husband Prince Albert, a remote and harsh mother to their nine children (“as a rule, children are a bitter disappointment”, she confided to her diary), a difficult mistress to the people who worked for her. In a lecture to celebrate the 200th birthday of one of the most famous sovereigns in British history, Adrian Tinniswood explores Victoria’s private life. Above all, he shows how her turbulent personality was an integral part of her greatness as a monarch.

Adrian Tinniswood OBE FSA is the author of fifteen books on
social and architectural history. He has worked with a number of heritage organisations including the Heritage Lottery Fund and the National Trust, and is currently Senior Research Fellow in History at the University of Buckingham and Visiting Fellow in Heritage and History at Bath Spa University.

Der Vortrag findet in Kooperation mit der Deutsch-Britischen Gesellschaft statt und wird in englischer Sprache gehalten.

Freitag

17. Mai 2019

19.00 Uhr

 

Wolfgang-Paul-Saal

ANIMATO – Junge Künstler spielen und erklären Musik im Universitätsclub

Elena Harsányi und Toni Ming Geiger

Work in Progress – Wie ein Konzertprogramm entsteht

Sie haben sich schon öfter gefragt, warum gerade diese oder jene Stücke in einem Konzert zusammengestellt werden? Dann werfen Sie in der Gesprächskonzertreihe „Animato“ des Universitätsclubs in Kooperation mit dem Netzwerk Ludwig van B. und dem Musikwissenschaftlichen Seminar der Universität Bonn einen Blick in die Werkstatt eines Liedduos, das schon immer einen hochkarätigen, ja intellektuellen Anspruch an die eigene Programmgestaltung hatte: Elena Harsányi, Sopran, und Toni Ming Geiger, Klavier. Beide stammen aus Bonn, im Studium gingen sie verschiedene Wege: Toni studierte Klavier und Liedgestaltung in Köln, Elena Gesang in Saarbrücken und derzeit in München. Die beiden sind nicht nur musikalische Denker, sondern wissen als herausragende Interpreten auch, dass man Musik nicht nur mit dem Kopf macht. Am 17. Mai entwickeln sie vor den Ohren ihres Publikums im Gespräch ein neues Liedprogramm. – Freuen Sie sich auf einen weiteren überraschenden Abend mit Musik. Wir freuen uns über angeregtes Weiter-Sprechen nach dem Konzert bei einem Glas Wein. Der Eintritt ist frei.

Donnerstag

23. Mai 2019

19.00 Uhr

 

Josef-Schumpeter-Raum

Prof. Dr. Michael Rohrschneider

Dreißigjähriger Krieg, Westfälischer Frieden und Syrien-Krieg: Historische Friedens- und Konfliktforschung aktuell

Rund 400 Jahre nach dem Ausbruch des Dreißigjährigen Kriegs (1618–1648) wird in der Wissenschaft und der interessierten Öffentlichkeit viel über die Frage diskutiert, ob man aus dem Dreißigjährigen Krieg und dem Westfälischen Frieden im Hinblick auf die aktuellen Konfliktlagen in Syrien bzw. im Nahen und Mittleren Osten etwas lernen könne. Der Vortrag unternimmt den Versuch einer aktuellen Positionsbestimmung: Bestehen Analogien zwischen dem Dreißigjährigen Krieg und der gegenwärtigen Lage in Syrien? Und kann es einen Westfälischen Frieden für den Nahen und Mittleren Osten geben?

Michael Rohrschneider, Professor an der Universität Bonn und zugleich Leiter des Zentrums für Historische Friedensforschung; Dissertation 1997 (Bonn); Habilitation 2005 (Köln); langjähriger Mitarbeiter der Edition der Akten zum Westfälischen Frieden („Acta Pacis Westphalicae“). Zu seinen Schwerpunkten in Forschung und Lehre zählen die Epoche der Frühen Neuzeit (16. - 18. Jahrhundert), die Rheinische Landesgeschichte und die Historische Friedens- und Konfliktforschung.

Juni

Dienstag

04. Juni 2019

19.00 Uhr

 

Wolfgang-Paul-Saal

Joseph-Höffner-Vorlesungsreihe

Prof. Dr. Ansgar Hense

Rechtsschutz in der katholischen Kirche – eine unendliche Geschichte?

Anmerkungen zu aktuellen Diskussionen über die Einführung einer kircheneigenen Verwaltungsgerichtsbarkeit

Die gegenwärtigen Dimensionen der Kirchenkrise und die Suche danach, institutionelle Gegenmaßnahmen zu ergreifen, haben das Vorhaben „Einführung einer kircheneigenen Verwaltungsgerichtsbarkeit“ neu belebt. Dieses insbesondere von der Würzburger Synode in den 1970er Jahren initiierte Projekt ist zwar nicht völlig vergessen worden, aber durch die Zeitumstände und insbesondere den Codex Iuris Canonici 1983 in den Hintergrund getreten. Die kirchenrechtswissenschaftlichen Publikationen zu diesem Thema rissen zwar nie ab, aber erst der Beschluss der Vollversammlung der Deutschen Bischofskonferenz auf der diesjährigen Frühjahrsvollversammlung, eine Ordnung für Verwaltungsgerichte in ihrem Zuständigkeitsbereich zu erarbeiten, ließ eine bis dahin ungekannte Dynamik an den Tag treten. Der Vortrag wird zum Gegenstand haben, Grund und Grenzen dieses Projekts auszuleuchten.

Ansgar Hense, apl. Prof. an der Rechts- und Staatswissenschaftlichen Fakultät – FB Rechtswissenschaft Universität Bonn, Direktor des Instituts für Staatskirchenrecht der Diözesen Deutschlands sowie kommissarischer Leiter des Kanonistischen Instituts an der Universität Potsdam.

Montag

17. Juni 2019

19.30 Uhr

 

Wolfgang-Paul-Saal

Dr. Elke Richter

„So wohnen wir nun in einem modernen Haus.
Wir mögen es dennoch.” (Katia Mann)

Das Thomas-Mann-Haus in Los Angeles

Das 1941/42 errichtete Wohnhaus Katia und Thomas Manns stand 2018 im Zentrum der Aufmerksamkeit, als die Bundesrepublik hier als Teil der auswärtigen Kulturpolitik eine Stipendiatenresidenz eröffnete. Der Umbau und die Sanierung des Hauses, in dem die Manns bis zu ihrer Auswanderung in die Schweiz 1952 lebten, ermöglichten der Referentin im Auftrag des Auswärtigen Amtes intensive Vor‐Ort‐Untersuchungen. Diese erlauben nun die Rekonstruktion des Erbauungszustandes einschließlich der Innenraumfarbigkeit und baufesten Ausstattung. Die baugeschichtliche Kontextualisierung des Baus zeigt außerdem, wie die Manns ihre europäisch-großbürgerlichen Wohnvorstellungen durch die Architektur im Exil tradierten und zugleich im Gewand der kalifornischen Moderne wohnten.
Dr. Elke Richter, Studium der Architektur in Dresden und Venedig, Masterstudium Denkmalpflege in Berlin, Promotion („Gebaute Diskrepanz ‐ Das Gebäude der Königlichen Hofbibliothek in Berlin 1774 bis 1970“, BTU Cottbus-Senftenberg 2017), wiss. Tätig­keiten am Deutschen Archäologischen Institut, seit 2016 akademische Mitarbeiterin im Fachgebiet Baugeschichte der Brandenburgischen Technischen Universität Cottbus‐Senftenberg, Forschungs­schwer­punkte: Antike Befestigungs­bauten, Bau‐ und Planungs­geschichte der Moderne, v.a. in Preußen im 19. Jh. und in der DDR.

Die Veranstaltung findet in Kooperation mit der Thomas-Mann-Gesellschaft statt.

Dienstag

18. Juni 2019

19.30 Uhr

 

Wolfgang-Paul-Saal

In Kooperation mit den Opernfreunden Bonn

Sommerliches Konzert

Weitere Informationen folgen.

Montag

24. Juni 2019

19. 00 Uhr

 

Wolfgang-Paul-Saal

Kirsten Jahn
Geschäftsführerin Metropolregion Rheinland e.V.

Die Metropolregion Rheinland e.V. – ihre Aufgaben und Ziele

Wachsende Bevölkerungszahlen, steigende Pendler*innen-
und Warenströme sowie der Klima- und Strukturwandel stellen
das Rheinland als Lebens- und Wirtschaftsraum vor große Herausforderungen. Eine regionale Zusammenarbeit in den Bereichen Standortmarketing, Kultur, Mobilität, Siedlungs- und Landschaftsentwicklung ist notwendiger denn je, um Lösungen integriert zu erarbeiten. Mit 8,6 Mio. Einwohnern ist das Rheinland die bevölkerungsreichste und eine der dichtest besiedelten Regionen Deutschlands. Es herrscht ein gemeinsames Verständnis, dass es als Ganzes stärker ist als seine Gebietskörperschaften und Institutionen im Einzelnen. Mit dieser Haltung haben sich die Städte und Kreise, die Industrie-, Handels- sowie Handwerkskammern, die Städteregion Aachen und der Landschaftsverband Rheinland 2017 zur Metropolregion Rheinland e.V. zusammengeschlossen. Das Ziel: die Interessen des Rheinlandes gegenüber dem Land, Bund und der EU zu bündeln und zu kommunizieren, die Region in den Bereichen Kultur, Forschung & Bildung, Verkehr & Infrastruktur voranzubringen und eine integrierte Raum- und Mobilitätsentwicklung in partnerschaftlicher Zusammenarbeit weiter zu entwickeln.

Kirsten Jahn, Geschäftsführerin der Metropolregion Rheinland e.V.
Diplom-Geographin, bei Einrichtungen und Unter­nehmen aus den Bereichen Regionalentwicklung, Wirt­schafts­förderung und Touris­mus beschäftigt, ab 2014 Fraktions­vorsitzende der Grünen im Rat der Stadt Köln und stadtentwicklungspolitische Sprecherin, seit 1. März 2019 Geschäftsführerin der Metropolregion Rheinland e.V.

Juli

Montag

01. Juli 2019

19.00 Uhr

 

Wolfgang-Paul-Saal

Dr. Mario Holzner,
mit einer Einführung von Prof. Dr. Tilman Mayer

China entgegenkommen? –
Zur Konstruktion einer europäischen Seidenstraße

Die Europäer hat Unbehagen erfasst. Sie beobachten, dass China mit verschiedenen Initiativen nach Europa vordringt. Als spektakulär gelten der Kauf des griechischen Hafens Piräus und die Initiative 16+1, mit der auch auf EU-Staaten unmittelbar Einfluss genommen werden kann. In diesem Kontext werden immer wieder Vorbehalte gegenüber China laut. Konstruktiver ist demgegenüber ein anderer Denkansatz, demzufolge Europa seinerseits ein Großprojekt entwickeln sollte, das der chinesischen bzw. asiatischen Seidenstraße entgegenkommt und insofern die chinesische Initiative gewinnbringend aufgreift. Herr Holzner stellt hier eine neue Studie seines Instituts zu einer „Europäischen Seidenstraße“ als komplementäre Struktur zur chinesischen Initiative vor, von der sowohl China als auch Europa profitieren würden. Mit einer Einführung und Moderation von Prof. Dr. Tilman Mayer.

Dr. Mario Holzner, Stv. Leiter des Wiener Instituts für Internationale Wirtschaftsvergleiche (wiiw). Forschungsschwerpunkte sind die wirtschaftliche Analyse der Länder Mittel-, Ost- und Südosteuropas. Sein Doktorat hat er zu langfristigen makroökonomischen Folgen von Tourismusspezialisierung an der WU Wien abgeschlossen. Er lehrt Ökonometrie an der Universität Wien.

Prof. Dr. Tilman Mayer ist Professor für politische Theorie, Ideen- und Zeitgeschichte am Institut für Politische Wissenschaft und Soziologie der Universität Bonn.

Diese Veranstaltung findet in Kooperation mit dem Konfuzius-Institut Bonn statt.

August

Donnerstag
29. 08.2018

13.00 Uhr

 

Exkursion

 

Anreise: mit dem Bus

 

Treffpunkt: Brassertufer (unterhalb des Uniclubs), Abfahrt 13.00 Uhr

Exkursion

Prof. Dr. Wolfgang Schumacher

Enziane, Teufelsabbiss,
Herbstzeitlose und mehr –
Naturschutzgebiete der Eifel

Ziel der Exkursion sind zwei landesweit bedeutende Naturschutzgebiete: die Sistig-Krekeler Heide bei Kall und das Seidenbachtal bei Blankenheim. Sie gehören aufgrund des jahrzehntelangen Vertrags-naturschutzes mit Landwirten der Region (seit 1985!) zu den Hot Spots der Biodiversität in NRW. In den Gebieten befinden sich auch große Populationen der drei im Rheinland vorkommenden Enzianarten: Lungen-Enzian (Gentiana pneumonanthe), Deutscher Enzian (Gentianella germanica) und Fransen-Enzian (Gentianopsis ciliata). Wir werden auch weitere Spätsommer- und Herbstblüher wie Herbstzeitlose, Teufelsabbiss, Augentrost, Golddistel, Tauben-Scabiose u.a.m. finden, ebenso diverse Tagfalter. Voraussetzung für diese und viele andere Arten sind dauerhafte extensive Nutzungen der Flächen und angepasste Nutzungstermine, die hier wie in der gesamten Eifel eine positive Trendwende im Naturschutz herbeigeführt haben.

Prof. Dr. Wolfgang Schumacher war bis 2010 Leiter der Abteilung Geobotanik und Naturschutz an der Landwirtschaftlichen Fakultät der Universität Bonn. Forschungsschwerpunkte: Vegetation des Rheinlands, Arten- und Biotopschutz, Analyse und Bewertung von Lebensräumen und Landschaften, Auswirkungen des Vertragsnaturschutzes auf seltene und gefährdete Arten.

Weitere Informationen:

Exkursion SchumacherFoto: Wolfgang Schumacher

September

Dienstag

10. September

19.00 Uhr

 

Wolfgang-Paul-Saal

Prof. Dr. Anton Zensus

Das erste Bild von einem Schwarzen Loch: Ein Blick ans Ende von Raum und Zeit

Die Wissenschaftssensation des Jahres ist das erste Bild eines Schwarzen Lochs, das Astronomen des Projekts „Event Horizon Telescope“ am 10. April 2019 veröffentlicht haben. Aus diesem hochaktuellen Anlass berichtet mit Professor Anton Zensus vom Max-Planck-Institut für Radioastronomie einer der maßgeblich beteiligten Wissenschaftler aus erster Hand über dieses faszinierende Forschungsergebnis. In seinem Vortrag spannt der Referent einen Bogen von den ersten Spekulationen über die Existenz von supermassiven Schwarzen Löchern in Galaxien über detaillierte Modellrechnungen bis hin zum »Event Horizon Telescope«. Mit diesem Zusammenschluss von acht Radioteleskopen, die gemeinsam die Bildschärfe einer Antenne so groß wie die Erde erreichen, war schließlich die erste Abbildung eines Schwarzen Lochs möglich. Prof. Zensus wird die Entstehung dieses wissenschaftlichen Durchbruchs erklären und auch darauf eingehen, welche Perspektiven sich damit für die weitere astrophysikalische Forschung ergeben.

Prof. Dr. Anton Zensus ist wissenschaftliches Mitglied und Direktor am Max-Planck-Institut für Radioastronomie und leitet dort die Forschungsabteilung Radioastronomie/VLBI. Er ist Vorsitzender des Aufsichtsrats für das internationale Projekt »Event Horizon Telescope« (EHT).

Samstag

21. September

14.30 Uhr

 

Universitätsclub Bonn

Der Universitätsclub Bonn feiert seinen 30. Geburtstag

Der Universitätsclub Bonn blickt im Herbst 2019 auf 30 Jahre erfolgreiches Wirken zurück. Aus diesem Anlass laden wir unsere Mitglieder, Freunde, Förderer und Gäste zu einer Veranstaltung ein, die die interdisziplinär-kooperative, die innovative und anregende Ausrichtung des Clubs zum Ausdruck bringt.
Wir beginnen mit einem Empfang um 14.30 h. Nach Begrüßung und kurzem Rückblick diskutieren Markus Gabriel (Philosophie), Bernhard Korte (Diskrete Mathematik, Arithmeum) und Ranga Yogeshwar (Wissenschaftsjournalist) über das Thema „Künstliche Intelligenz“, moderiert von Christa Müller (Pharmazie). Es schließt sich, musikalisch umrahmt, ein Imbiss an.

Oktober

Montag

14. Oktober 2019

19.00 Uhr

 

Wolfgang-Paul-Saal

Prof. Dr. Manfred Rasch

Der letzte Al-Chemist. Karl Ziegler und das Niederdruck-Polyethylen. Eine Milliarden-Erfindung

Karl Ziegler hätte auch Chemie-Professor in Bonn werden können, doch die Nationalsozialisten wollten ihn nicht auf einem der renommierten deutschen Lehrstühle sehen. Dies war Zieglers Glück, auch wenn er dies zunächst nicht so empfand. Nur am Kaiser-Wilhelm-/Max-Planck-Institut für Kohlenforschung in Mülheim/Ruhr konnte der Chemie-Nobelpreisträger von 1963 auch seinen wirtschaftlichen Erfolg realisieren. Die Rahmenbedingungen dieses in der Wissenschaftsgeschichte einmaligen Vorgangs, der an die Zeit der Alchemisten und ihrer Goldsynthese erinnert, werden analysiert.

Prof. Dr. Manfred Rasch, 1975-1981 Studium der Geschichte, Mathematik und Pädagogik; 1984-1986 Referendariat; 1986-1992 Wiss. Mitarb. am Max-Planck-Institut für Kohlenforschung in Mülheim/Ruhr; 1989 Promotion; 1992-2018 Leiter des heutigen thyssenkrupp Konzernarchivs; 2003 Honorar­professor der Ruhr-Universität Bochum, Forschungsschwerpunkte: Wirtschafts-, Wissenschafts- und Technikgeschichte des 19./20. Jh.s.

Prof. Dr. Manfred Rasch Prof. Dr. Manfred Rasch

Montag

21. Oktober

19.00 Uhr

 

Wolfgang-Paul-Saal

Prof. Dr Norbert Lammert

Perspektiven des Sozialstaats – Zwischen individueller Absicherung und staatlicher Verantwortung

Prof. Lammert, seit Januar 2018 Vorsitzender der Konrad-Adenauer-Stiftung, hat die Politik in Deutschland über fast vier Jahrzehnte aktiv begleitet und in wichtigen Ämtern mitgestaltet. Zwölf Jahre war er Präsident des Deutschen Bundestags, dem er von 1980 bis 2017 angehörte. In den Regierungen von Helmut Kohl amtierte er als Parlamentarischer Staatssekretär in den Bundesministerien für Bildung und Wissenschaft, für Wirtschaft und schließlich für Verkehr sowie als Koordinator der Bundesregierung für die Luft- und Raumfahrt. 2003 erhielt Lammert einen Lehrauftrag für Politikwissenschaft der Ruhr-Universität Bochum, die ihn 2008 zum Honorarprofessor ernannte. Seine zahlreichen Publikationen befassen sich mit gesellschafts-, wirtschafts- und kulturpolitischen Themen.

Prof. Dr Norbert LammertProf. Dr Norbert Lammert

Mittwoch

23. Oktober

16.30 Uhr

 

Exkursion ins Museum Koenig

Prof. Dr. Martin Sander

Die Evolution des Gigantismus:
Biologie der sauropoden Dinosaurier

Dinosaurier waren die größten Landtiere der Erdgeschichte. Trotz der beindruckenden Körpergröße schlüpften die Jungtiere aus Eiern, die nicht größer als ein Fußball waren. Die Jungtiere waren durch Räuber stark gefährdet und mussten schnell heranwachsen. In einem aktuellen Forschungsprojekt versucht Prof. Martin Sander aus dem Institut für Geowissenschaften der Universität Bonn mit seiner DFG-Forschergruppe, die Biologie dieser Riesen und das Phänomen ihres Gigantismus zu klären. Den Schlüssel bieten unter anderem Wachstumsmarken, die in den Strukturen der fossilen Knochen erhalten sind. Ergebnisse dieser Forschungsarbeit präsentiert die Ausstellung im Museum Alexander Koenig. Sie war zuvor in New York und Tokio zu sehen.

Prof. Dr. Martin Sander, Studium der Geologie in Freiburg i. Br. und an der University of Texas at Austin. Promotion in Paläontologie an der Universität Zürich. Habilitation in Archäologie und Historischer Geologie 1995. Professor für Wirbeltier-Paläontologie an der Universität Bonn. Seit Januar 2018 Sprecher des DFG Research Units 2685: The Limits of the Fossil Record. Analytical and Experimental Approaches to Fossilization.

Tyranno

Donnerstag

29. Oktober

9.00 Uhr

 

Exkursion

Exkursion nach Frankfurt a.M.

Van Gogh-Ausstellung im Städel Museum + Zeitgenössische Kunst im Museum für Moderne Kunst

Die Exkursion führt zum einen ins Städel Museum, in die am 23.10.2019 eröffnete Ausstellung „Making van Gogh. Geschichte einer deutschen Liebe”. Diese bis dato größte und aufwendigste Präsentation in der Geschichte des Frankfurter Städels thematisiert die besondere Rolle, die deutsche Galeristen, Sammler, Kritiker und Museen für die Erfolgsgeschichte Vincent van Goghs (1853–1890) spielten, der als Vorreiter der modernen Malerei gilt. Zu sehen sind mehr als 120 Gemälde und Arbeiten auf Papier, darunter über 50 zentrale Werke von van Gogh und 70 Werke weiterer für die Moderne bedeutender Künstlerinnen und Künstler.

Damit verbinden wir zum anderen eine Führung im Frankfurter Museum für Moderne Kunst, dessen Sammlung mehr als 5.000 Kunstwerke von den 1960er-Jahren bis zur Gegenwart umfasst. Mit zentralen Werkgruppen internationaler und nationaler Künstlerinnen und Künstlern ist es eine der wichtigsten Institutionen zeitgenössischer Kunst. Die Ausstellung „Museum” versucht in einer Zeit des permanenten Wandels immer andere Räume zu öffnen und zu besetzen.

Für weitere Informationen:
www.mmk.art/de/visit/museum
www.staedelmuseum.de/de/vangogh

Anreise mit dem Bus. Kosten ca. 35 € pro Person.

Treffpunkt: Brassertufer (unterhalb des Uniclubs), Abfahrt 9.00 Uhr

Die Teilnahme erfordert die Anmeldung bei Frau Müller (mueller [at] uniclub-bonn [dot] de) bis zum 10. Oktober und eine Bestätigung durch den Uniclub.

 

November

Donnerstag

7. November 2019

19.00 Uhr

 

Wolfgang-Paul-Saal

Prof. Dr. Alexandra Philipsen

ADHS im Erwachsenenalter – Fiktion oder Fakt?

Die Aufmerksamkeitsdefizit-Hyperaktivitätsstörung (ADHS) wird kontrovers diskutiert. Einerseits werden gesellschaftliche Veränderungen für eine immer unstetere Aufmerksamkeitsfokussierung verantwortlich gemacht, andererseits wurden die Symptome bereits vor mehr als 300 Jahren ärztlich beschrieben. In dem Vortrag werden die Historie der Erkrankung und der Begriffsbildung sowie die Klinik und deren Diagnostik dargelegt. Ferner werden evidenzbasierte Behandlungsmöglichkeiten – medikamentös wie psychotherapeutisch – vorgestellt.

Alexandra Philipsen, Professorin am Universitätsklinikum Bonn und Direktorin der Klinik und Poliklinik für Psychiatrie und Psychotherapie. Habilitation „Zu Ätiologie, Klinik und Therapie der Aufmerksamkeitsdefizit-/ Hyperaktivitätsstörung im Erwachsenenalter“ und Promotion zu „Botulinum Toxin A als neue therapeutische Möglichkeit der Neuropädiatrie“ in Freiburg. Supervisorin für Verhaltenstherapie und Dialektisch Behaviorale Therapie. Wissenschaftl. Schwerpunkte: Translationale Therapieforschung der Aufmerksamkeits- und Emotionsregulation, Entwicklung und Evaluation innovativer pharmakologischer und nicht-pharmakologischer Therapien.

Prof. Dr. Alexandra PhilipsenProf. Dr. Alexandra Philipsen

Freitag

08. November 2019

18.00 Uhr

 

Wolfgang-Paul-Saal

Friedrich Hirzebruch Lecture

Prof. Sergey Fomin
(University of Michigan)

Pentagramma Mirificum

Pentagramma Mirificum (the miraculous pentagram) is a beautiful geometric construction studied by Napier and Gauss. Its algebraic description yields the simplest instance of cluster transformations, a remarkable family of recurrences which arise in diverse mathematical contexts, from representation theory and enumerative combinatorics to theoretical physics and classical geometry (Euclidean, spherical, or hyperbolic). The lecture will explore some of the most basic and concrete examples of cluster transformations, and briefly discuss their properties such as periodicity, integrability, Laurentness, and positivity.

Sergey Fomin studied at St. Petersburg State University where he received his doctorate in 1982. He was a lecturer at St. Petersburg Electrotechnical University and was on the faculty at the MIT before moving to a position at the University of Michigan. He was also a scientist at the Institute of Computer Science and Automation of the RAS in St. Petersburg and a visiting scientist at the Mittag-Leffler-Institut, MSRI, the Isaac Newton Institute in Cambridge, the University of Strasbourg, the Hausdorff Institute in Bonn, and the Erwin Schrödinger Institute for Mathematical Physics in Vienna. He was invited speaker at the ICM 2010 in Hyderabad. In 2018 he received the Leroy P. Steele Prize of the American Mathematical Society. His research is on combinatorics with applications to geometry, algebra, and representation theory. He has also worked in ennumerative geometry and mathematical.

 

Freitag

15. November 2019

19.00 Uhr

 

Wolfgang-Paul-Saal

ANIMATO – Junge Künstler spielen und erklären Musik im Uniclub

Hanna Bachmann, Klavier

Ausgerechnet Diabelli?
Beethovens monumentale 33 Variationen

Einführung: Prof. Dr. Andreas Eckhardt

Eigentlich wollte er nur eine: Der Verleger Anton Diabelli bat im Jahr 1819 50 Komponisten, darunter auch Franz Schubert und den zehnjährigen Liszt, um je eine Variation über ein von ihm selbst erdachtes Walzerthema. Warum er dann vier Jahre mit der Ausgabe wartete, bis der berühmte Herr van Beethoven 33 Variationen zu diesem „Schusterfleck“ beibrachte, weiß man bis heute nicht so genau. Die junge österreichische Pianistin Hanna Bachmann hat sich zu ihrem Studienabschluss intensiv mit diesem Beethoven-Spätwerk befasst, nicht nur pianistisch. – Freuen Sie sich auf den fünften unserer anregenden „Animato“-Abende.

Hanna BachmannHanna Bachmann

Donnerstag

21. November 2019

19.00 Uhr

 

Wolfgang-Paul-Saal

Prof. Dr. Rainer Surges

Moderne Epilepsiebehandlung – Vom Hörensagen zur digitalen Medizin

Trotz aller wissenschaftlichen Erkenntnisse und medizinischen Fortschritte sind grundlegende Herausforderungen in der Versorgung von Menschen mit Epilepsie auch heutzutage noch nicht gelöst: Fehldiagnosen sind häufig, die Einschätzung des Behandlungserfolgs ist unzuverlässig. und der plötzliche Tod bei Epilepsie hat seinen Schrecken nicht verloren. In dem Vortrag werden die Ursachen für diese Mängel dargelegt und erklärt, wie Kenntnisse zu Wechselwirkungen zwischen Herz und Hirn einerseits und der Einsatz mobiler Technologien wie z.B. Smartwatches oder Smartphones und Methoden des Machine learning andererseits die klinische Forschung in der Epileptologie und die Versorgung Betroffener verbessern werden.

Rainer Surges, seit April 2019 Prof. am Universitätsklinikum Bonn und Direktor der Klinik und Poliklinik für Epileptologie. Promotion über kardiale Calciumkanäle und Habilitation über Mechanismen des plötzlichen Todes bei Epi­lep­sie. Neu­rologische Fach­arzt­aus­bildung an den Uni­kliniken Bonn und Freiburg i.Br., mit DFG-Forschungsstipendium als Postdoc am University College London. Wiss. Schwer­punkte: Autonome Funktions­störungen bei Epilepsie, mobile Tech­no­lo­gien zur Anfalls­detektion, Biomarker epileptischer Anfälle, psychische Aspekte bei Anfallserkrankungen.
Prof. Dr. Rainer SurgesProf. Dr. Rainer Surges

Mittwoch

27. November 2019

19.00 Uhr

 

Bundeskunsthalle

Kuratorinnen-Führung

Martin Kippenberger
BITTESCHÖN DANKESCHÖN
Eine Retrospektive

Liebe Mitglieder, es ist uns gelungen, kurzfristig eine Führung durch die gefeierte Martin Kippenberger Retrospektive in der Bundeskunsthalle anbieten zu können. Für diese Führung haben wir extra eine Uhrzeit gewählt, die auch unseren berufstätigen Mitgliedern eine Teilnahme ermöglicht. Die Kuratorin der Ausstellung, Frau Susanne Kleine, wird uns persönlich durch die Ausstellung führen.

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Donnerstag

28. November 2019

19.00 Uhr

 

Wolfgang-Paul-Saal

Vortrag musste leider krankheitsbedingt ausfallen.

Prof. Dr. Waldemar Kolanus

Ein Organ auf Wanderschaft:
Wie funktioniert das GPS von Immunzellen?

Life & Medical Sciences Institute (LIMES)

Immunzellen sind Reisende. Unser Immunsystem wird im Knochen­mark gebildet, danach sind dessen Zellen ständig auf Patrouille. Ihre Reise führt sie durchs Blut- und Lymph­gefäß­system, sie durchwandern Filterstationen wie Lymphknoten und Milz - aber ihre Abwehraufgabe führen sie in allen Organen aus. Sie schützen uns z. B. vor Infektionen und vor Krebs­erkrankungen.

Aber wie finden sie bakterielle Erreger oder entartete Tumor­zellen? Wie navigieren Immunzellen in diesen hochkomplexen Umgebungen? Mit welchen „Sinnen“ sind sie ausgestattet? Der Vortrag gibt einen Einblick in aktuelle Forschungsthemen und -fragen auf diesem Feld.

Die Zuhörer werden einige Immunzellen und ihren „Bewegungs­apparat“ kennenlernen und erfahren, wie wir diese Vorgänge in ihrer ganzen Dynamik mit einer Kombination aus moderner Genetik und hochauflösender Videomikroskopie sichtbar und wissenschaftlich analysierbar machen. Der Vortrag gibt ferner einen kurzen Überblick über weitere Themen des vor kurzem wiederbewilligten Exzellenzclusters „ImmunoSensation2“.

Waldemar Kolanus, Studium Biologie/Chemie und Promotion in Molekularbiologie und Molekulare Botanik, Uni Hannover; Postdoc Medizinische Hochschule Hannover, Abt. Immunologie; Postdoc Massachusetts General Hospital, Harvard Medical School, Boston USA. Unabhängiger Nachwuchsgruppenleiter am Genzentrum und Apl. C3-Professor für Biochemie, LMU München. Seit 2002 C4/W3-Professor für Molekulare Immunologie und Zellbiologie, Uni Bonn
Sprecher SFB 704 2006-2017. Vizesprecher Exzellenzcluster ImmunoSensation2, 2012-2018.

Prof. Dr. Waldemar KolanusProf. Dr. Waldemar Kolanus
Dezember

Donnerstag

5. Dezember 2019

19.30 Uhr

 

Wolfgang-Paul-Saal

Prof. Dr. Andreas Rutz

Zwischen Globalisierungsdiskursen und Heimatrhetorik. Herausforderungen für die Landesgeschichte im 21. Jahrhundert

Globalisierungsdiskurse sind allgegenwärtig. Sie prägen seit einigen Jahren auch die kulturwissenschaftlich orientierte Geschichtswissenschaft, die sich bemüht, nationalstaatliche und eurozentrische Perspektiven aufzugeben und Geschichte global zu denken. Ebenso allgegenwärtig ist das Sprechen über Heimat – und das quer durch alle politischen Lager. ‚Heimat‘ erscheint dabei mit Blick auf die Globalisierung als identitätsstiftender Ort, unter Ausschluss oder Einschluss des Fremden. Die Landesgeschichte ist gefordert, sich zu dieser gesellschaftspolitischen Debatte zu äußern, denn sie untersucht die Geschichte kleiner und mittlerer Räume, von Orten und Regionen, von ‚Heimaten‘, die seit Jahrhunderten unterschiedlichen Formen der Globalisierung ausgesetzt sind. Sie sollte dementsprechend den aktuellen Prozess der Globalisierung und die Entstehung neuer Heimatvorstellungen durch historische Analysen kritisch begleiten. – Der Vortrag ist Manfred Groten zum 70. Geburtstag gewidmet.

Andreas Rutz ist Inhaber des Lehrstuhls für Sächsische Landes­geschichte an der Technischen Universität Dresden. Studium in Bonn, Paris und New York, Promotion 2005; Habilitation 2014 in Bonn;
dann Lehrstuhlvertretungen in Münster, Bonn und Düsseldorf sowie eine Kurzzeitdozentur in Tokio/Japan. Forschungsschwerpunkte:
vergleichende Landes- und Stadtgeschichte sowie Geschichte der Frühen Neuzeit; aktuelles DFG-Projekt: „Weibliche Herrschafts­partizipation in der Frühen Neuzeit. Regentschaften im Heiligen Römischen Reich in westeuropäischer Perspektive“.

Kooperationsveranstaltung mit dem Verein für geschichtliche Landeskunde der Rheinlande.

Prof. Dr. Andreas RutzProf. Dr. Andreas Rutz
Die Veranstaltung ist von Seiten des Uniclubs ausschließlich für Mitglieder offen und erfordert Anmeldung unter
mitglieder [at] uniclub-bonn [dot] de bis zum 28. November und Bestätigung durch den Uniclub.

 

Dienstag

10. Dezember 2019

17.00 Uhr

 

Schlosskirche

Vorweihnachtliches Orgel-Konzert in der Schlosskirche

Organist:
Miguel Prestia
(Kantor an der Schlosskirche seit 1992)

Einführung:
Prof. Dr. Eberhard Hauschildt
(Praktische Theologie, Universitätsprediger)

Im Anschluss an das Konzert treffen wir uns zu einer adventlichen Teestunde.

Vorweihnachtliches Orgel-Konzert in der Schlosskirche
Januar