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Das aktuelle Veranstaltungsprogramm des Uniclubs

 

Archiv
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Januar | Februar | März | April | Mai
April

Donnerstag

26.04.2018

19.30 Uhr

 

Wolfgang-Paul-Saal

 

Prof. Dr. Dirk Messner

(Deutsches Institut für Entwicklungspolitik)

Evolution und Zukunft menschlicher Kooperation – Kann Global Governance im 21. Jahrhundert gelingen?

Transnationaler Terror, internationale Flüchtlingsbewegungen und Spannungen zwischen „alten“ und „neuen“ Mächten scheinen die internationale Politik zu überfordern. Zugleich sind 2015 die Verabschiedung der nachhaltigen Entwicklungsziele durch die Vereinten Nationen sowie der Abschluss des Übereinkommens von Paris zum globalen Klimaschutz gelungen. Wie passen erfolgreicher Multilateralismus und die Erosionen der internationalen Ordnung zusammen? Durch die Verbindung von Ansätzen der Global Governance Forschung, evolutionärer Anthropologie  und der Verhaltenswissenschaften eröffnet Dirk Messner Einblicke in die aktuelle Forschung zu menschlicher Kooperation von den Anfängen des homo sapiens bis zum Beginn des 21. Jahrhunderts.

Prof. Dr. Dirk Messner ist Direktor des Deutschen Instituts für Entwicklungspolitik (DIE) und Co-Vorsitzender des Wissenschaftlichen Beirats der Bundesregierung für globale Umweltveränderungen (WBGU). Er lehrt Politikwissenschaft an der Universität Duisburg-Essen.

Prof. Dr. Dirk MessnerProf. Dr. Dirk Messner
(Foto: Deutsches Institut für Entwicklungspolitik)
Mai

Mittwoch

02.05.2018

19.30 Uhr

 

Wolfgang-Paul-Saal

Prof. Dr. Andrea Stieldorf

(Mittelalterliche Geschichte und Historische Grundwissenschaften)

Urraca, Mathilde, Konstanze und Co.
Mittelalterliche Königinnen im Münzbild

Die Prägung von Münzen ist Ausdruck von Herrschaft. Dies gilt insbesondere, wenn der Herrscher sein Bild prägen lässt. Die gelegentlich als einziges „Massenmedium“ des Mittelalters bezeichneten Münzen boten die Möglichkeit, Sichtweisen von Herrschaft über den Kreis der dem Herrscher Vertrauten hinaus bekannt zu machen. Besonders interessant ist dies, wenn Münzen Königinnen abbilden. Die Funktion dieser Darstellungen zielte je nach Kontext durchaus auf konkrete Herrschaftsansprüche, die in der Münzprägung visualisiert wurden. Bestanden derlei Ansprüche jedoch nicht, müssen andere Deutungsmuster gefunden werden. Diese weisen sehr viel breiter auf die Notwendigkeit herrschaftlicher Repräsentation hin, für die auch die Königin herangezogen werden konnte. Die Münze wird so zu einer dreidimensionalen Quelle, die Rückschlüsse auf die Stellung mittelalterlicher Königinnen ermöglicht.

Prof. Dr. Andrea Stieldorf hat den Lehrstuhl für Historische Grundwissenschaften und Archivkunde an der Universität Bonn inne. Zu ihren Forschungsschwerpunkten zählen neben der mittelalterlichen Verfassungs-, Wissensgeschichte und Diplomatik insbesondere die Historischen Grundwissenschaften, die sich mit bildorientierten Fragen beschäftigen: Siegelkunde, Numismatik und Heraldik. Nach ihrer Dissertation über „Rheinische Frauensiegel. Studien zur rechtlichen und sozialen Stellung weltlicher Frauen im Rheinland“ (1999) beschäftigte sie sich besonders mit intermedialen Bezügen, wie etwa „Helden oder Heilige. Überlegungen zur Motivwahl reichsfürstlicher Siegel und Münzen“ (2016.).

Dienstag

08.05.2018

19.30 Uhr

 

Wolfgang-Paul-Saal

Bonner Köpfe. Max G. Huber-Gedächtnisreihe

Prof. Dr. Andreas Pangritz

(Systematische Theologie)

„Krummes Holz – aufrechter Gang“:
Helmut Gollwitzer als Theologe des Dialogs


Helmut Gollwitzer (1908 – 1993), der von 1951 bis 1957 Systematische Theologie in Bonn lehrte, hat sich wie kaum ein anderer evangelischer Theologe seiner Generation als ein politischer, und das hieß für ihn je länger je mehr: ein sozialistisch engagierter Mensch verstanden. Das hat ihm den Ruf eingebracht, ein „streitbarer“ Theologe zu sein. Diese Charakterisierung, so viel an ihr dran sein mag, verdeckt jedoch den dialogischen Charakter seiner Theologie, die ihn zu einem Brückenbauer in vielerlei Hinsicht werden ließ.

Der Vortrag konzentriert sich auf zwei Dialogfelder, auf denen sich Gollwitzer engagiert hat: das Gespräch zwischen Christen und Juden und den Dialog mit dem Marxismus, der ihn schließlich zu einem scharfen Kritiker des Kapitalismus im Zeitalter der Globalisierung werden ließ.

Prof. Dr. Andreas Pangritz lehrt Systematische Theologie und ist Direktor des Ökumenischen Instituts an der Evangelisch-Theologischen Fakultät der Universität Bonn. Zu seinen jüngsten Veröffentlichungen zählen: „Der ganz andere Gott will eine ganz andere Gesellschaft.“ Das Lebenswerk Helmut Gollwitzers (erscheint im Frühjahr 2018); Karl Barth in the Theology of Dietrich Bonhoeffer, 2., erw. Aufl. (erscheint im Frühjahr 2018); Theologie und Antisemitismus. Das Beispiel Martin Luthers (2017); Vergegnungen, Umbrüche und Aufbrüche. Beiträge zur Theologie des christlich-jüdischen Verhältnisses (2015).

Mittwoch

16.05.2018

19.30 Uhr

 

Wolfgang-Paul-Saal

Prof. Dr. Ulrich Jaehde

(Pharmazie)

Arzneimittelcocktails bei älteren Patienten –
nützlich, schädlich oder lebensgefährlich?

Eine medikamentöse Therapie kann großen Nutzen bringen, ist aber oft mit erheblichen Risiken für den Patienten verbunden. Etwa 5 Prozent aller Krankenhauseinweisungen sind die Folge unerwünschter Arzneimittelwirkungen, etwa die Hälfte davon wäre vermeidbar.

Bei älteren Patienten liegt die Rate an unerwünschten Arzneimittelwirkungen deutlich höher. Dies liegt zum einen an altersbedingten physiologischen Veränderungen, zum anderen häufig an der Vielzahl der verordneten Medikamente. Diese „Polymedikation“ kann dazu führen, dass der Überblick verloren geht. Wechselwirkungen, ungeeignete Dosierungen und Anwendungsfehler sind die Folge.

Wie können diese Sicherheitslücken geschlossen werden? Welchen Beitrag kann die Wissenschaft leisten? Was können Patienten selbst tun? Im Vortrag werden mehrere Maßnahmen vorgestellt, durch welche die Arzneimitteltherapie sicherer gestaltet werden kann.

Prof. Dr. Ulrich Jaehde lehrt seit 1999 Klinische Pharmazie am Pharmazeutischen Institut der Universität Bonn. Nach der Promotion 1989 war er Postdoktorand an der Universität Leiden und Wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Freien Universität Berlin. Zu seinen Forschungsschwerpunkten gehört die Arzneimitteltherapiesicherheit bei älteren Patienten und bei Krebspatienten. Er ist Mitglied der Koordinierungsgruppe für den Aktionsplan Arzneimitteltherapiesicherheit des Bundesministeriums für Gesundheit sowie der Arzneimittelkommissionen der Deutschen Ärzteschaft und der Deutschen Apotheker. 2011 wurde er mit dem Lehrpreis der Universität Bonn und 2017 mit dem Lehrpreis der Mathematisch-Naturwissenschaftlichen Fakultät ausgezeichnet.

Donnerstag

24.05.2018

19.30 Uhr

 

Wolfgang-Paul-Saal

3. Gesprächskonzert der Reihe
„Musizieren – Musik erklären – Musik verstehen“

in Kooperation mit dem Netzwerk Ludwig van B.

Judith Stapf, Violine

Aus welchem Holz …? – Musikalische Ahnenforschung
in der neueren Geschichte der Violinsonate

Musikalische Wurzeln und Verzweigungen möchte die junge Geigerin der Barenboim-Zaid-Akademie Judith Stapf im dritten Konzert der neuen Konzertreihe erforschen: Warum wird einer Geiger – und aus welchen „Eltern“ wird eine Komposition für die Geige geboren? Judith, Tochter einer Sängerin und eines Pianisten, hatte sich schon fast vor dem Sprechen eigenständig für ihr Instrument entschieden. Die Violine und deren Möglichkeiten kennenzulernen, war ihr schon immer wichtiger als alles andere.

Nahezu jeder zur Klassik neigende Komponist hat für dieses Instrument komponiert, das in großen Gruppen den „Sound“ eines Orchesters bestimmt. Etliche Klassiker waren im 19. Jahrhundert auch für die Weiterentwicklung der solistischen Violine bestimmend, aber nur bei den wenigsten gehören die Violinsonaten zu ihren wichtigsten Werken. Am Beispiel von Kompositionen für Violine und Klavier von Gabriel Fauré, Aaron Copland und Elliott Carter spielt und spricht Judith Stapf über Lehrer- und Schülerbeziehungen, über Bewunderung, Annäherung und Abgrenzung, über Zuneigung und Zueignung. Dabei kommt einer Frau eine besondere Rolle zu, nämlich der charismatischen Komponistin und Dirigentin Nadia Boulanger.

Der Universitätsclub führt mit diesem Konzert seine kürzlich begonnene Veranstaltungsreihe in Zusammenarbeit mit dem Netzwerk Ludwig van B. fort, in der Musikstudierende nicht nur zu Konzerten eingeladen, sondern durch ihren jeweils persönlichen und fachlichen Zugang zum „Sinn und Unsinn“ von Musik auch als Musikerpersönlichkeiten erkennbar werden.

Judith Stapf Foto: Markus Bollen

Vorschau auf weitere Veranstaltungen 2018

12.06.2018
Prof. Dr. Dr. Heinz Schott
Johannes von Müller
(Bonner Köpfe. Max G Huber-Gedächtnisreihe)

19.06.2018
Prof. Dr. Ralph Kauz
„Von der ‚alten‘ zur ‚neuen‘ Seidenstraße:
Eurasiatische Interaktion in Geschichte und Gegenwart“

20.06.2018
Dr. Andrew Flack
In Kooperation mit der Deutsch-Britischen Gesellschaft
„A world writ small: histories of the modern British zoo“

04.07.2018
Prof. Dr. Gisela Muschiol
Adolph Kolping
(Bonner Köpfe. Max G. Huber-Gedächtnisreihe)

09.07.2018
Sommerliches Konzert
in Kooperation mit dem Verein der Opernfreunde