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Januar | Februar| März | April | Mai | Juni | Juli | August | September | Oktober | November | Dezember

Januar

Dienstag

25. Januar 2022

18.00 Uhr

 

Wolfgang-Paul-Saal

Vernissage Dierk Engelken


Februar

Dienstag

01. Februar 2022

19.00 Uhr

 

Wolfgang-Paul-Saal

Der arme Dr. Dussel, Anne Franks Zimmernachbar.

Eine Lesung aus dem Tagebuch der Anne Frank und weiteren Quellen als Beitrag zur Erinnerung an die Befreiung von Auschwitz am 27. Januar 1945


März

Dienstag

01. März 2022

17 Uhr

 

Bundeskunsthalle Bonn

 

Treffpunkt:
16.45 Uhr, Foyer Bundeskunsthalle Bonn

Ausstellung | Kuratorinnen-Führung

DAS GEHIRN
In Kunst & Wissenschaft

Führung:
Henriette Pleiger, Kuratorin der Ausstellung

Das Gehirn ist eines der letzten großen Rätsel des menschlichen Körpers. Was haben wir eigentlich im Kopf, und wie stellen wir uns die Vorgänge im Gehirn vor? Ist unser Ich etwas anderes als unser Körper, und wie machen wir uns einen Reim auf die Welt um uns herum? Wie sieht das Gehirn der Zukunft aus: Werden wir zu computergestützten Cyborgs? Es bedarf der Zusammenarbeit vieler Disziplinen, um sich diesen Fragen zu nähern. Die Hirnforschung liefert uns fortwährend aktuelle Erkenntnisse, steht aber auch noch vor vielen ungelösten Fragen. Die Kunst kann dabei helfen, frei über Denken und Fühlen, Bewusstsein und Wahrnehmung, Erinnerung und Traum nachzudenken. Assoziativ verbundene Werke aus Kunst und Kulturgeschichte treffen in dieser Ausstellung auf wissenschaftliche Forschung, um das menschliche Gehirn – wie ein unbekanntes Territorium – zu erkunden und besser verstehen zu lernen. (Text entsprechend der Ankündigung der Bundeskunsthalle).

Weitere Informationen, auch zum Hygienekonzept des Museums, finden Sie unter:www.bundeskunsthalle.de/gehirn.html

Kosten (Führung und Eintritt): 11,00 €

Mittwoch

09. März 2022

16 Uhr

 

Kunstmuseum Bonn

 

Treffpunkt:
15.45 Uhr, Foyer Kunstmuseum Bonn

Ausstellung | Kuratorinnen-Führung

Maria Lassnig –
Wach bleiben

Führung:
Dr. Stefanie Kreuzer, Kuratorin der Ausstellung

Wie eine emotionale und künstlerische Zerreißprobe spannt die Ausstellung Maria Lassnig – Wach bleiben einen Bogen von den frühesten Werken der Künstlerin (1919-2014) bis hin zu einem der letzten großformatigen Bilder ihres Œuvres. Die im Titel angedeuteten Konnotationen von „nicht müde werden, sich nicht ausruhen” und zugleich von geistig „aufmerksam, neugierig bleiben” charakterisieren nicht nur Lassnigs Werk, sondern auch ihre durchaus markante Persönlichkeit.

Mit fast 40 Arbeiten zeigt das Kunstmuseum Bonn eine signifikante Auswahl von Werken der Künstlerin, deren motivischer Leitfaden die Auseinandersetzung Lassnigs mit sich selbst, ihrer (Körper)-Wahrnehmung sowie die Präsenz des „Anderen” bildet. Die kreative Zerrissenheit ihres Denkens spiegelt sich in den einzelnen thematisch gefassten Ausstellungsräumen wider – z.B. in Sprache vs. Sprachlosigkeit oder Fotografie vs. Malerei. Der bildsprachliche Ursprung ihrer Werke als Form des visuellen Denkens und der leiblichen Erkenntnis beruht auf intensiver Selbstwahrnehmung. Diese Wahrnehmung ist exklusiv, Selbstisolation ist eine Konsequenz daraus, Unzulänglichkeiten in der sozialen Kommunikation eine andere.

Im Bildfindungsprozess konzentriert sich Lassnigs Wahrnehmung nicht allein auf das Auge. Vielmehr avanciert ihr gesamter Körper zur Grundlage ihres künstlerischen Schaffens, das für die Betrachtenden, besonders in Zeiten der Pandemie und der Erfahrung von Isolation und Selbstbeobachtung, eine mehr als aktuelle Relevanz gewinnt. Auf geradezu visionäre Art und Weise machen ihre Werke die Zerrissenheit unserer – sich grundlegend verändernden – Körperempfindungen am beginnenden 21. Jahrhundert sichtbar. Maria Lassnig hat paradoxerweise, obgleich sie sich intensiv auf ihr Selbst konzentriert, weit über das individuelle Sein hinausgehende Bilder von existenzieller Bedeutung geschaffen.

(Aus der Ankündigung des Kunstmuseums Bonn)

Weitere Informationen, auch zum Hygienekonzept des Museums, finden Sie unter:https://www.kunstmuseum-bonn.de/de/ausstellungen/maria-lassnig/

Kosten (Führung und Eintritt): 6,00 €

Dienstag

22. März 2022

19 Uhr

 

Wolfgang-Paul-Saal

Vortrag und Diskussion

Prof. Dr. Eberhard Fischer
Institut für Integrierte Naturwissenschaften der Universität Koblenz-Landau

Aus Afrika immer etwas Neues –
Biodiversität im Tropischen Afrika und Madagaskar

Die Biodiversität Afrikas wird häufig unterschätzt. Trotz des massiven Einflusses der letzten Eiszeiten (seit etwa 2 Millionen Jahren) hat sich in einigen Rückzugsgebieten, z.B. am Zentralafrikanischen Graben, eine bemerkenswerte Artenvielfalt mit hohem Anteil an Endemiten gehalten. Der Vortrag bietet einen Überblick über die tropenökologischen Forschungen Prof. Fischers in Afrika und Madagaskar und stellt einige für die Biodiversitätsforschung wichtige Modellgruppen vor, z.B. die Springkräuter der Gattung Impatiens. Ihre heutige Verbreitung ist das Resultat früherer Klimaveränderungen während der Eiszeiten. Neben Daten zur Grundlagenforschung werden auch angewandte Naturschutzprojekte wie das vom BMU im Rahmen der Internationalen Klimainitiative geförderte Cyamudongo-Projekt in Rwanda vorgestellt.

Eberhard Fischer, geb. 1961, 1980 – 1986 Studium der Biologie an der Universität Mainz; 1990 Promotion zum Dr. rer. nat. mit der Arbeit "Systematik der afrikanischen Lindernieae (Scrophulariaceae)"; 1991 - 1997 Wissenschaftlicher Assistent am Botanischen Institut (jetzt Nees-Institut für Biodiversität der Pflanzen) der Universität Bonn, dort 1995 Habilitation und 1997 - 1998 Oberassistent; seit1998 Professor für Botanik am Institut für Integrierte Naturwissenschaften der Universität Koblenz-Landau, Campus Koblenz; seit 2018 Prodekan des FB 3 Mathematik und Naturwissenschaften für Studium und Lehre.

Dienstag

29. März 2022

19.00 Uhr

 

Wolfgang-Paul-Saal

Dr. Manfred Osten

Goethes Prophetie der Welt als „großes Hospital” im Lichte unserer Klima- und Pandemie-Krisen

 

April

Samstag
02. April 2022
11.00 Uhr

 

 

Garten des Uniclub

Gartentag

Auch in diesem Frühjahr möchten wir Sie einladen, den Beginn der „Gartensaison” im Universitätsclub mit uns zu begehen.

Wie in den vergangenen Jahren bitten wir Sie, Ihre Gartengeräte mitzubringen.

Im Anschluss werden wir uns mit Kaffee und Kuchen im Luigi Pirandello Bistro stärken.

Dienstag
05. April 2022
19.00 Uhr


Wolfgang-Paul-Saal

Prof. Dr. Bernhard Kempen
Öffentliches Recht und Völkerrecht, Universität zu Köln

Debattenkultur versus „Cancel Culture”:
Universität als Risikozone

Spiegelbildlich zur Gesellschaft sinkt an deutschen Universitäten die Bereitschaft, Zumutungen zu ertragen: Zunehmend versuchen „woke“ Tugendwächter Sprachregeln zu diktieren oder wissenschaftlich fundierte Aussagen als politisch indiskutabel zu diskreditieren. „Cancel Culture“ führt zu einer Diskursverengung und höhlt die Freiheit von Forschung und Lehre aus, mahnt Bernhard Kempen, Präsident des Deutschen Hochschulverbandes. Studierende und Wissenschaftler haben Rechte, aber subjektive Empfindlichkeiten gehören dazu nicht. Universitäten dürfen keine geschützten Räume sein: Sie müssen Risikozonen bleiben, in denen die Akteure fortwährend mit der Ausübung der grundrechtlich verbürgten Wissenschaftsfreiheit durch andere konfrontiert sind und deren Freiheitsgebrauch auch ertragen müssen.

Bernhard Kempen ist seit 2001 Universitätsprofessor für Öffentliches Recht und Völkerrecht an der Universität zu Köln und dort zugleich Direktor des Instituts für Völkerrecht und ausländisches öffentliches Recht, Mitdirektor des Instituts für deutsches und europäisches Wissenschaftsrecht, des International Investment Law Centre Cologne sowie des Instituts für Europäische Rechtslinguistik. Seit dem 31. März 2004 ist er zudem Präsident des Deutschen Hochschulverbandes, der Berufsvertretung der Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler in Deutschland mit rund 33.000 Mitgliedern. In zahlreichen Beiträgen und Interviews in Rundfunk, Fernsehen und Printmedien hat er sich insbesondere zu völkerrechtlichen, staatsrechtlichen und hochschulrechtlichen Fragen geäußert.

Montag
11. April 2022
19.00 Uhr

 

Wolfgang-Paul-Saal

Prof. Dr. Doris Fischer
Vizepräsidentin für Internationales der Universität Würzburg

Chinas Wirtschaft – Staatliche Regulierung als Herausforderung für Privatunternehmen und Kaderkapitalismus?

Vortrag und Diskussion in Kooperation mit dem Konfuzius-Institut

Montag
25. April 2022
19.00 Uhr


Wolfgang-Paul-Saal

Prof. Dr. Bernhard Misof

Museum Alexander Koenig:
Ein Museum inmitten der Gesellschaft

Das Zoologische Forschungsmuseum Alexander Koenig in Bonn und das Centrum für Naturkunde der Universität Hamburg haben sich 2021 zusammengeschlossen. Dies führte zur Integration von zoologischen, mineralogischen und geologisch-paläontologischen Museen von Hamburg und Bonn. Mit diesem Schritt wurde das Museum Koenig zu einem der wichtigsten naturkundlichen Einrichtungen innerhalb der Leibnizgemeinschaft. Prof. Misof geht in seinem Vortrag auf diese Entwicklung ein und stellt dar, welche Herausforderungen die Integration zweier Standorte für ein naturkundliches Museum beinhaltet. Zudem erörtert er die Entwicklung der naturkundlichen Museen und ihre Rolle in der Gesellschaft. Museen befinden sich in einer aufgeregten Phase der Neuorientierung, bedingt durch gesellschaftliche Entwicklungen, drängende gesellschaftliche Fragen und den Anspruch, nicht nur langfristig kulturell bedeutsame Objekte zu archivieren und internationale Spitzenforschung zu betreiben, sondern auch wichtige Beiträge zur Entwicklung einer aufgeklärten demokratischen Gesellschaft zu leisten. In diesem Sinne müssen Museen sich von Schaufenstern der Wissenschaft zu Orten des Dialogs und der Begegnung weiterentwickeln.

Prof. Dr. Bernhard Misof ist seit 2020 Direktor des Zoologischen Forschungsmuseums Alexander Koenig (ZFMK) und Professor für Spezielle Zoologie an der Universität Bonn. Er wurde 1995 an der Universität Wien zum Doktor rer. nat. in Evolutionary Biology promoviert und habilitierte sich 2002 an der Universität Bonn. Dort war es von 2010 bis 2020 Professor (W3), Leiter des Zentrums für Molekulare Biodiversitätsforschung und stellvertretender Direktor des ZFKM.

Mai

Mittwoch

04.05.2022

19 Uhr

 

Wolfgang-Paul-Saal

Animato Konzert

Gesprächskonzert „Beethovens Violine”

Charlotte Thiele
Violine

Deren Wang
Klavier

Freitag

13. Mai 2022

9.00 Uhr

 

Exkursion

Exkursion zum Museum Folkwang, Essen

Ausstellung

RENOIR, MONET, GAUGIN
Bilder einer fließenden Welt

Montag

16. Mai 2022

19.00 Uhr

 

Wolfgang-Paul-Saal

Prof. Dr. Peter Sachsenmeier
Vizepräsident der Hankou Universität

Chinas Industrie 4.0

Einführung: Botschafter a. D. Prof. Dr. Volker Schlegel

Vortrag und Diskussion in Kooperation mit dem Konfuzius-Institut

Sonntag

22 .Mai 2022

11.00 Uhr

 

Wolfgang-Paul-Saal

Frühlingsempfang

Der traditionelle Neujahrsempfang musste im Januar coronabedingt ausfallen und findet nun als Frühlingsempfang statt.

Juni

Dienstag

14. Juni 2022

17.00 Uhr

Mitgliederversammlung

Dienstag

14. Juni 2022

19.00 Uhr

 

Wolfgang-Paul-Saal

Vortrag und Diskussion in Kooperation mit dem Konfuzius-Institut

Prof. Dr. Hans van Ess
Präsident der Max Weber Stiftung

Chinesische Philosophie –
von Konfuzius bis zur Gegenwart

Die Prinzipien von Yin und Yang, Konfuzius’ Tugendlehre oder Laozis Lehre vom Nicht-Handeln sind auch im Westen ein Begriff und doch mit der Aura des Rätselhaften umgeben. Prof. Hans van Ess bietet in seinem neuen Band „Chinesische Philosophie“ einen Schlüssel zum Verständnis dieser Denktradition. Er erzählt die Geschichte der chinesischen Philosophie von Konfuzius über Laozi und die buddhistischen Spielarten des chinesischen Denkens bis hin zum modernen Neukonfuzianismus und macht verständlich, warum die traditionelle Philosophie in China bis heute einen so hohen Stellenwert hat.

Im Anschluss an seinen Vortrag stellt sich Prof. van Ess in einem gemeinsamen Gespräch den Fragen des Bonner Sinologen Prof. Wolfgang Kubin.

Hans van Ess studierte Sinologie, Turkologie und Philosophie an der Universität Hamburg. Es folgte ein Studium an der Fudan-Universität Shanghai von 1986 bis 1988. 1992 wurde er an der Universität Hamburg von Hans Stumpfeldt promoviert. Von 1992 bis 1995 war Hans van Ess als Länderreferent beim Ostasiatischen Verein Hamburg tätig, bevor er Assistent am Sinologischen Seminar der Universität Heidelberg wurde. 1998 erfolgte die Habilitation in Hamburg und im selben Jahr folgte er einem Ruf auf den Lehrstuhl für Sinologie der Ludwig-Maximilians-Universität München, den zuvor Wolfgang Bauer innegehabt hatte. Seit März 2015 ist van Ess überdies Präsident der Max Weber Stiftung. Seit 2020 ist er Mitglied der Akademie der Wissenschaften und der Literatur, Mainz.

Wolfgang Kubin legte im Jahr 1966 sein Abitur am Gymnasium Dionysianum in Rheine ab. Sein Studium umfasste die Fächer Evangelische Theologie (Westfälische Wilhelms-Universität Münster von 1966 bis 1968), Japanologie und Chinesisch (Universität Wien 1968) sowie Sinologie, Philosophie, Germanistik und erneut Japanologie (Ruhr-Universität Bochum von 1969 bis 1973). Mit der Arbeit „Das lyrische Werk des Tu Mu (803–852), Versuch einer Deutung“ wurde Kubin zum Dr. phil. promoviert. Ab 1985 vertrat er das Fach Chinesisch am Seminar für Orientalische Sprachen an der Rheinischen Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn; seit 1995 war er dort Professor für Sinologie, mittlerweile ist er emeritiert. Kubin arbeitet seit 2011 als Senior-Professor hauptsächlich an der Beijing Foreign Studies University (Peking) und seit 2019 an der Shantou University (Shantou, Guangdong).

Sonntag

19.06.2022

19.00 Uhr

 

Wolfgang-Paul-Saal

Benefizkonzert zur Förderung von Musikschülern des Hardtberggymnasiums Bonn

Sixty8tyOne Big Band

Montag

20. Juni 2022

19.00 Uhr

 

Wolfgang-Paul-Saal

In Kooperation mit der Deutsch-Britischen Gesellschaft

Vortrag und Diskussion

Marion Löhndorf
Kulturkorrespondentin der Neuen Züricher Zeitung in London

Geschüttelt, aber ungerührt.
Was England anders macht

Dass Großbritannien anders tickt, ist Kontinentaleuropäern spätestens seit der Brexit-Abstimmung klar. Besonders England pflegt einen nostalgischen Stolz auf seine Historie. Zugleich jedoch zeigt es sich entschieden zukunftsorientiert und innovations­freudig. Ausgeprägte Spannungen zwischen den sogenannten somewheres und den anywheres, die im Brexit kulminierten, sind die Folge. Wie sich die besondere Mischung aus Traditionsbewusstsein und Weltoffenheit im gesellschaftlichen Leben ihrer Wahlheimat niederschlägt, führt uns Marion Löhndorf anhand von Erfahrungen aus dem Alltag vor Augen und fragt: Was ist eigentlich typisch englisch? Ihre Beobachtungen bieten eine interessante und anschauliche Orientierungshilfe für das Selbstverständnis und die politische Situation jenseits des Kanals.

Marion Löhndorf, gebürtige Bonnerin, studierte Komparatistik, Germanistik und Kunstgeschichte in Bonn. Sie ist seit 2010 Kulturkorrespondentin der Neuen Zürcher Zeitung in London. Zuvor arbeitete sie sechs Jahre in der Kommunikationsabteilung eines DAX-Unternehmens. Bereits von 2001 bis 2004 berichtete sie für die dpa über Kunst, Literatur, Theater, Film und Kulturpolitik aus London. Sie schrieb 13 Jahre lang fürs Feuilleton der Frankfurter Allgemeinen Zeitung Buch-, Film- und Kunstkritiken und Reiseberichte. Sie ist Autorin und Co-Autorin mehrerer Film-Bücher und lebt in der Nähe von London. Ihr Buch „Geschüttelt, aber ungerührt“ erschien 2021 im Zu Klampen Verlag.

Dienstag

28. Juni 2022

 

19.00 Uhr

Vortrag und Diskussion

Prof. Rolf Müller
Helmholtz-Institut für Pharmazeutische Forschung,
Universität des Saarlandes

Auf der Suche nach innovativen Antibiotika
aus Mikro­organismen

Die Entdeckung und Verfügbarkeit wirksamer Antibiotika hat in den vergangenen 80 Jahren dafür gesorgt, dass zuvor oftmals tödliche, bakterielle Infektionen heilbar wurden. Seither sind Antibiotika die Grundlage vieler Errungenschaften der Medizin: Ohne sie wären chirurgische Eingriffe, Transplantationen und Chemotherapien undenkbar, da stets die Gefahr einer Infektion besteht. Leider hat der langfristige und unsachgemäße Gebrauch von Antibiotika die Entstehung antimikrobieller Resistenzen stark begünstigt. Diese sind nun eine Bedrohung für die globale Gesundheit. Laut Schätzungen könnten bakterielle Infektionen bis 2050 eine der häufigsten Todesursachen werden, falls dieses Problem nicht adressiert wird. Die Erforschung neuer, resistenzbrechender Antibiotika ist demnach dringender denn je.

Eine wichtige Quelle neuer Antibiotika sind Mikroorganismen selbst. Diese haben im Laufe der Evolution gelernt, antibiotisch wirksame Moleküle zu produzieren, um sich einen Vorteil gegenüber ihren Konkurrenten zu verschaffen. Myxobakterien sind bislang relativ wenig erforschte Bodenbakterien mit enormem biosynthetischen Potential und bilden als Raubbakterien eine Vielfalt antibiotischer Wirkstoffe. Wir verwenden eine Kombination von hochmodernen Methoden aus den Bereichen Biotechnologie, Chemie, Pharmazie und Bioinformatik, um neue Substanzen aus Myxobakterien zu isolieren, zu charakterisieren und ihre pharmazeutischen Eigenschaften für die Anwendung am Menschen zu optimieren.

Prof. Dr. Rolf Müller (geb. 1965) studierte Pharmazie an der Universität Bonn und wurde dort 1994 promoviert. Von 1996 bis 1997 war er Postdoc an der University of Washington (Seattle), anschließend Juniorgruppenleiter bei der Gesellschaft für Biotechnologische Forschung in Braunschweig (heute Helmholtz Zentrum für Infektionsforschung). Seit 2003 ist er Professor für Pharmazeutische Biotechnologie an der Universität des Saarlandes und seit 2009 Gründungsdirektor des Helmholtz-Instituts für Pharmazeutische Forschung Saarland. Rolf Müller wurde 2016 in die Nationale Akademie der Wissenschaften Leopoldina berufen und erhielt für seine Forschung 2003 den BioFuture Preis des BMBF und 2021 den Gottfried Wilhelm Leibniz-Preis der Deutschen Forschungsgemeinschaft.