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Das aktuelle Veranstaltungsprogramm des Uniclubs

 

Archiv
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Veranstaltungsvorschau
Oktober

Montag

22.10.2018

18.30 Uhr

 

Schumpeter-Sitzungsraum

Prof. Dr. Winfried Schmitz

(Alte Geschichte)

Nur Blutsuppe und Krieg? Das Bild Spartas in Antike und Gegenwart

Sparta hat ein schlechtes Image – zumindest in einer offenen, demokratischen Gesellschaft wie der unseren. Im antiken Sparta wurden Kinder früh den Eltern entzogen und während der gemeinschaftlichen Erziehung ausgepeitscht. Frauen sollten durch sportliche Betätigung und Beziehungen zu mehreren Männern möglichst viele Kinder für den Krieg gebären. Handwerkliche Tätigkeiten waren den Spartanern verboten – nur für Schild und Schwert sollten sie trainieren. Dieser spartanische Kosmos soll auf den legendären Gesetzgeber Lykurg zurückgehen. Aber trifft das Bild, das wir von Sparta haben, überhaupt zu? Im Vortrag wird ein neues, verblüffend anderes Bild von Sparta vorgestellt.

Prof. Dr. Winfried Schmitz: Promotion (1985 Freiburg i. Br.), Habilitation (1995 Freiburg), Professor für Alte Geschichte (1996-98 Ruhr-Universität Bochum; 1998-2003 Universität Bielefeld; seit 2003 Universität Bonn).


Prof. Dr. Winfried SchmitzProf. Dr. Winfried Schmitz

Dienstag

23.10.2018

15.00 Uhr

 

Kunstmuseum Bonn

Prof. Dr. Stephan Berg

(Intendant des Kunstmuseums Bonn)

Das Auge der Stadt – Der Flaneur vom Impressionismus bis zur Gegenwart

Die Ausstellung widmet sich dem Bild der Stadt im Blick des Flaneurs. Das fließende Sehen des Flaneurs, der ziellos über Straßen und Plätze streift und Eindrücke sammelt, erweist sich als adäquate Wahrnehmung des flüchtig instabilen Organismus der Großstadt seit Beginn der Moderne. Flaneur und Stadt sind voneinander abhängig: Die Stadt braucht den Flaneur, um ein Bild von sich zu erhalten – und sei es als fragmentarische Collage; der Flaneur braucht die Stadt als den einzig möglichen Raum seiner Existenz.

Die Ausstellung nimmt die durch Charles Baudelaire eingeführte literarische Figur des Flaneurs, der „in der Masse zuhause ist, im Wogenden, in der Bewegung, im Flüchtigen und Unendlichen”, als Ausgangspunkt, um zu fragen, wie ein flanierendes Sehen in der Kunst vom Ende des 19. Jahrhunderts bis zur Gegenwart authentische Bilder der Stadt und ihrer Bewohner herstellt.

Die Teilnahme ist nur nach
bestätigter Anmeldung unter mueller [at] uniclub-bonn [dot] de oder telefonisch unter 0228/7296-101 möglich.

Dienstag

30.10.2018

18.30 Uhr

 

Schumpeter-Raum

Prof. Dr. Ralph Kauz

(Sinologie)

Von der „alten” zur „neuen” Seidenstraße: Eurasiatische Interaktion in Geschichte und Gegenwart

Der Mythos der „Seidenstraße” hat durch die von China ausgehende Initiative der „Neuen Seidenstraße” – eigentlich „Ein Band, Eine Straße” – eine unvermutete Renaissance erlebt. Es ist das erste Mal in der neueren Weltgeschichte, dass eine politische Initiative dieses Umfangs von einem Land ausgeht, das noch vor ein bis zwei Dekaden als „Entwicklungsland” bezeichnet wurde. Die geplanten infrastrukturellen land- und seegestützten Maßnahmen könnten das Gesicht Europas, Afrikas und Asiens sowie die Interaktionen innerhalb dieser Kontinente nachhaltig verändern. Vor dem Hintergrund von Schlaglichtern der „historischen” Seidenstraße werden in diesem Vortrag die Ziele der Initiative „Neue Seidenstraße” vorgestellt und ihre Chancen erörtert.

Prof. Dr. Ralph Kauz studierte Politik­wissen­schaft, Sinologie und Islamwissenschaften in Stuttgart, Freiburg, Taipei, München und Teheran. Er wurde 1994 promoviert und habilitierte sich 2002 an der LMU München. Zu seinen Forschungsschwerpunkten zählen die Geschichte Chinas sowie die Interaktion zwischen China, Zentralasien und Iran. Gegen­wärtig leitet er das Teilprojekt 9 „Empfang von Gesandtschaften in China als Legitimations­instrument und Ausdruck von Herrschaftsbewusstsein” im Sonderforschungsbereich 1167 „Macht und Herrschaft” der Universität Bonn.

Prof. Dr. Ralph Kauz Prof. Dr. Ralph Kauz
November

Montag

05.11.2018

19.30 Uhr

 

Wolfgang-Paul-Saal

Dr. Manfred van Rey

Der Erste Kreuzzug 1096: Die Urkatastrophe des rheinischen Judentums

Die Judenverfolgungen zu Beginn des Ersten Kreuzzugs 1096 stellten die Juden vor die grausame Alternative: Tod oder Taufe. Der Märtyrertod von Männern und Frauen jeden Alters, die Bereitschaft der Selbstopferung als Akt der „Heiligung des göttlichen Namens” („Kiddusch haSchem”), der auch den „Selbstmord”, die Tötung anderer und sogar die „Opferung” der Kinder einschloss, kreierten das typisch aschkenasische Bild eines Märtyrers und wurde zum – freilich umstrittenen – Ideal. Die Bereitschaft zur „Heiligung des göttlichen Namens” wurde in den hebräischen Berichten verewigt und wird bis heute tradiert. Sie stand in der Tradition von Massada und war die Urkatastrophe des rheinischen Judentums, das einschneidendste Ereignis vor dem Machtantritt der Nationalsozialisten 1933. Der Vortrag geht den Ereignissen von 1096 in Mainz, Worms, Speyer, Köln und Bonn nach, schildert die Rettung der Kölner jüdischen Gemeinde auf der Wolkenburg im Zweiten Kreuzzug und endet mit der Verfolgungswelle 1287 nach Ritualmordvorwurf an dem „guten Werner” aus Oberwesel.

Dr. Mafred van Rey: Studium 1962-68 Geschichte und Latein in Bonn. 1968 Erste Staatsprüfung. 1974 Promotion. 1987-90 komm. Leiter des im Aufbau befindlichen Stadtmuseums Bonn. 1977-80 Wiss. Mitarbeiter des Archivs des Rhein-Sieg-Kreises. Anschließend stv. Leiter, 1990-2002 Leiter des Bonner Stadtarchivs. Seit 1979 Lehraufträge an den Historischen Seminaren der Universitäten Düsseldorf und Bonn zur mittelalterlichen Numismatik und am Archäologischen Institut der Universität Bonn zur römischen Numismatik. 2005-13 Vorsitzender des Trägervereins der „Gedenkstätte für die Bonner Opfer des Nationalsozialismus – An der Synagoge e.V.”

Mittwoch

14.11.2018

19.30 Uhr

 

Schumpeter-Raum

Prof. Dr. Jens Léon
(INRES)

Biodiversität – Ein wichtiger Motor für die moderne Pflanzenzüchtung

Für die Pflanzenzüchtung wird gezeigt, wie die Biodiversität uns bei der Bewältigung von Herausforderungen wie Klimawandel, Bevölkerungswachstum etc. helfen kann. Neben der Vielfalt der Ökosysteme und der Arten besteht eine bedeutende Komponente der Biodiversität in der Vielfalt innerhalb der Arten. An dieser genetischen Vielfalt ist die Pflanzenzüchtung interessiert, um die Verbraucher mit verschiedenen, aber innerhalb der Partie jeweils hochwertigen Produkten zu versorgen. Mit innovativen Methoden können die Züchter die Variabilität zwischen Pflanzen auf einzelne Gene zurückführen. Anhand von Beispielen wird gezeigt, wie groß die Variabilität innerhalb der Arten ist und wie die einzelnen Eigenschaften nutzbar gemacht werden.

Prof. Dr. Jens Léon: Studium der Agrarwissenschaften an der Christian-Albrechts Universität zu Kiel mit Schwerpunkt Pflanzenproduktion. 1982 bis 1996 Doktorand, Habilitand bzw. Privatdozent am Institut für Pflanzenbau und Pflanzenzüchtung der Agrarwissenschaftlichen Fakultät der Christian-Albrechts Universität zu Kiel: 1985 Promotion bei Herrn Professor Dr. M. Hühn; 1992 Habilitation im Fach Pflanzenzüchtung. Ab 1996 Professor für Pflanzenzüchtung an der Universität Bonn. Seit 2007 Herausgeber der Wissenschaftlichen Zeitschrift PLANT BREEDING. Ab 2010 Vorstandsvorsitzender der Günter und Anna Wricke-Stiftung zur Förderung des wissenschaftlichen Nachwuchses in der Pflanzenzüchtung.

Montag

19.11.2018

18.30 Uhr

 

Wolfgang-Paul-Saal

Dr. Manfred Osten

„Wenn China erwacht, wird die Welt erzittern” (Napoleon)

Das „Betriebsgeheimnis” des chinesischen Erfolgs der letzten 40 Jahre

Chinas Expansionsdrang zeigt sich inzwischen auch in der Kultur- und Wissenschaftspolitik. Der unter Mao verfemte Philosoph Konfuzius erfährt eine staatlich getragene Renaissance, die sich besonders deutlich auf Erziehung, Bildung und Forschung auswirkt. Was folgt aus dem politisch verordneten Konfuzius-Programm der „harmonischen Gesellschaft” für das Reich der Mitte und für dessen Wettbewerbsrolle im Prozess der Globalisierung? Welche Zielsetzungen verfolgt die chinesische Industrie-, Wirtschafts- und Wachstumspolitik im Namen des Konfuzius, und wie kann sich der Westen darauf einstellen?

Dr. Manfred Osten: Geboren in Ludwigslust/Mecklenburg. 1952 Flucht in die Bundesrepublik. 1959 bis 1964 Studium der Rechtswissenschaft, Philosophie, Musikwissenschaft und Literatur in Hamburg und München. 1969 Promotion „Über den Naturrechtsbegriff in den Frühschriften Schellings”. 1995 bis 2004 Generalsekretär der Alexander von Humboldt-Stiftung.

Dezember

Dienstag

04.12.2018

19.30 Uhr

 

Schumpeter-Raum

Max-Huber-Gedächtnis-Reihe „Bonner Köpfe”

Prof. Dr. Gisela Muschiol

Adolph Kolping (1813–1865) – Schuhmacher, Theologe, Publizist

Adolph Kolping, der von 1842–1844 an der Katholisch-Theologischen Fakultät der Universität Bonn studierte, ist auf dem „zweiten Bildungsweg” zum Studium gekommen. Seine erste Ausbildung war die eines Schuhmachergesellen. Bereits in seiner Gesellenzeit entdeckte er die soziale Notlage anderer wandernder Gesellen und war entsetzt angesichts ihrer menschenunwürdigen Lebensbedingungen. Dieses Thema ließ ihn nicht mehr los – auch nicht, als er aufgrund einer Krankheit seinen Beruf nicht mehr ausüben konnte, das Abitur nachmachte und danach in München und Bonn Katholische Theologie studierte. Nach seiner Priesterweihe beschäftigte er sich sowohl als Journalist als auch als Kaplan mit sozialen Fragen. Sein Engagement für den „Katholischen Gesellenverein” führte letztlich zum heute international agierenden Kolpingwerk. Der Vortrag wird nicht nur Kolpings Lebenslauf vorstellen, sondern auch nach den besonderen Prägungen der studentischen Zeit in Bonn und München fragen.

Gisela Muschiol, Studium der Katho­lischen Theologie, Geschichte und Volkskunde in Münster; Pro­mo­tion in Katho­lischer Theologie, Habi­li­tation für das Fach Mittlere und Neuere Kirchen­geschichte; nach Lehrtätigkeiten an den Universität Münster, Mainz und Hannover seit 2002 Lehr­stuhl­in­haberin für Mittlere und Neuere Kirchen­geschichte an der Katholisch-Theologischen Fakultät der Universität Bonn.

Prof. Dr. Gisela MuschiolProf. Dr. Gisela Muschiol

Montag

10.12.2018

18.30 Uhr

 

Schumpeter-Raum

Konrad Adenauer

Bundeskanzler Adenauer als Kunstsammler

Der Besucher des Wohnhauses des früheren Bundeskanzlers Konrad Adenauer in Bad Honnef-Rhöndorf sieht dort an den Wänden der Wohnräume einige Gemälde und erfährt, dass der Bundeskanzler auch Kunstliebhaber und –sammler war. Möglicherweise beeindrucken ihn die Bilder nicht sonderlich. In der Regel wird ihm nicht mitgeteilt, dass vor dem Tod des Kanzlers ganz andere Bilder im Hause hingen und der Hausherr von einem Schweizer Kunstvermittler mit Bildern beliefert wurde und mit ihm in einem regen Tauschhandel stand. Darüber gab es in den 70er Jahren einen aufsehenerregenden Prozess vor einem Stuttgarter Gericht, ferner Auktionen in London und Luzern. Nicht nur Bücher haben ihre Schicksale, sondern auch Bilder. Hier gibt es eine sehr spannende Geschichte zu erzählen, die bisher nicht veröffentlicht wurde.

Mittwoch

12.12.2018

17.00 Uhr

 

Schlosskirche

Vorweihnachtliches Orgel-Konzert in der Schlosskirche

Organist:
Miguel Prestia
(Kantor an der Schloßkirche seit 1992)

Einführung:
Prof. Dr. Eberhard Hauschildt
(Praktische Theologie)

Im Anschluss an das Konzert in der Schlosskirche (ca.18.00 Uhr) treffen wir uns in dem gegenüberliegenden FAZ-Café, das dann für uns reserviert ist, zu einer adventlichen Teestunde.

Die Teilnahme ist nur nach
bestätigter Anmeldung unter mueller [at] uniclub-bonn [dot] de oder telefonisch unter 0228/7296-101 möglich.
Schlosskirche

Dienstag

18.12.2018

18.30 Uhr

 

Wolfgang-Paul-Saal

Prof. Dr. Wolfgang Holzgreve
(Ärztlicher Direktor und Vorstandsvorsitzender des UKB)

Entwicklung des Universitätsklinikums Bonn (UKB) und Bedeutung der Seilbahn als Zukunftssicherung

Das UKB bekennt sich zu Exzellenz in Krankenversorgung, Forschung und Lehre. In den Rankings für diese Bereiche erreicht es Spitzen­plätze, und der Fallschweregrad (Case-Mix-Index) ist der zweithöchste in Deutschland. Diese Arbeit wird von mehr als 8.000 Mitarbeitern erbracht, die pro Jahr über 350.000 ambulante, 50.000 stationäre Patienten und über 30.000 Notfälle betreuen. Das ehemalige Kasernenareal mit seinen Pavillonbauten verändert sich stark, und über 350 Mio. € werden in Neubauten investiert: z.B. für die Neurologie und Psychiatrie/Psychosomatik, das Eltern-Kind-Zentrum, ein Forschungs- und ein Herzzentrum. Die Zahl der ambulanten Patienten ist in den letzten sieben Jahren um etwa fünf Prozent pro Jahr gewachsen. Neben den positiven Entwicklungen stößt die Erschließung für den PKW-Verkehr bei der einspurigen Straße an Grenzen. Mobilität wird vom UKB mit Jobtickets, verbesserten Bustakten, Förderung des Fahrradfahrens, Mitfahrmöglichkeiten etc. massiv gefördert.
Eine signifikante Verbesserung ist jedoch nur die Seilbahn, deren Trasse von Ramersdorf über die Haltestelle UN Campus führend die Verkehrsbelastung im Bereich Südbrücke, B 9 und Venusberg deutlich reduzieren würde.

Prof. Dr. Dr. h.c. mult. Wolfgang Holzgreve, MBA, Promotion und Habilitation in Münster; 4 Jahre an der University of California;14 Jahre Ordinarius und Departementsvorsteher für Frauenheilkunde am Universitätsspital Basel; seit 2012 Ärztlicher Direktor und Vorstandsvorsitzender UKB.