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Das aktuelle Veranstaltungs­programm des Uniclubs

 

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Januar

Dienstag
12. Januar 2021
19.00 Uhr

 

Vortrag und Diskussion
online

Gregor Gielen

150 Jahre Deutscher Aktienmarkt – Erkenntnisse aus der Kursentwicklung für heute und die Zukunft

Kriege und Währungsumbrüche verhinderten lange Zeit, dass wir ein vollständiges Bild der langjährigen Entwicklung des deutschen Aktienmarkts hatten. Die sorgfältige Verknüpfung der Einzelteile führt zu einem sehr nützlichen Gesamtbild. Auch wer weder Finanzsachverständiger noch Historiker ist, soll am Ende des Vortrags selbst entscheiden können, ob sich ein Investment am deutschen Aktienmarkt lohnt oder sogar zwingend notwendig ist.

Gregor Gielen ist seit dem Abschluss des BWL-Studiums in München im Sektor Global Asset Management tätig. Sein beruflicher Werdegang führte von einer privaten bankenunabhängigen Vermögensverwaltung (München) über internationales Fondsmanagement (Frankfurt) und Beratung amerikanischer institutioneller Anleger (New York) sowie Geschäftsführung einer KAG zum eigenen Financial Consulting. Im Mittelpunkt stehen dabei die Finanzanalyse, das Portfoliomanagement, Finanzjournalismus, Unternehmensbewertung vor IPOs und die Entwicklung mathematisch definierter Trend-Folge-Systemen für Währungen, Aktien und Zinsen. Er erarbeitete und publizierte einen Performance-Index des Deutschen Aktienmarkts mit Monatsdaten seit 1870, den er im Vortrag präsentiert.

Nichtmitglieder des Uniclubs können sich unter programm [at] uniclub-bonn [dot] de anmelden. Sie erhalten dann eine Anleitung und Link, über den Sie sich zu der Videoveranstaltung einloggen können.


Eine Videoaufzeichnung des Vortrags ist im Anschluss an die Veranstaltung 4 Wochen lang im Downloadbereich für Mitglieder unter Vorträge zu sehen.

Februar

Dienstag
02. Februar 2021
19.00 Uhr

 

Vortrag und Diskussion
online

Prof. Dr. Wataru Watanabe
Universität Meijo in Nagoya, Japan

Das japanische Thronfolgerecht: Entstehung und Zukunft des kaiserlichen Hausgesetzes

2019 wurde die Inthronisierung des neuen Kaisers Naruhito gefeiert. Parallel wird seither eine Reform der japanischen Thronfolge diskutiert. Dabei steht die Frage im Mittelpunkt, ob das kaiserliche Hausgesetz von 1947 weibliche Thronfolge weiter ausschließen soll. Beim Erlass eines Sondergesetzes vom 2017, das die im kaiserlichen Hausgesetz nicht vorgesehene Abdankung des damals 83-jährigen Kaisers Akihito ermöglichte, fassten beide Kammern des Parlaments den Beschluss, dass vor allem die Fragen der Sicherstellung der stabilen Thronfolge und der Einrichtung von weiblichen kaiserlichen Familienzweigen zu untersuchen seien. Dies hat der Diskussion über die weibliche Thronfolge neuen Impuls verliehen. Der Vortrag hat das Ziel, die Bedeutung der „dynastischen“ Thronfolge im Sinne der Japanischen Verfassung aus historischer Sicht zu klären und behandelt damit staatsrechtliche Fragen der anstehenden Reformen.

Wataru Watanabe ist Professor der Universität Meijo in Nagoya, Japan. Seine Fachgebiete sind Verfassungsrecht, Verwaltungsrecht, Kommunalrecht sowie Verfassungsgeschichte. Nach der Absolvierung des Diplom- und Masterstudiums an der Waseda Universität in Tokio nahm er ein Studium im Magisterkurs Rechtsvergleichung in Bonn auf. Hier wurde er mit der Dissertation "Die Bedeutung von Vorrang und Vorbehalt des Gesetzes für kommunale Satzungen" promoviert, betreut von Prof. Dr. Jost Pietzcker. Seit August 2019 forscht er als Gastwissenschaftler am Lehrstuhl von Prof. Dr. Klaus Ferdinand Gärditz an der Rechts- und Staatswissenschaftlichen Fakultät unserer Universität.

Nichtmitglieder des Uniclubs können sich unter programm [at] uniclub-bonn [dot] de anmelden. Sie erhalten dann eine Anleitung und Link, über den Sie sich zu der Videoveranstaltung einloggen können.


Eine Videoaufzeichnung des Vortrags ist im Anschluss an die Veranstaltung 4 Wochen lang im Downloadbereich für Mitglieder unter Vorträge zu sehen.

März

Donnerstag
04. März 2021
19.00 Uhr

 

Vortrag (in englischer Sprache) und Diskussion
online

Prof. Dr. Dietmar Schmucker

Molecular genetics of cognitive development:
How biological information

Dies ist der erste Vortrag einer neuen Reihe, in der wir mit der Alexander von Humboldt Stiftung zusammenarbeiten und Wissenschaftler aus der Region Köln/Bonn, die von der Humboldt Stiftung gefördert werden, zu Vorträgen aus unterschiedlichen Fachgebieten in den Uniclub einladen. Der interdisziplinäre wissenschaftliche Dialog sowie die Verbreitung und Diskussion der Forschungsergebnisse über den engeren Rahmen des jeweiligen Faches hinaus sind die Ziele dieser Reihe, denen der Universitätsclub ebenso wie die Alexander von Humboldt Stiftung verpflichtet sind. Den Auftakt macht dieser Vortrag über die Aufnahme, Speicherung und Verarbeitung von Informationen im Gehirn.

Zum Vortrag:

The human brain has an estimated 100 billion synapses and development of its ordered circuitry requires a precise matching of an immense number of pre- and post-synaptic contacts. As a developmental and molecular biologist I am part of a research community that tries to identify the molecular mechanisms that enable the emergence of such remarkable complexity. I will discuss recent progress in this field. I will mainly focus on examples that illustrate how new break-through technologies are currently revolutionizing our understanding of brain development, plasticity, and function.

Much of this progress seems to occur “quietly” and without a much deserved discussion in the public sphere. Yet the same time this new research has broad impact on concepts of education, the understanding of neurological diseases, and modern medicine in general. Moreover, this progress has the potential to challenge several of our philosophical concepts of human nature. Aim of this lecture will be to use a small number of examples to illustrate how molecular biology is rapidly changing our understanding of brain development/function and discuss its implications within and beyond natural sciences.

Prof. Schmucker studied at the LMU Munich and did his Ph.D. at the Max-Planck Institute in Göttingen, Germany. The subject was Drosophila Neurogenetics, his supervisor Dr. H. Jäckle. He worked for many years in the USA where he did four years postdoctoral work at UCLA with Larry Zipursky, HHMI Investigator Los Angeles. At the end of 2001 he started his own lab, as Assistant Professor at Harvard Medical School, Department of Neurobiology, with promotion to Associated Professor in January 2008. From 2010 until August 2019 he has been a group leader at VIB, and Professor at University Leuven (KUL), in Belgium. In 2019 he was awarded an Alexander von Humboldt Professorship and joined the LIMES Institute in Bonn as a group leader and Professor at the University of Bonn.

Throughout his professional career his research interest was on neuronal wiring, with a focus on genetics, biochemistry and imaging. Prof. Schmucker discovered and characterized the molecular diversity of the neuronal receptor Dscam1, a paradigmatic example how single genes can generate thousands of receptor isoforms, essential for neuronal self-recognition and wiring.

Nichtmitglieder des Uniclubs können sich unter programm [at] uniclub-bonn [dot] de anmelden. Sie erhalten dann eine Anleitung und Link, über den Sie sich zu der Videoveranstaltung einloggen können.


Eine Videoaufzeichnung des Vortrags ist im Anschluss an die Veranstaltung 4 Wochen lang im Downloadbereich für Mitglieder unter Vorträge zu sehen.

Mittwoch
05. Mai 2021
19.00 Uhr

 

Vortrag und Diskussion
online

Prof. Dr. Joachim L. Schultze
(Uni Bonn, LIMES, DZNE)

Wissenschaftsbetrieb im 21. Jahrhundert –
was lernen wir aus der Pandemie?

Die technischen Möglichkeiten für eine moderne Wissenschaft sind besser als je zuvor: Sie hat sich in den vergangenen Jahrzehnten international in ein streng organisiertes und hoch-kompetitives System verwandelt. Die Zahl der Publikationen zu COVID-19 sowie der explosionsartige Erkenntnisgewinn zum pandemischen Geschehen könnten als Zeichen gewertet werden, dass der Wissenschaftsbetrieb bereits optimal für kommende Krisen aufgestellt ist. Eigene Erfahrungen aus den letzten 14 Monaten lassen mich daran zweifeln. Wir haben viel Glück gehabt. Am Beispiel der eigenen Wissenschaft zu SARS-CoV-2 und COVID-19 möchte ich zeigen, welche Veränderungen notwendig sein werden, um den Wissenschaftsbetrieb auf die Krisen des 21. Jahrhunderts vorzubereiten.

Professor Schultze ist seit 2020 Direktor des Forschungsbereichs System Medizin am Deutschen Zentrum für Neurodegenerative Erkrankungen (DZNE), Direktor der PRECISE Platform for Single Cell Genomics and Epigenomics am DZNE und der Universität Bonn sowie Professor für Genomik und Immunregulation am LIMES-Institut der Universität. Er studierte Humanmedizin in Tübingen und lernte den Wissenschaftsbetrieb am Dana-Farber Cancer Institute der Harvard Medical School kennen. Mit einem Sofja-Kovalevskaja Preis der Alexander von Humboldt-Stiftung kam er 2001 nach Deutschland zurück und trat eine Professur für Tumorimmunologie an der Universität Köln an. Im Jahr 2007 wechselte er ans LIMES-Institut der Universität Bonn. Professor Schultze koordiniert das von der DFG geförderte Netzwerk der Sequenzierzentren und ist Standort-Sprecher des West German Genome Center in Bonn. Bereits im März 2020 hat er die Deutsche COVID-19 OMICS Initiative (DeCOI) ins Leben gerufen, die er bis heute koordiniert und der mehr als 65 Arbeitsgruppen an etwa 45 Wissenschaftseinrichtungen in Deutschland angehören. Er hat mit DeCOI und seiner Arbeitsgruppe zum Verständnis der COVID-19 Erkrankung beigetragen und ist im Rahmen des Netzwerks Universitätsmedizin (NUM) an zwei der vom BMBF geförderten Projekte beteiligt, die eine nachhaltige Infrastruktur zur Pandemiebekämpfung aufbauen sollen.

Prof. Dr. Joachim L. Schultze
Prof. Dr. Joachim L. Schultze

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