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Das aktuelle Veranstaltungsprogramm des Uniclubs

 

Archiv
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Dezember

Mittwoch
13.12.2017
17.00 Uhr

Schlosskirche

Vorweihnachtliches Orgel-Konzert in der Schlosskirche

Organist:
Miguel Prestia
(Kantor an der Schloßkirche seit 1992)

Einführung:
Prof. Dr. Eberhard Hauschildt
(Praktische Theologie)

Im Anschluss an das Konzert in der Schlosskirche (ca.18.00 Uhr) treffen wir uns in dem gegenüberliegenden FAZ-Café, das dann für uns reserviert ist, zu einer adventlichen Teestunde.

Mittwoch
13.12.2017
19.30 Uhr

 

Schumpeter-Raum


Prof. Dr. Ute Vothknecht
(Zellbiologie der Pflanzen)

Evolution des Lebens –
von der Ursuppe zu Tieren und Pflanzen

Seit Darwin wissen wir, dass die Vielfalt des Lebens auf unserem Planeten das Werk einer evolutionären Entwicklung ist. Aber wie hat dieses Leben am Anfang mit einer Urzelle begonnen? Und wie sind aus dieser ersten Zelle die verschiedenen Lebensformen, insbesondere die vielzelligen Tiere und Pflanzen entstanden?
Wir haben heute – auch dank der modernen Genetik – eine recht gute Vorstellung von den prinzipiellen Entwicklungen, die das Leben auf der Erde geformt haben. Ebenso spannend ist aber auch die Rolle, die insbesondere die Evolution der Pflanzen (und photosynthetischer Bakterien) für die Entwicklung unseres Planeten hatte und welche Bedeutung ihnen heute für unser Überleben zukommt.

Prof. Dr. Ute C. Vothknecht: Promotion (1993, Philipps-Universität Marburg); Auslandsaufenthalte: Carlsberg Research Laboratories, Dänemark (1994-1996), Yale University, USA (1996-1999); Habilitation in den Fächern Botanik/Zellbiologie (1999-2005, Universität Kiel und LMU München); Professur für molekulare Zellarchitektur und Transport (2007-2016, LMU München); seit 2016 Professur für Zellbiologie der Pflanzen an der Universität Bonn; Forschungsschwerpunkte: Die Rolle organellärer Calcium-Regulation in der pflanzlichen Entwicklung und Stressanpassung. Evolutionäre Aspekte der Chloroplastenbiogenese.

Januar

Montag
08.01.2018
18.00 Uhr

 

Wolfgang-Paul-Saal

5. Bonner Leibniz-Lecture der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) und des Uniclubs Bonn

Prof. Dr. Stefan Grimme
(Theoretische Chemie)

Moderne Chemie mit dem Computer

Grußwort:
Dorothee Dzwonnek
(Generalsekretärin der DFG)

Die Quantenmechanik bestimmt mit ihren Prinzipien wesentlich die Grundlagen der Chemie. Die quantenmechanische Berechnung von Molekülen, Materialeigenschaften und chemischen Reaktionen hat in den letzten 10 bis 20 Jahren zunehmend Eingang in weite Bereiche der Forschung gefunden. Dies ist, neben der immer noch rasanten Entwicklung auf dem Gebiet der Computerhardware, wesentlich auf die Entwicklung von effizienten Algorithmen zur näherungsweisen Lösung der zugrunde liegenden mathematischen (Differential)Gleichungen zurückzuführen. Im Vortrag werden die Grundprinzipien der Simulation von chemischen Phänomenen erklärt und gezeigt, wie Theoretische Chemiker und Experimentatoren gemeinsam Probleme z.B. auf dem Gebiet der Spektroskopie, der Katalyse und neuerdings sogar der pharmazeutischen Wirkstoff-Forschung angehen.

Prof. Dr. Stefan Grimme lehrt Theoretische Chemie an der Universität Bonn und wurde 2015 von der DFG für seine wegweisenden Arbeiten mit dem Gottfried Wilhelm-Leibniz-Preis ausgezeichnet. 1963 geboren, studierte er in seiner Heimatstadt Braunschweig, wo er 1991 auch promoviert wurde. Nach mehrjähriger Tätigkeit als Wissenschaftlicher Assistent habilitierte er sich 1997 in Bonn bei der Theoretischen Chemikerin Sigrid Peyerimhoff, die 1989 selbst den Leibniz-Preis der DFG erhalten hatte. 2000 übernahm Grimme den Lehrstuhl für Theoretische Organische Chemie an der Universität Münster. 2011 nahm er den Ruf auf die Leitung des Mulliken Centers für Theoretische Chemie an und kehrte so nach Bonn zurück.

Donnerstag
11.01.2018
19.30 Uhr

 

Wolfgang-Paul-Saal


Prof. Dr. Dominik Geppert
(Neuere und Neueste Geschichte)

EUropa ohne Großbritannien?
Ursachen, Verlauf und Folgen des Brexit

Die Volksbefragung vom Juni 2016, die mit einer knappen Mehrheit für den Austritt Großbritanniens aus der EU endete, erscheint manchem als logischer Ausgang einer unglücklichen Ehe, die von Beginn an zum Scheitern verurteilt war. Eine solche Sichtweise ignoriert die zentrale Rolle, die britische Politiker und Beamte bei der Ausgestaltung des Europäischen Binnenmarktes wie auch in den Diskussionen um eine Erweiterung der EU nach Osten und Norden spielten. Sie verkennt, dass die politische Agenda der EU-Kommission heute durchaus britischen Vorstellungen entspricht: mehr Wettbewerbsfähigkeit, Effizienz und Transparenz; die Verwandlung der Subsidiarität vom Schlagwort in eine Handlungs­maxime; ein Gespür für Prioritäten, was europäisch zu regeln ist und was nicht; weniger Bürokratie und mehr Zurückhaltung bei der Produktion neuer Gesetze; stärkere Einbeziehung der nationalen Parlamente – nichts davon widerspricht britischen Vorstellungen. Vor diesem Hintergrund fragt der Vortrag nach den entscheidenden Ursachen, dem wahrscheinlichen Verlauf und möglichen Folgen des Brexit.

Prof. Dr. Dominik Geppert ist Professor für Neuere und Neueste Geschichte an der Rheinischen Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn. Er war von 2000 bis 2005 am Deutschen Historischen Institut in London und 2016/17 Gerda Henkel-Gastprofessor an der London School of Economics. Zu seinen Forschungsschwerpunkten gehören die internationalen Beziehungen vom 19. bis ins 21. Jahrhundert sowie die deutsch-deutsche und britische Nachkriegsgeschichte. Zuletzt erschien von ihm „Ein Europa, das es nicht gibt. Die fatale Sprengkraft des Euro“ (2. Aufl., Berlin 2013).

Sonntag
14.01.2018
11.00 Uhr

 

Wolfgang-Paul-Saal

Neujahrsempfang

Eröffnung mit musikalischer Darbietung

Brunch
pro Person 25,00€

Anmeldung unter mueller [at] uniclub-bonn [dot] de

Montag
15.01.2018
18.30 Uhr

 

Wolfgang-Paul-Saal

Generalmusikdirektor Dirk Kaftan

Vorstellung von Herrn Dirk Kaftan als neuem Generalmusikdirektor des Beethoven Orchesters und der Oper Bonn (Gemeinsame Veranstaltung des Vereins der Opernfreunde Bonn und des Universitätsclubs Bonn)

Dirk Kaftan wurde 1971 in Marburg geboren und wuchs in Wittlich/Eifel und Kanada auf. Bevor er zu Beginn der Spielzeit 2017/18 den Posten als Generalmusikdirektor des Beethoven Orchesters Bonn und der Oper Bonn antrat, war er seit 2013 Chefdirigent der Grazer Oper und des Grazer Philharmonischen Orchesters. Vor seiner Tätigkeit in Graz war er an den Theatern in Trier, Bielefeld und Münster sowie als erster Kapellmeister in Dortmund und Generalmusikdirektor in Augsburg tätig. Zudem gastierte er europaweit, unter anderem an der Wiener Volksoper und der Königlichen Oper Kopenhagen sowie an der Oper Frankfurt, der Semperoper in Dresden, den Bregenzer Festspielen, der Deutschen und der Komischen Oper in Berlin. Mit der Aufführung der Oper „Penthesilea“ von Otmar Schoeck gelang Dirk Kaftan ein erfolgreicher Auftakt der neuen Spielzeit.

Montag
22.01.2018
19.30 Uhr

 

Wolfgang-Paul-Saal

Prof. Dr. Heinz Beck
(Epileptologie)

Denken verstehen: Können wir das Gehirn entschlüsseln?

Das Gehirn ist das weitaus komplizierteste Organ unseres Körpers, mit annähernd 100 Milliarden Nervenzellen, die auf komplexe Weise miteinander verschaltet sind. Selbst in einfachen Organismen ist das Gehirn in der Lage, komplexe Sinneseingänge aus der Umgebung aufzunehmen, zu interpretieren und in gezieltes Verhalten umzusetzen. Wie geschieht dies, und mit welchen wissenschaftlichen Methoden lassen sich Funktionsprinzipien des Gehirns ableiten? Eine ungewöhnlich hohe Anzahl von neuen Methoden erlaubt uns seit einigen Jahren fundamentale Einblicke in das arbeitende Gehirn. Der Vortrag wird die Faszination dieser neuen Perspektiven, aber auch die derzeitigen Grenzen unseres Verständnisses beleuchten.

Prof. Dr. Heinz Beck, Promotion Summa Cum Laude 1992 in Köln, Heisenberg Stipendium der DFG (2001-2004). Professor für Experimentelle Epileptologie und Kognitionswissenschaften, Leiter NeuroCognition Plattform Life&Brain. Sprecher des Sonderforschungsbereichs SFB 1089 der DFG, Präsident der Deutschen Gesellschaft für Epileptologie (2012-14). Auszeichnungen: Bennigsen-Foerder Preis, Alfred-Hauptmann Preis, Int. Michael Preis für Epilepsieforschung, Research Recognition Award der American Epilepsy Society.

Dienstag
30.01.2018
19.30 Uhr

 

Wolfgang-Paul-Saal

Prof. Dr. Matthias Becher
(Mittelalterliche Geschichte)

Vormoderne Macht und Herrschaft.
Zugänge, Phänomene, Perspektiven

Unter dem Eindruck der zunehmenden Globalisierung konzentriert sich die Geschichtswissenschaft darauf, diese weltweite Verflechtung und ihre Voraussetzungen als Entwicklung seit dem „langen 19. Jahrhundert“ (Jürgen Osterhammel) zu beschreiben. Dabei zeigt sich, dass diese ohne eine Analyse der überkommenen politisch-gesellschaftlichen Organisationsformen nicht adäquat verstanden werden können. Den politischen Strukturen mit ihren Grundelementen ‚Macht‘ und ‚Herrschaft‘ kommt hierbei elementare Bedeutung zu. Nur eine vergleichende Untersuchung kann die unterschiedlichen Konstellationen der verschiedenen Formen von Macht und Herrschaft verstehbar machen und so einen Beitrag zum Verständnis aktueller Entwicklungen und Probleme leisten.

Prof. Dr. Matthias Becher, Promotion Konstanz 1990, Habilitation Paderborn 1995. Seit 1998 Lehrstuhl für Mittel­alterliche Geschichte in Bonn, seit 2013 Mitglied der Nordrhein-Westfälischen Akademie der Wissenschaften und der Zentraldirektion der Monumenta Germaniae Historica (München); seit 2016 Sprecher des Sonderforschungsbereichs 1167 „Macht und Herrschaft - Vormoderne Konfigurationen in transkultureller Perspektive“. Buchpublikationen: „Karl der Große“ (Wissen in der Beck‘schen Reihe 2120) München 1999, 6. Auflage 2014; „Merowinger und Karolinger“ (Geschichte kompakt) Darmstadt 2009; „Chlodwig I. Der Aufstieg der Merowinger und das Ende der antiken Welt“, München 2011; „Otto der Große. Kaiser und Reich. Eine Biographie“, München 2012.

Februar

Montag
05.02.2018
19.30 Uhr

 

Wolfgang-Paul-Saal

Prof. Dr. Christian Borgemeister
(Entomologie)

Die Kuh im Antilopenmantel –
neue Wege der Tsetse-Fliegenbekämpfung in Afrika

Weitere Informationen folgen.

Prof. Dr. Christian Borgemeister ist seit 2013 Direktor der Abteilung „Ecology and Natural Ressource Management“ des Zentrums für Entwicklungsforschung (ZEF). Von 2005 bis 2013 war er Generaldirektor des International Centre for Insect Physiology and Ecology (icipe) mit Sitz in Nairobi. 1991 wurde er an der Leibniz Universität Hannover promoviert und habilitierte sich dort 1999 im Fach Pflanzengesundheit. Er ist unter anderem Fellow der African Academy of Science, der Royal Entomological Society sowie der Entomological Society of America.

März

Montag
05.03.2018
19.30 Uhr

 

Wolfgang-Paul-Saal

Bonner Köpfe.
Max G. Huber-Gedächtnisreihe, Kooperationsveranstaltung von Universitätsclub und Universität Bonn

Prof. Dr. James D. Bindenagel
(Transatlantische Beziehungen)

Der Bonner Student Carl Schurz –
Ein Leben im Auftrag der Demokratie

Carl Schurz kann als bedeutendster Deutschamerikaner des 19. Jahrhunderts und zugleich als einer der wichtigsten Staatsmänner in den USA dieser Zeit bezeichnet werden. Als Bonner Student nahm er aktiv an der letztendlich gescheiterten Revolution von 1848/49 teil, floh nach der Festnahme und angesichts des ihm bevorstehenden Todesurteils in die Schweiz und emigrierte anschließend in die USA. Auch dort kämpfte er für die Demokratie und machte eine rasante Karriere. Vom Journalisten und Anwalt der Lincoln Administration brachte er es bis zum General während des amerikanischen Bürgerkriegs, später sogar zum US-Innenminister und zum ersten deutschstämmigen Mitglied des Senats. Sein bewegtes Leben stand stets im Auftrag der Demokratie. Wurde Carl Schurz nach seiner Heimat gefragt, so antwortete der Transatlantiker: „Wo die Freiheit ist, da ist das Vaterland.“

Prof. James D. Bindenagel ist Henry-Kissinger-Professor an der Universität Bonn und gleichzeitig Leiter des der Professur zugeordneten Center for International Security and Governance. Er ist ein führender Experte für transatlantische Beziehungen mit besonderem Fokus auf dem deutsch-amerikanischen Verhältnis, das er aus jahrzehntelanger praktischer Tätigkeit als Karriere-Diplomat kennt, unter anderem als US-Botschafter in Deutschland.

Veranstaltungsvorschau

11.04.2018
Prof. Dr. Ulf-G. Meissner (Theoretische Physik)
Heinrich Hertz
(Bonner Köpfe. Max G. Huber-Gedächtnisreihe)

08.05.2018
Prof. Dr. phil. Andreas Pangritz (Systematische Theologie)
Helmut Gollwitzer
(Bonner Köpfe. Max G. Huber-Gedächtnisreihe)

12.06.2018
Prof. Dr. Dr. Heinz Schott (Geschichte der Medizin)
Johannes von Müller
(Bonner Köpfe. Max G. Huber-Gedächtnisreihe)

20.06.2018
Dr. Andrew Flack (Geschichte des Zoos)
In Kooperation mit der Deutsch-Britischen Gesellschaft
A world writ small: histories of the modern British zoo

04.07.2018
Prof. Dr. Gisela Muschiol (Mittlere und Neuere Kirchengeschichte)
Adolph Kolping
(Bonner Köpfe. Max G. Huber-Gedächtnisreihe)

09.07.2018
Sommerliches Konzert
in Kooperation mit dem Verein der Opernfreunde