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Veranstaltungsarchiv

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Januar

Dienstag

7. Januar 2020

19.00 Uhr

 

Wolfgang-Paul-Saal

Dr. Rüdiger Tiedemann

Das lässt aber tief blicken: Fontanes Melusinen

Die ursprünglich in der französischen Sagenwelt beheimatete Gestalt der Melusine geistert mit bemerkenswerter Beharrlichkeit durch das erzählerische Werk Theodor Fontanes. Der Vortrag aus Anlass des 200. Geburtstags des Autors widmet sich neben Aspekten ihrer literarischen Rezeptionsgeschichte vornehmlich den Formen der Präsenz der Sagengestalt in seinem Werk sowie den Problemen ihrer Integration in die realistische Darstellung zeitgenössischer Wirklichkeit. Besonderes Augenmerk gilt dabei Fontanes letztem Roman Der Stechlin.

Rüdiger Tiedemann, geb. 1944, Studium der Vergleichenden Literaturwissenschaft, Germanistik und Anglistik in Mainz, Norwich und Bonn. Promotion 1974 („Fabels Reich. Zur Tradition und zum Programm romantischer Dichtungstheorie“), Wiss. Assistent in Bonn, 1978-91 Redaktion von arcadia. Zeitschrift für Vergleichende Literatur­wissenschaft. 1984 – 2009 Lehrtätigkeit als Wiss. Mitarbeiter in den Fächern Komparatistik und Germanistik an der Universität Bonn.

Melusinen

Sonntag

12. Januar 2020

11.00 Uhr

 

Wolfgang-Paul-Saal

Neujahrsempfang

  • Begrüßung und Eröffnung durch den Vorsitzenden
  • Musikalische Darbietung
  • Brunch
Neujahrsempfang

Mittwoch

15. Januar 2020

16.00 Uhr

 

Museum Ludwig Köln

 

Treffpunkt: 15.45 Uhr im Eingangsbereich des Museums

Exkursion Museum Ludwig Köln

WADE GUYTON
ZWEI DEKADEN MCMXCIX–MMXIX

Der 1972 geborene US-amerikanische Künstler Wade Guyton, einer der international bekanntesten und einflussreichsten Künstler seiner Generation, hat über zwei Jahrzehnte ein konsequentes und zugleich eigenständiges Werk geschaffen. Bekannt ist er vor allem für seine mit einem herkömmlichen Tintenstrahldrucker hergestellten großformatigen Leinwandbilder mit ikonischen Motiven wie Flammen, den Buchstaben „X” und „U” oder der Website der New York Times. Das Museum Ludwig richtet ihm nun eine große Überblicksausstellung aus, die sein künstlerisches Schaffen von den Anfängen bis hin zu jüngsten Arbeiten vorstellt.
Der Kurator der Ausstellung, Dr. Yilmaz Dziewior, Direktor des Museum Ludwig: „Es ist ein erklärtes Ziel der Retrospektive, die Komplexität des Werks von Wade Guyton zu vermitteln und zu zeigen, dass er weit mehr als ein exzeptioneller Maler ist. Seine Vorgehensweise wurzelt tief in einem konzeptuellen Ansatz. Bei aller Klassizität seiner Arbeiten mit ihrem breit angelegten Netz an Verweisen auf kunsthistorische Vorläufer gelingt es Guyton immer wieder, durch neue, unerwartete Richtungswechsel innerhalb seines Werks zu überraschen.”

Kosten: 8,70 € pro Person (Zahlung vor Ort)
Eigene Anreise.

Treffpunkt: 15.45 Uhr im Eingangsbereich des Museums
(Heinrich-Böll-Platz, 50667 Köln)

Die Teilnahme erfordert die Anmeldung unter mitglieder [at] uniclub-bonn [dot] de bis zum 10. Januar und eine Bestätigung durch den Uniclub.

Donnerstag

16. Januar 2020

19.00 Uhr

 

Wolfgang-Paul-Saal

Dr. Manfred van Rey

Gefeiert, geachtet, geächtet: Ernst Moritz Arndt

Eine szenische Lesung

Zu den einflussreichsten Fürsprechern, die Bonner Universität zu gründen, gehört der am 26. Dezember 1769 geborene Rügener Ernst Moritz Arndt: Anlass genug, seines 250. Geburtstags zu gedenken. Im Oktober 1818 zum Professor für Geschichte nach Bonn berufen, hatte er große Anziehungskraft für die Studenten. 1819 wurde Arndt ein Opfer der Karlsbader Beschlüsse, die für politische Freiheit und Fortschritt eintretende Professoren als „Demagogen“ diffamierten. Sein Lehrverbot hob Friedrich Wilhelm IV. erst 1840 auf. Sogleich zum Rektor gewählt, wurde Arndt als Held der Freiheitskriege gegen Napoleon hoch geehrt. Noch einmal, 1848, gewann er als Mitglied des Paulskirchen-Parlaments nationale Bedeutung. Danach wurde es still um ihn. Am 29. Januar 1860 starb er, sein Grab fand er auf dem Alten Friedhof. Vom Nationalsozialismus missbraucht, sieht er sich heute dem Vorwurf des Antisemitismus und des Franzosenhasses ausgesetzt, sein Einsatz für demokratische Grundrechte wie Presse- und Versammlungsfreiheit hingegen scheint vergessen.
Die gemeinsam mit der jungen Regisseurin Christina Schelhas vom Theater Bonn erarbeitete Szenische Lesung lässt den „ganzen“ Ernst Moritz Arndt selbst zu Wort kommen und greift auch auf Beurteilungen von Zeitgenossen zurück. Die gemeinsam mit der jungen Regisseurin Chrsitina Schelhas vom Theater Bonn und den Schauspieler*innen Julia Hoffstaedter und Lucas Sachanz erarbeitete szenische Lesung läßt den 'ganzen' Ernst Moritz Arndt selbst zu Wort kommen und greift auch auf Beurteilungen von Zeitgenossen und Nachgeborenen zurück.

Manfred van Rey, ehemals Direktor des Stadtarchivs Bonn und langjähriger rheinischer Vorsitzender der 1992 gegründeten deutsch-deutschen Ernst-Moritz-Arndt-Gesellschaft, hat die Texte zusammen­gestellt und trägt die von ihm verfassten verbindenden Zwischenkapitel vor.

Ernst Moritz Arndt

Sonntag

19. Januar 2020

11.00 Uhr

Vernissage

Peter Szalc. Retrospektive

Einführung: Christina zu Mecklenburg

Diese Werkrevue des Malers und Zeichners Peter Szalc veranschaulicht mit exemplarischen Kostproben die beeindruckende Bandbreite seines von markanten Kurswechseln geprägten Schaffens. Die frühen 90er Jahre zitieren figurative Auseinander­setzungen, später ein Wechsel zu analytisch abstrakten Zeichnungen und Collagen mit meditativem Charakter. In weit zurückliegenden Porträtstudien und szenischen Bildplänen flackert in nuce bereits ein spielerischer Impetus auf, ein Faible für das Wilde, Feurige, Dynamische sowie für das Subversive und Polyvalente. Die sich hieraus entwickelnde experimentelle, koloristisch expressive Malerei umfasst provokante Auslotungen von Kunstgeschichte sowie irritierende Alltagsimpressionen (Wohnkultur, Lifestyle, Freizeit), vielfach mit zeitkritischem, politischem Sprengstoff. Innovative Übersetzungen von Pop Art, Street Art oder Graffiti und Improvisations-Kunst werden in den großformatigen Leinwandkompositionen der Gegenwart sichtbar.

Peter Szalc „Breakfast on the Grass”
„Breakfast on the Grass”, 2015, Öl/Acryl auf Leinwand, 100 x 100 cm

Montag

20. Januar 2020

19.00 Uhr

 

Wolfgang-Paul-Saal

Prof. Dr. Stefan Siedentop

Ausgewachsen? Von großstädtischen Wachstumsschmerzen und stadtregionalen Entwicklungschancen

Eine Veranstaltung im Rahmen der
Uniclub-Reihe Metropolregion Rheinland

Die Eskalation der neuen Wohnungsfrage, in der sogar Enteignungen von Wohnungsunternehmen und ein Zuzugsstopp in die Metropolkerne als denkbar gelten, zeugt von einem enormen politischen Handlungsdruck. Unstrittig ist, dass die ungebrochene Aufwärtsentwicklung von Mieten, Kaufpreisen und Bodenrichtwerten trotz anziehender Bautätigkeit in den Kernstädten nicht entscheidend gebremst werden konnte. Zudem stößt die Ausweitung des Wohnungsangebots in vielen Großstädten an Grenzen der Flächenverfügbarkeit, der Infrastrukturkapazität und sozialen Akzeptanz.

Dieser Vortrag skizziert demografische Trends in deutschen Stadtregionen. Es wird herausgestellt, dass die neue Wohnungsnot in erster Linie auf Zuzug in die Metropolkerne zurückgeht. Der Wohnungsbau hinkt der Nachfrage hinterher, was die Preise auf den Immobilienmärkten treibt. Doch mit integrierten und kooperativen Strategien der Baulandmobilisierung in Kernstadt und Umland – flankiert von strukturellen Veränderungen der Mobilität – können neue Qualitäten des metropolitanen Wohnens geschaffen werden.

Stefan Siedentop, TU Dortmund und Wiss. Direktor des Instituts für Landes- und Stadtentwicklungsforschung (ILS) in Dortmund. Promotion an der Uni Dortmund. Projektleiter am Leibniz-Institut für ökologische Raumentwicklung, Dresden. 2007-2013 Prof. für Raumentwicklungs- und Umweltplanung an der Universität Stuttgart und Leitung des gleichnamigen Instituts (IREUS).

Prof. Dr. Stefan Siedentop
Prof. Dr. Stefan Siedentop

Dienstag

28. Januar 2020

19.00 Uhr

 

Wolfgang-Paul-Saal

Prof. Dr. Markus Gabriel

Kann Künstliche Intelligenz kreativ sein?

In meinem Vortrag werde ich zunächst eine Ontologie der Künstlichen Intelligenz vorlegen, d.h. eine Antwort auf die Frage, was eigentlich eine KI ist und wie sie sich von menschlicher Intelligenz unterscheidet. Sodann werde ich auf die Diskussion um KI-Kunst sowie die Frage nach der Kreativität eingehen, die ich negativ beantworte: Systeme der KI sind weder wirklich intelligent noch verfügen sie über irgendwelche Vermögen, die sie mit Kreativität ausstatten. Die verfehlte Diskussion wirft also ein Licht auf unsere heutigen Missverständnisse bezüglich von Kunst, sodass ich abschließend skizzieren werde, warum Kunstwerke von ihrer Rezeption durch Menschen abhängen, die mit in Rechnung gestellt werden muss, wenn ein Akteur als kreativ eingestuft werden soll.

Markus Gabriel, Promotion 2005 und Habilitation 2008, ist nach einer Professur an der New School for Social Research in New York City seit 2009 Inhaber des Bonner Lehrstuhls für Erkenntnistheorie, Philosophie der Neuzeit und der Gegenwart sowie seit 2012 Direktor des Internationalen Zentrums für Philosophie NRW. Er war u.a. Gastprofessor an der Sorbonne, in Berkeley und an der NYU.

Prof. Dr. Markus Gabriel
Prof. Dr. Markus Gabriel
Februar

Dienstag

4. Februar 2020

19.00 Uhr

 

Wolfgang-Paul-Saal

Prof. Dr. Xuewu Gu

Rivalität zwischen den Großmächten: Können China und die USA sich der „Thukydides-Falle” entziehen?

Chinas Aufstieg zu einer Weltmacht ist eine allgemein anerkannte Tatsache. Während Europa und Asien offensichtlich dazu bereit sind, mit dem kommunistisch regierten, aber reformorientierten Reich der Mitte zusammenzuleben, mauern die USA noch. Der hektisch geführte Handelskrieg der USA gegen China und die Ausdehnung dieses Kriegs auf die technologischen Bereiche demonstrieren, dass die Welt nun mit einer klassischen Rivalität zwischen einer aufbrechenden Nation und einer etablierten Supermacht zu tun hat. Der Vortrag geht der Frage nach, ob diese Chinesisch-Amerikanische Rivalität in der Weltpolitik friedlich zu verkraften ist. Vorrangig untersucht er die Vereinbarkeit der chinesischen Ambitionen mit denen der USA und analysiert die Bedingungen, unter denen ein militärischer Konflikt im Sinne der „Thukydides-Falle” zwischen der aufsteigenden und der existierenden Supermacht verhindert werden könnte.

Xuewu Gu ist seit 2009 Inhaber des Lehrstuhls für Internationale Beziehungen und Direktor des Center for Global Studies an der Universität Bonn. Zuvor war er Inhaber des Lehrstuhls für Politik Ostasiens und Direktor der Sektion Politik Ostasiens an der Universität Bochum.

Prof. Dr. Xuewu Gu
Prof. Dr. Xuewu Gu

Mittwoch

5. Februar 2020

18.00 Uhr

 

Museum Koenig

Exkursion

Prof. Dr. J. Wolfgang Wägele

Museum Koenig:
Direktorenführung hinter die Kulissen

Die Ausstellungen des Museums sind bekanntlich für jeden Besucher zugänglich. Der größte Teil der Sammlungen des Museums Koenig sowie die Laboratorien sind jedoch für Forscher reserviert und normalerweise nicht für Besucher geöffnet. Im Verlauf der Führung werden die verborgenen Schätze des Museums gezeigt sowie Informationen über die wissenschaftliche Arbeit des Instituts vermittelt.

J. Wolfgang Wägele (*1953 in Neuwied) wuchs in Bogotá/ Kolumbien auf und ging zum Studium nach Deutschland, um in Kiel Zoologie und Meeresbiologie zu studieren. Promotion 1980. Bis 1991 leitete er das Labor für Elektronenmikroskopie der Universität Oldenburg. Es folgten in Bielefeld und in Bochum Professuren für Systematische Zoologie. 2004 übernahm er den Lehrstuhl für Spezielle Zoologie an der Universität Bonn und zugleich die Leitung des Zoologischen Forschungsmuseums Alexander Koenig, das ein Institut der Leibniz-Gemeinschaft ist.

Eigene Anreise.
Treffpunkt:
Eingangsbereich Museum (Adenauerallee 160, 53113 Bonn)

Prof. Dr. J. Wolfgang Wägele
Prof. Dr. J. Wolfgang Wägele

Dienstag

18. Februar 2020

19.00 Uhr

 

Wolfgang-Paul-Saal

Prof. Dr. Joachim Wuermeling

Digitale Transformation im Finanzsektor – Auswirkungen auf Kreditinstitute, Kunden und Notenbanken

Banken und Sparkassen befinden sich inmitten des digitalen Wandels. Das bietet ihnen und ihren Kunden enorme Chancen. So macht es heute von der Handhabe her keinen Unterschied mehr, ob man einen Geldbetrag an den Nachbarn überweist oder nach Portugal. Auch Wertpapiere können heute schnell und flexibel in alle Länder des Euroraums übertragen werden. Banken können mittels Algorithmen und künstlicher Intelligenz Informationen besser auswerten und so schneller Kreditentscheidungen treffen. Doch entstehen auch neue Herausforderungen – z. B. neuartige IT-bezogene Risiken oder das Hineinwachsen neuer Unternehmen wie Fintechs oder Bigtechs in den Finanzbereich. Prof. Wuermeling erläutert Chancen und Risiken der digitalen Transformation für Kreditinstitute sowie deren Kunden und skizziert, wie Notenbanken und Bankenaufseher diese Entwicklung begleiten und fördern können.

Joachim Wuermeling ist Mitglied des Vorstands der Deutschen Bundesbank, zuständig für die Bereiche Banken- und Finanzaufsicht, Risiko Controlling sowie Informationstechnologie
und Honorarprofessor der Universität Potsdam.

Prof. Dr. Joachim Wuermeling
Prof. Dr. Joachim Wuermeling
März