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Das aktuelle Veranstaltungsprogramm des Uniclubs

 

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Mai

Dienstag
17.05.2017
19.30 Uhr

 

Paul-Martini-Raum

Prof. Dr. Werner Besch
(Prof. em. für deutsche Sprache und ältere deutsche Literatur)

Die Reformation – ein unerhörtes Sprachereignis

Die drei “heiligen Sprachen” Hebräisch, Griechisch und Lateinisch galten viele Jahrhunderte als allein gültige Bibelsprachen. Die Kirche hatte großes Misstrauen gegenüber Übersetzungen jeglicher Art. Luther lieferte 1522 das Neue Testament in deutscher Sprache, ein unerhörtes Sprachereignis, Horizonte öffnend für die deutschen Christenmenschen, für persönliches Bibellesen und Bibelverstehen. Die Alleinherrschaft des Latein (Vulgata) und der kirchlichen Deutungsmacht wurde außer Kraft gesetzt. Die christliche Volkskirche hatte ihre Freiheit und ihre eigene Muttersprache (ohne Latein) im Gespräch mit Gott erlangt.
Als weiteres epochales Sprachereignis, nunmehr mit Langzeitwirkung, darf nach der Konfessionsspaltung die gesamtdeutsche Spracheinigung auf der Lutherspur gelten. Beides hat Luther nicht angestrebt – es hat sich ergeben. Unsere heutige Schriftsprache ist zwar nicht von Luther gemacht, aber in den Grundlagen und in der Entwicklungsrichtung eindeutig von ihm mitbestimmt worden. Nicht weltliche Macht und Autorität hat die Spracheinigung unseres dialektreichen Landes bewirkt, sondern letztlich die Bibelautorität.

Zur Person: geboren 1928, Studium (der Germanistik) von 1949 bis 1955. 1955 Staatsexamen, 1956 Promotion, 1965 Habilitation, 1956 bis 1970 Lehrstuhl Universität Bochum für deutsche Sprache und ältere deutsche Literatur, seit 1970: Lehrstuhl an der Universität Bonn, 1982 bis 1983: Rektor der Universität Bonn, Mitglied der Heidelberger Akademie der Wissenschaften und der Nordrhein-Westfälischen Akademie der Wissenschaften.
Gründungsvorsitzender und Ehrenmitglied des Bonner Universitätsclub.

Einführung:
Prof. Dr. Günther Schulz
(Vorsitzender des Universitätsclubs)

Juni

Donnerstag
08. Juni 2017
19.30 Uhr

 

Wolfgang-Paul-Saal

Prof. Dr. Rudolf Schieffer

Dreierlei Völkerwanderungen

Der Begriff Völkerwanderung, der neuerdings häufiger in der politisch-publizistischen Alltagssprache begegnet, kennzeichnet in der Geschichtswissenschaft traditionell einen breiten Zeitraum zwischen Altertum und Mittelalter, der 1. das Eindringen von „Völkern“ germanischer Sprache in den Westen des zerbrechenden Römerreichs (4.-6. Jh.), 2. die Ausbreitung islamischer Araber im Orient und in Nordafrika bis nach Spanien (7./8. Jh.) und 3. die Expansion der skandinavischen Wikinger/Waräger über die Nordsee und die Ostsee hinweg ins übrige Europa (9.-11. Jh.) mit sich brachte.
In allen drei Fällen laden dieselben Fragen zum Vergleich ein: Wer setzte sich aus welchen Gründen in Bewegung? Welche Aufnahme fanden die Gewanderten? Wie verhielten sie sich in den Zielgebieten? Was waren die langfristigen politischen und kulturellen Auswirkungen dieser Umbruchszeit?

Prof. Dr. Rudolf Schieffer, 1975 in Bonn promoviert und 1979 in Regensburg habilitiert, hatte von 1980 bis 1994 einen Lehrstuhl für Mittelalterliche und Neuere Geschichte in Bonn und war danach bis 2012 Präsident der Monumenta Germaniae Historica (Deutsches Institut für Erforschung des Mittelalters) in Verbindung mit einem Lehrstuhl in München. Er ist Mitglied der Nordrhein-Westfälischen Akademie der Wissenschaften und der Künste und lebt seit 2013 wieder in Bonn.

Einführung:
Prof. Dr. Günther Schulz
(Vorsitzender des Universitätsclubs)

Mittowch
28.06.2017
17 Uhr

 

Wolfgang-Paul-Saal

Mitgliederversammlung

 

Mittowch
28.06.2017
19.30 Uhr

 

Wolfgang-Paul-Saal

Liederabend

„An den Rhein, an den Rhein”

Lieder und Texte zur RHEINROMANTIK

Die Veranstaltung ist der Kulturlandschaft Rhein gewidmet: Diese hat mit ihren Burgruinen, Klöstern und beeindruckenden Naturschönheiten immer wieder eine romantische Rheinbegeisterung ausgelöst. Zum Programm „An den Rhein, an den Rhein“ gehören bekannte und weniger bekannte Lieder romantischer Tonkünstler. Der poetische Geist kommt aber auch nicht zu kurz. Die Teilnehmer werden Gedichte hören, die Karl Simrock 1836 in der Sammlung „Rheinsagen“ veröffentlichte. Zuletzt wird die Rolle des Flusses als Sehnsuchtsort und Identifikationsmoment der bürgerlichen Nationalstaatsbewegung des 19. Jahrhunderts zum Thema.

Katja Heydegger, Sopranistin, ist seit mehr als einem Jahrzehnt als Gesangssolistin im Bonn-Kölner Raum tätig. Ihr besonderes Interesse gilt der Musik des Barocks und der Romantik.

Der Pianist Frank Hoppe studierte an der Staatlichen Hochschule für Musik in Köln. Er arbeitet als Klavierpädagoge und Begleiter für alle Musikrichtungen, zudem komponiert er Klavier- und Kammermusik.

Andreas Schütte, Musikwissenschaftler und Sänger, ist an der Oper Bonn tätig. Er ist Rezitator und Moderator und hält musikwissenschaftliche Vorträge.