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Das aktuelle Veranstaltungsprogramm des Uniclubs

 

Archiv
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April

Mittwoch
24. April 2019
19.00 Uhr

 

Wolfgang-Paul-Saal 

Prof. Dr. J. Wolfgang Wägele

Das Insektensterben und die Notwendigkeit von Biodiversitätsmonitoring

Der von Menschen verursachte Globale Wandel bedroht die Lebensqualität unserer Nachkommen. Der spürbare Klimawandel ist nur ein Aspekt. Die Veränderungen von Naturlandschaften, landwirtschaftlich genutzter Flächen und des Artenreichtums sind wenig beachtet und wenig erforscht. Erst im Herbst 2017 wurden Medien und Politik auf das rasante Insektensterben aufmerksam. Die Folgen sind kaum verstanden. Am Lehrstuhl Spezielle Zoologie der Universität und am Zoologischen Forschungs­museum Alexander Koenig entwickeln wir zusammen mit Partnern (u.a. Nees Institut, Informatik) Technologien, um Daten über die Trends in der biologischen Umwelt automatisiert zu erfassen. Angesichts der Interessenkonflikte sind wie in der Klimaforschung große Datenmengen und objektive Analysen erforderlich, um eine wissensbasierte Politikberatung zu entwickeln.

Prof. J. Wolfgang Wägele, 1953 in Neuwied geboren, ab 1955 in Kolumbien aufgewachsen, dort Besuch der Deutschen Schule bis zum Abitur (1972). Studium der Fächer Biologie und Chemie an der Universität Kiel, 1977 erstes Staatsexamen, 1980 Promotion über die Evolution von marinen Kleinkrebsen (Isopoda, Anthuridea). Ab 1981 Leitung der Abt. Elektronenmikroskopie der Univ. Oldenburg, nach Professuren in Bielefeld und Bochum seit 2004 Leitung des Museums Koenig in Bonn.

Segelfalter Iphiclides podalirius

Montag
29. April 2019
18.00 Uhr

 

Wolfgang-Paul-Saal 

Leibniz-Lecture 2019

Prof. Dr. Anne Storch

Die Erfindung der Sprache

Entgegen unseren alltäglichen Erfahrungen ist Sprache niemals etwas, das einfach da ist; sie muss immer wieder gestaltet, gemacht, belebt werden. Sprachliche Kreativität und ideologische Rationalisierungen kommunikativen Handelns sind dabei kulturelle Praktiken, die wesentliche wissenschaftliche Einblicke in die Flüchtigkeit wie auch die Kraft der Sprache ermöglichen. Sie berichten von der Macht des Wortes, aber auch der Erfahrung vom Verlust der Rede, von den Grenzen des Sagbaren und der Bedeutung der Stille. Dass diesen Einblicken große aktuelle Bedeutung zukommt, wird deutlich, wenn der Blick auf die Realitäten der Fremde, Flucht, Ausgrenzung und Hoffnungslosigkeit gelenkt wird; um die Erfindung der Sprache vor diesem Hintergrund geht es hier.

Prof. Anne Storch lehrt seit 2004 Afrikanistik an der Universität zu Köln. Studium in Frankfurt und Mainz; 1999 Promotion über „Das Hone und seine Stellung im Zentral-Jukunoid“, Afrikanische Sprachwissenschaften, Johann Wolfgang Goethe-Universität, Frankfurt/Main; 2006-2009 Präsidentin des Fachverbands Afrikanistik; 2014–2016 Co-Präsidentin der International Association for Colonial and Postcolonial Linguistics; 2017 Gottfried-Wilhelm-Leibniz-Preisträgerin.

Die Erfindung der Sprache
Mai

Dienstag

14. Mai 2019

19.30 Uhr

 

Wolfgang-Paul-Saal

Adrian Tinniswood

Behind the Throne: The Private Life of Queen Victoria

What was it like to live with Queen Victoria? The ruler of the largest empire that the world has ever seen was a loving wife to her husband Prince Albert, a remote and harsh mother to their nine children (“as a rule, children are a bitter disappointment”, she confided to her diary), a difficult mistress to the people who worked for her. In a lecture to celebrate the 200th birthday of one of the most famous sovereigns in British history, Adrian Tinniswood explores Victoria’s private life. Above all, he shows how her turbulent personality was an integral part of her greatness as a monarch.

Adrian Tinniswood OBE FSA is the author of fifteen books on
social and architectural history. He has worked with a number of heritage organisations including the Heritage Lottery Fund and the National Trust, and is currently Senior Research Fellow in History at the University of Buckingham and Visiting Fellow in Heritage and History at Bath Spa University.

Der Vortrag findet in Kooperation mit der Deutsch-Britische Gesellschaft statt und wird in englischer Sprache gehalten.

Wir bitten um Anmeldung bei:
Roth [dot] Ursula [at] t-online [dot] de

Freitag

17. Mai 2019

19.00 Uhr

 

Wolfgang-Paul-Saal

ANIMATO – Junge Künstler spielen und erklären Musik im Universitätsclub

Elena Harsányi und Toni Ming Geiger

Work in Progress – Wie ein Konzertprogramm entsteht

Sie haben sich schon öfter gefragt, warum gerade diese oder jene Stücke in einem Konzert zusammengestellt werden? Dann werfen Sie in der Gesprächskonzertreihe „Animato“ des Universitätsclubs in Kooperation mit dem Netzwerk Ludwig van B. und dem Musikwissenschaftlichen Seminar der Universität Bonn einen Blick in die Werkstatt eines Liedduos, das schon immer einen hochkarätigen, ja intellektuellen Anspruch an die eigene Programmgestaltung hatte: Elena Harsányi, Sopran, und Toni Ming Geiger, Klavier. Beide stammen aus Bonn, im Studium gingen sie verschiedene Wege: Toni studierte Klavier und Liedgestaltung in Köln, Elena Gesang in Saarbrücken und derzeit in München. Die beiden sind nicht nur musikalische Denker, sondern wissen als herausragende Interpreten auch, dass man Musik nicht nur mit dem Kopf macht. Am 17. Mai entwickeln sie vor den Ohren ihres Publikums im Gespräch ein neues Liedprogramm. – Freuen Sie sich auf einen weiteren überraschenden Abend mit Musik. Wir freuen uns über angeregtes Weiter-Sprechen nach dem Konzert bei einem Glas Wein. Der Eintritt ist frei.

Donnerstag

23. Mai 2019

19.00 Uhr

 

Josef-Schumpeter-Raum

Prof. Dr. Michael Rohrschneider

Dreißigjähriger Krieg, Westfälischer Frieden und Syrien-Krieg: Historische Friedens- und Konfliktforschung aktuell

Rund 400 Jahre nach dem Ausbruch des Dreißigjährigen Kriegs (1618–1648) wird in der Wissenschaft und der interessierten Öffentlichkeit viel über die Frage diskutiert, ob man aus dem Dreißigjährigen Krieg und dem Westfälischen Frieden im Hinblick auf die aktuellen Konfliktlagen in Syrien bzw. im Nahen und Mittleren Osten etwas lernen könne. Der Vortrag unternimmt den Versuch einer aktuellen Positionsbestimmung: Bestehen Analogien zwischen dem Dreißigjährigen Krieg und der gegenwärtigen Lage in Syrien? Und kann es einen Westfälischen Frieden für den Nahen und Mittleren Osten geben?

Michael Rohrschneider, Professor an der Universität Bonn und zugleich Leiter des Zentrums für Historische Friedensforschung; Dissertation 1997 (Bonn); Habilitation 2005 (Köln); langjähriger Mitarbeiter der Edition der Akten zum Westfälischen Frieden („Acta Pacis Westphalicae“). Zu seinen Schwerpunkten in Forschung und Lehre zählen die Epoche der Frühen Neuzeit (16. - 18. Jahrhundert), die Rheinische Landesgeschichte und die Historische Friedens- und Konfliktforschung.

Juni

Dienstag

04. Juni 2019

19.00 Uhr

 

Wolfgang-Paul-Saal

Joseph-Höffner-Vorlesungsreihe

Prof. Dr. Ansgar Hense

Rechtsschutz in der katholischen Kirche – eine unendliche Geschichte?

Anmerkungen zu aktuellen Diskussionen über die Einführung einer kircheneigenen Verwaltungsgerichtsbarkeit

Die gegenwärtigen Dimensionen der Kirchenkrise und die Suche danach, institutionelle Gegenmaßnahmen zu ergreifen, haben das Vorhaben „Einführung einer kircheneigenen Verwaltungsgerichtsbarkeit“ neu belebt. Dieses insbesondere von der Würzburger Synode in den 1970er Jahren initiierte Projekt ist zwar nicht völlig vergessen worden, aber durch die Zeitumstände und insbesondere den Codex Iuris Canonici 1983 in den Hintergrund getreten. Die kirchenrechtswissenschaftlichen Publikationen zu diesem Thema rissen zwar nie ab, aber erst der Beschluss der Vollversammlung der Deutschen Bischofskonferenz auf der diesjährigen Frühjahrsvollversammlung, eine Ordnung für Verwaltungsgerichte in ihrem Zuständigkeitsbereich zu erarbeiten, ließ eine bis dahin ungekannte Dynamik an den Tag treten. Der Vortrag wird zum Gegenstand haben, Grund und Grenzen dieses Projekts auszuleuchten.

Ansgar Hense, apl. Prof. an der Rechts- und Staatswissenschaftlichen Fakultät – FB Rechtswissenschaft Universität Bonn, Direktor des Instituts für Staatskirchenrecht der Diözesen Deutschlands sowie kommissarischer Leiter des Kanonistischen Instituts an der Universität Potsdam.

Montag

17. Juni 2019

19.30 Uhr

 

Wolfgang-Paul-Saal

Dr. Elke Richter

„So wohnen wir nun in einem modernen Haus.
Wir mögen es dennoch.” (Katia Mann)

Das Thomas-Mann-Haus in Los Angeles

Das 1941/42 errichtete Wohnhaus Katia und Thomas Manns stand 2018 im Zentrum der Aufmerksamkeit, als die Bundesrepublik hier als Teil der auswärtigen Kulturpolitik eine Stipendiatenresidenz eröffnete. Der Umbau und die Sanierung des Hauses, in dem die Manns bis zu ihrer Auswanderung in die Schweiz 1952 lebten, ermöglichten der Referentin im Auftrag des Auswärtigen Amtes intensive Vor‐Ort‐Untersuchungen. Diese erlauben nun die Rekonstruktion des Erbauungszustandes einschließlich der Innenraumfarbigkeit und baufesten Ausstattung. Die baugeschichtliche Kontextualisierung des Baus zeigt außerdem, wie die Manns ihre europäisch-großbürgerlichen Wohnvorstellungen durch die Architektur im Exil tradierten und zugleich im Gewand der kalifornischen Moderne wohnten.
Dr. Elke Richter, Studium der Architektur in Dresden und Venedig, Masterstudium Denkmalpflege in Berlin, Promotion („Gebaute Diskrepanz ‐ Das Gebäude der Königlichen Hofbibliothek in Berlin 1774 bis 1970“, BTU Cottbus-Senftenberg 2017), wiss. Tätig­keiten am Deutschen Archäologischen Institut, seit 2016 akademische Mitarbeiterin im Fachgebiet Baugeschichte der Brandenburgischen Technischen Universität Cottbus‐Senftenberg, Forschungs­schwer­punkte: Antike Befestigungs­bauten, Bau‐ und Planungs­geschichte der Moderne, v.a. in Preußen im 19. Jh. und in der DDR.

Die Veranstaltung findet in Kooperation mit der Thomas-Mann-Gesellschaft statt.

Dienstag

18. Juni 2019

18.00 Uhr

 

Wolfgang-Paul-Saal

In Kooperation mit den Opernfreunden Bonn

Sommerliches Konzert

Weitere Informationen folgen.

Die Teilnahme ist nur nach bestätigter Anmeldung
unter mueller [at] uniclub-bonn [dot] de oder
telefonisch unter 0228 / 7296 -101 möglich.

Montag

24. Juni 2019

19. 00 Uhr

 

Wolfgang-Paul-Saal

Kirsten Jahn
Geschäftsführerin Metropolregion Rheinland e.V.

Die Metropolregion Rheinland e.V. – ihre Aufgaben und Ziele

Wachsende Bevölkerungszahlen, steigende Pendler*innen-
und Warenströme sowie der Klima- und Strukturwandel stellen
das Rheinland als Lebens- und Wirtschaftsraum vor große Herausforderungen. Eine regionale Zusammenarbeit in den Bereichen Standortmarketing, Kultur, Mobilität, Siedlungs- und Landschaftsentwicklung ist notwendiger denn je, um Lösungen integriert zu erarbeiten. Mit 8,6 Mio. Einwohnern ist das Rheinland die bevölkerungsreichste und eine der dichtest besiedelten Regionen Deutschlands. Es herrscht ein gemeinsames Verständnis, dass es als Ganzes stärker ist als seine Gebietskörperschaften und Institutionen im Einzelnen. Mit dieser Haltung haben sich die Städte und Kreise, die Industrie-, Handels- sowie Handwerkskammern, die Städteregion Aachen und der Landschaftsverband Rheinland 2017 zur Metropolregion Rheinland e.V. zusammengeschlossen. Das Ziel: die Interessen des Rheinlandes gegenüber dem Land, Bund und der EU zu bündeln und zu kommunizieren, die Region in den Bereichen Kultur, Forschung & Bildung, Verkehr & Infrastruktur voranzubringen und eine integrierte Raum- und Mobilitätsentwicklung in partnerschaftlicher Zusammenarbeit weiter zu entwickeln.

Kirsten Jahn, Geschäftsführerin der Metropolregion Rheinland e.V.
Diplom-Geographin, bei Einrichtungen und Unter­nehmen aus den Bereichen Regionalentwicklung, Wirt­schafts­förderung und Touris­mus beschäftigt, ab 2014 Fraktions­vorsitzende der Grünen im Rat der Stadt Köln und stadtentwicklungspolitische Sprecherin, seit 1. März 2019 Geschäftsführerin der Metropolregion Rheinland e.V.

Juli

Montag

01. Juli 2019

19.00 Uhr

 

Wolfgang-Paul-Saal

Dr. Mario Holzner

China entgegenkommen? –
Zur Konstruktion einer europäischen Seidenstraße

Die Europäer hat Unbehagen erfasst. Sie beobachten, dass China mit verschiedenen Initiativen nach Europa vordringt. Als spektakulär gelten der Kauf des griechischen Hafens Piräus und die Initiative 16+1, mit der auch auf EU-Staaten unmittelbar Einfluss genommen werden kann. In diesem Kontext werden immer wieder Vorbehalte gegenüber China laut. Konstruktiver ist demgegenüber ein anderer Denkansatz, demzufolge Europa seinerseits ein Großprojekt entwickeln sollte, das der chinesischen bzw. asiatischen Seidenstraße entgegenkommt und insofern die chinesische Initiative gewinnbringend aufgreift. Herr Holzner stellt hier eine neue Studie seines Instituts zu einer „Europäischen Seidenstraße“ als komplementäre Struktur zur chinesischen Initiative vor, von der sowohl China als auch Europa profitieren würden.

Dr. Mario Holzner, Stv. Leiter des Wiener Instituts für Internationale Wirtschaftsvergleiche (wiiw). Forschungsschwerpunkte sind die wirtschaftliche Analyse der Länder Mittel-, Ost- und Südosteuropas. Sein Doktorat hat er zu langfristigen makroökonomischen Folgen von Tourismusspezialisierung an der WU Wien abgeschlossen. Er lehrt Ökonometrie an der Universität Wien.

Diese Veranstaltung findet in Kooperation mit dem Konfuzius-Institut Bonn statt.