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Das aktuelle Veranstaltungsprogramm des Uniclubs

 

Archiv
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November

Donnerstag

21. November 2019

19.00 Uhr

 

Wolfgang-Paul-Saal

Prof. Dr. Rainer Surges

Moderne Epilepsiebehandlung – Vom Hörensagen zur digitalen Medizin

Trotz aller wissenschaftlichen Erkenntnisse und medizinischen Fortschritte sind grundlegende Herausforderungen in der Versorgung von Menschen mit Epilepsie auch heutzutage noch nicht gelöst: Fehldiagnosen sind häufig, die Einschätzung des Behandlungserfolgs ist unzuverlässig. und der plötzliche Tod bei Epilepsie hat seinen Schrecken nicht verloren. In dem Vortrag werden die Ursachen für diese Mängel dargelegt und erklärt, wie Kenntnisse zu Wechselwirkungen zwischen Herz und Hirn einerseits und der Einsatz mobiler Technologien wie z.B. Smartwatches oder Smartphones und Methoden des Machine learning andererseits die klinische Forschung in der Epileptologie und die Versorgung Betroffener verbessern werden.

Rainer Surges, seit April 2019 Prof. am Universitätsklinikum Bonn und Direktor der Klinik und Poliklinik für Epileptologie. Promotion über kardiale Calciumkanäle und Habilitation über Mechanismen des plötzlichen Todes bei Epi­lep­sie. Neu­rologische Fach­arzt­aus­bildung an den Uni­kliniken Bonn und Freiburg i.Br., mit DFG-Forschungsstipendium als Postdoc am University College London. Wiss. Schwer­punkte: Autonome Funktions­störungen bei Epilepsie, mobile Tech­no­lo­gien zur Anfalls­detektion, Biomarker epileptischer Anfälle, psychische Aspekte bei Anfallser­krankungen.
Prof. Dr. Rainer SurgesProf. Dr. Rainer Surges

Donnerstag

28. November 2019

19.00 Uhr

 

Wolfgang-Paul-Saal

Prof. Dr. Waldemar Kolanus

Ein Organ auf Wanderschaft:
Wie funktioniert das GPS von Immunzellen?

Life & Medical Sciences Institute (LIMES)

Immunzellen sind Reisende. Unser Immunsystem wird im Knochen­mark gebildet, danach sind dessen Zellen ständig auf Patrouille. Ihre Reise führt sie durchs Blut- und Lymph­gefäß­system, sie durchwandern Filterstationen wie Lymphknoten und Milz - aber ihre Abwehraufgabe führen sie in allen Organen aus. Sie schützen uns z. B. vor Infektionen und vor Krebs­erkrankungen.

Aber wie finden sie bakterielle Erreger oder entartete Tumor­zellen? Wie navigieren Immunzellen in diesen hochkomplexen Umgebungen? Mit welchen „Sinnen“ sind sie ausgestattet? Der Vortrag gibt einen Einblick in aktuelle Forschungsthemen und -fragen auf diesem Feld.

Die Zuhörer werden einige Immunzellen und ihren „Bewegungs­apparat“ kennenlernen und erfahren, wie wir diese Vorgänge in ihrer ganzen Dynamik mit einer Kombination aus moderner Genetik und hochauflösender Videomikroskopie sichtbar und wissenschaftlich analysierbar machen. Der Vortrag gibt ferner einen kurzen Überblick über weitere Themen des vor kurzem wiederbewilligten Exzellenzclusters „ImmunoSensation2“.

Waldemar Kolanus, Studium Biologie/Chemie und Promotion in Molekularbiologie und Molekulare Botanik, Uni Hannover; Postdoc Medizinische Hochschule Hannover, Abt. Immunologie; Postdoc Massachusetts General Hospital, Harvard Medical School, Boston USA. Unabhängiger Nachwuchsgruppenleiter am Genzentrum und Apl. C3-Professor für Biochemie, LMU München. Seit 2002 C4/W3-Professor für Molekulare Immunologie und Zellbiologie, Uni Bonn
Sprecher SFB 704 2006-2017. Vizesprecher Exzellenzcluster ImmunoSensation2, 2012-2018.

Prof. Dr. Waldemar KolanusProf. Dr. Waldemar Kolanus
Dezember

Donnerstag

5. Dezember 2019

19.30 Uhr

 

Wolfgang-Paul-Saal

Prof. Dr. Andreas Rutz

Zwischen Globalisierungsdiskursen und Heimatrhetorik. Herausforderungen für die Landesgeschichte im 21. Jahrhundert

Globalisierungsdiskurse sind allgegenwärtig. Sie prägen seit einigen Jahren auch die kulturwissenschaftlich orientierte Geschichtswissenschaft, die sich bemüht, nationalstaatliche und eurozentrische Perspektiven aufzugeben und Geschichte global zu denken. Ebenso allgegenwärtig ist das Sprechen über Heimat – und das quer durch alle politischen Lager. ‚Heimat‘ erscheint dabei mit Blick auf die Globalisierung als identitätsstiftender Ort, unter Ausschluss oder Einschluss des Fremden. Die Landesgeschichte ist gefordert, sich zu dieser gesellschaftspolitischen Debatte zu äußern, denn sie untersucht die Geschichte kleiner und mittlerer Räume, von Orten und Regionen, von ‚Heimaten‘, die seit Jahrhunderten unterschiedlichen Formen der Globalisierung ausgesetzt sind. Sie sollte dementsprechend den aktuellen Prozess der Globalisierung und die Entstehung neuer Heimatvorstellungen durch historische Analysen kritisch begleiten. – Der Vortrag ist Manfred Groten zum 70. Geburtstag gewidmet.

Andreas Rutz ist Inhaber des Lehrstuhls für Sächsische Landes­geschichte an der Technischen Universität Dresden. Studium in Bonn, Paris und New York, Promotion 2005; Habilitation 2014 in Bonn;
dann Lehrstuhlvertretungen in Münster, Bonn und Düsseldorf sowie eine Kurzzeitdozentur in Tokio/Japan. Forschungsschwerpunkte:
vergleichende Landes- und Stadtgeschichte sowie Geschichte der Frühen Neuzeit; aktuelles DFG-Projekt: „Weibliche Herrschafts­partizipation in der Frühen Neuzeit. Regentschaften im Heiligen Römischen Reich in westeuropäischer Perspektive“.

Kooperationsveranstaltung mit dem Verein für geschichtliche Landeskunde der Rheinlande.

Prof. Dr. Andreas RutzProf. Dr. Andreas Rutz
Die Veranstaltung ist von Seiten des Uniclubs ausschließlich für Mitglieder offen und erfordert Anmeldung unter
mitglieder [at] uniclub-bonn [dot] de bis zum 28. November und Bestätigung durch den Uniclub.

 

Dienstag

10. Dezember 2019

17.00 Uhr

 

Schlosskirche

Vorweihnachtliches Orgel-Konzert in der Schlosskirche

Organist:
Miguel Prestia
(Kantor an der Schlosskirche seit 1992)

Einführung:
Prof. Dr. Eberhard Hauschildt
(Praktische Theologie, Universitätsprediger)

Im Anschluss an das Konzert treffen wir uns zu einer adventlichen Teestunde.

Vorweihnachtliches Orgel-Konzert in der Schlosskirche
Die Teilnahme erfordert die Anmeldung unter office [at] uniclub-bonn [dot] de bis zum 1. Dezember und eine Bestätigung durch den Uniclub.
Januar

Dienstag

7. Januar 2020

19.00 Uhr

 

Wolfgang-Paul-Saal

Dr. Rüdiger Tiedemann

Das lässt aber tief blicken: Fontanes Melusinen

Die ursprünglich in der französischen Sagenwelt beheimatete Gestalt der Melusine geistert mit bemerkenswerter Beharrlichkeit durch das erzählerische Werk Theodor Fontanes. Der Vortrag aus Anlass des 200. Geburtstags des Autors widmet sich neben Aspekten ihrer literarischen Rezeptionsgeschichte vornehmlich den Formen der Präsenz der Sagengestalt in seinem Werk sowie den Problemen ihrer Integration in die realistische Darstellung zeitgenössischer Wirklichkeit. Besonderes Augenmerk gilt dabei Fontanes letztem Roman Der Stechlin.

Rüdiger Tiedemann, geb. 1944, Studium der Vergleichenden Literaturwissenschaft, Germanistik und Anglistik in Mainz, Norwich und Bonn. Promotion 1974 („Fabels Reich. Zur Tradition und zum Programm romantischer Dichtungstheorie“), Wiss. Assistent in Bonn, 1978-91 Redaktion von arcadia. Zeitschrift für Vergleichende Literatur­wissenschaft. 1984 – 2009 Lehrtätigkeit als Wiss. Mitarbeiter in den Fächern Komparatistik und Germanistik an der Universität Bonn.

Melusinen

Sonntag

12. Januar 2020

11.00 Uhr

 

Wolfgang-Paul-Saal

Neujahrsempfang

  • Begrüßung und Eröffnung durch den Vorsitzenden
  • Musikalische Darbietung
  • Brunch
Neujahrsempfang

Die Teilnahme erfordert die Anmeldung unter
office [at] uniclub-bonn [dot] de bis zum 15. Dezember und eine Bestätigung durch den Uniclub.

Kosten: 25 € pro Person

Donnerstag

16. Januar 2020

19.00 Uhr

 

Wolfgang-Paul-Saal

Dr. Manfred van Rey

Gefeiert, geachtet, geächtet: Ernst Moritz Arndt

Zu den einflussreichsten Fürsprechern, die Bonner Universität zu gründen, gehört der am 26. Dezember 1769 geborene Rügener Ernst Moritz Arndt: Anlass genug, seines 250. Geburtstags zu gedenken. Im Oktober 1818 zum Professor für Geschichte nach Bonn berufen, hatte er große Anziehungskraft für die Studenten. 1819 wurde Arndt ein Opfer der Karlsbader Beschlüsse, die für politische Freiheit und Fortschritt eintretende Professoren als „Demagogen“ diffamierten. Sein Lehrverbot hob Friedrich Wilhelm IV. erst 1840 auf. Sogleich zum Rektor gewählt, wurde Arndt als Held der Freiheitskriege gegen Napoleon hoch geehrt. Noch einmal, 1848, gewann er als Mitglied des Paulskirchen-Parlaments nationale Bedeutung. Danach wurde es still um ihn. Am 29. Januar 1860 starb er, sein Grab fand er auf dem Alten Friedhof. Vom Nationalsozialismus missbraucht, sieht er sich heute dem Vorwurf des Antisemitismus und des Franzosenhasses ausgesetzt, sein Einsatz für demokratische Grundrechte wie Presse- und Versammlungsfreiheit hingegen scheint vergessen.
Die gemeinsam mit der jungen Regisseurin Christina Schelhas
vom Theater Bonn erarbeitete Szenische Lesung lässt den „ganzen“ Ernst Moritz Arndt selbst zu Wort kommen und greift auch auf Beurteilungen von Zeitgenossen zurück.

Manfred van Rey, ehemals Direktor des Stadtarchivs Bonn und langjähriger rheinischer Vorsitzender der 1992 gegründeten deutsch-deutschen Ernst-Moritz-Arndt-Gesellschaft, hat die Texte zusammen­gestellt und trägt die von ihm verfassten verbindenden Zwischenkapitel vor.

Ernst Moritz Arndt

Montag

20. Januar 2020

19.00 Uhr

 

Wolfgang-Paul-Saal

Prof. Dr. Stefan Siedentop

Ausgewachsen? Von großstädtischen Wachstumsschmerzen und stadtregionalen Entwicklungschancen

Eine Veranstaltung im Rahmen der
Uniclub-Reihe Metropolregion Rheinland

Die Eskalation der neuen Wohnungsfrage, in der sogar Enteignungen von Wohnungsunternehmen und ein Zuzugsstopp in die Metropolkerne als denkbar gelten, zeugt von einem enormen politischen Handlungsdruck. Unstrittig ist, dass die ungebrochene Aufwärtsentwicklung von Mieten, Kaufpreisen und Bodenrichtwerten trotz anziehender Bautätigkeit in den Kernstädten nicht entscheidend gebremst werden konnte. Zudem stößt die Ausweitung des Wohnungsangebots in vielen Großstädten an Grenzen der Flächenverfügbarkeit, der Infrastrukturkapazität und sozialen Akzeptanz.

Dieser Vortrag skizziert demografische Trends in deutschen Stadtregionen. Es wird herausgestellt, dass die neue Wohnungsnot in erster Linie auf Zuzug in die Metropolkerne zurückgeht. Der Wohnungsbau hinkt der Nachfrage hinterher, was die Preise auf den Immobilienmärkten treibt. Doch mit integrierten und kooperativen Strategien der Baulandmobilisierung in Kernstadt und Umland – flankiert von strukturellen Veränderungen der Mobilität – können neue Qualitäten des metropolitanen Wohnens geschaffen werden.

Stefan Siedentop, TU Dortmund und Wiss. Direktor des Instituts für Landes- und Stadtentwicklungsforschung (ILS) in Dortmund. Promotion an der Uni Dortmund. Projektleiter am Leibniz-Institut für ökologische Raumentwicklung, Dresden. 2007-2013 Prof. für Raumentwicklungs- und Umweltplanung an der Universität Stuttgart und Leitung des gleichnamigen Instituts (IREUS).

Prof. Dr. Stefan SiedentopProf. Dr. Stefan Siedentop